Fukuschima und der Kampf um die Wahrheit

Massive gesundheitsschädliche Belastungen der japanischen Bevölkerung durch innerlich aufgenommene radioaktive Substanzen.

http://globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=26798

Von Paul Zimmerman

(Übersetzung: Sophyama)

Die Fukuschima Katastrophe ist ein nuklearer Alptraum. Gespenstische Mengen von freigesetzter Radioaktivität suchen die japanische Landschaft heim. Leben, das einst als unbeschwert erschien, wird jetzt durch eine unvergleichliche Geißel aus üblen Krankheiten und Tod überschattet. In großen Teilen der Bevölkerung sammeln sich erhebliche Mengen von innerer Kontamination an, die die Bühne freimachen für diese Tragödie der öffentlichen Gesundheit.

Eine subtile Erhöhung der Anzahl von Fehl- und Totgeburten wird als erste Manifestation dieser Katastrophe darauf hindeuten, daß etwas nicht in Ordnung ist. Eine erhöhte Anzahl von Missbildungen wird im Herbst beginnen, und von da an in eine unbestimmte Zukunft weisen. Unmittelbar danach werden sich die Fälle an Schilddrüsenerkrankungen, Herzerkrankungen, und eine erhöhte Sterblichkeitsrate von Säuglingen häufen, denen dann unter anderem Leukämien im Kindesalter folgen werden. Im Laufe des nächsten Jahrzehnts und darüber hinaus werden die Krebsraten insgesamt massiv ansteigen.

Tschernobyl war lediglich der Vorbote dieses herzzerreißenden Szenarios. Es lehrte die Menschen die unausweichlichen biologischen Wahrheiten und Konsequenzen, die in Populationen auftreten, wenn sie durch erhöhte Niveaus von inneren Spaltprodukten langfristig kontaminiert werden. Diese Wahrheiten werden gegenwärtig von seiten der Regierungsstellen und Industrie als unbegründete Panikmache desavouiert. Mit kalter Gleichgültigkeit, leugnen sie, daß Tschernobyl eine Veranstaltung mit einer massiven Anzahl von Opfern war. Sie verdrehen die Augen vor einer riesigen Datenflut, die durch die Forschung inzwischen erbracht wurde, und verkünden lauthals, daß durch die Ukrainische Katastrophe lediglich eine Handvoll Leute Schaden erlitten hätten, und es für mehr keinerlei Beweise gäbe. Sie drapieren ihre Propaganda mit dem Deckmantel der Wissenschaft, das die Gefahr des schwach radiokativen Niveaus der inneren Kontamination kleinredet, und keinerlei Gefahr darstelle. Im Glauben des Erfolges ihrer Lügen, und berauscht von ihrer Hybris glauben sie sich jetzt erfolgreich positionieren zu können, um die öffentliche Wahrnehmung und Meinung über Fukuschima aktiv zu gestalten. Japans Regierung, die Kommission für nukleare Sicherheit und die Tokyo Electric Power Company (TEPCO) haben bereits bewiesen, daß sie alles in ihrer Macht stehende unternehmen werden, um zu verhindern das die Bürger wissen, was eigentlich stattfindet. Die sich gegenwärtig entwickelnde Krise im Bereich der Volksgesundheit soll komplett ausgeblendet werden. Es wird von offizieller Seite verhindert das jetzt Daten gesammelt werden, die die gesundheitlichen Auswirkungen der Freisetzung von Radioaktivität an der Bevölkerung kartographiert, und gemäß eines sich inzwischen weltweit bewährten Planes, erfasst und verarbeitet werden könnten. Deshalb werden die Messungen von Strahlendosen in weiten Teilen der Bevölkerung gegenwärtig sträflich vernachlässigt. Die Gefahren, die mit einer niederwertigen inneren Strahlenverseuchung in Zusammenhang gebracht werden könnten, bleiben somit in allen Diskussionen über die Risiken weitgehend im Dunkeln (‘Follow the trail of the money!’, d. Übers.)

Eine Flut von Artikeln, die belegen werden, daß sich für die Bevölkerung keinerlei absonderlichen Strahlenrisiken ergeben, dürfte in Folge in den von der Nuklearindustrie gesponsorten Fachzeitschriften zu erwarten sein. Die erhöhte Inzidenz von Leukämie bei Kindern wird dann wohl auf die Durchmischung der Bevölkerung in grossen Evakuierungszentren zurückgeführt, in deren Verlauf sich ein bisher noch nicht identifizierter Virus der Blutkrebs auslöst, entwickelt haben könnte. (Eine Verleugnung des erhöhten Strahlenrisikos in der Entstehung von Leukämie bei Kindern unter fünf Jahren die in der Nachbarschaft von Kernkraftwerken leben, ist derzeit ja en vogue). Auch wird die Tendenz zu Missbildungen bei Geburten als unmöglich abgetan, da das Risiko durch entsprechende Modelle der Internationalen Reaktorsicherheitskommission mit gültigen Standards widerlegt worden sei, und von daher, keine vorausschauenden Prognosen abgegeben werden. Die Möglichkeit, daß die Modelle in betrügerischer Absicht hätten konstruiert sein können, entzieht sich somit der öffentlichen Diskussion. (Siehe: ein Verrat an der Menschheit durch die Strahlenschutzagenturen, erhältlich als kostenloser download unter http://www.du-deceptions.com/excerpts.html.) Wie kann die Wahrheit überhaupt zum Zuge kommen, wenn sie sich einer massiven institutionalisierten Matrix von Betrug gegenüber sieht? Welche Agentur kann angesichts dieser Situation möglicherweise die Führung übernehmen, um exakt den vollen Umfang der Katastrophe zu dokumentieren, die gefährdeten Opfer identifizieren, und daraus resultierend, vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen veröffentlichen? Wer wird die Verantwortung zum Schutz der Kinder übernehmen? Angescihts der Lage ist es naiv darauf zu warten, daß die Regierung zur Rettung beispringen wird. Die Geschichte der Strahlenunfälle beweist immer wieder, daß die Regierungen mit Rücksicht auf ihre Atomwaffenprogramme und den Interessen der Atomindustrie, ihre Bürger routinemäßig verraten. Deshalb bleibt für die Menschen in Japan nur eine Alternative offen. Sie müssen selbst aktiv zu werden! Sie müssen die Initiative ergreifen, und der Regierung und Industrie die Kontrolle über die “Wahrnehmung” der Katastrophe entreißen.

Der Unfall in Fukushima verlangt, daß eine Volkskampagne initiiert wird, die eine ehrliche Einschätzung der aktuellen Lage ermöglicht, damit einerseits eine Katalogisierung der entstehenden medizinischen Risiken und Folgen ermöglicht wird , und andererseits auch Strategien zum Selbstschutz der Bürger entwickelt werden können.

Mit dem Internet als Plattform, sollten Wissenschaftler aus allen relevanten Disziplinen und interessierte Laien zusammenarbeiten, um ein grossflächig angelegtes Open-Source-Forschungsprojekt daraus entstehen zu lassen, das mit praktischen Einsichten und Ratschlägen Auswege aufzeigen kann. Die sich daraus entwickelnde Online-Enzyklopädie wird somit alle relevanten Daten archivieren können, so dass sie vor dem Einfluss künftiger Manipulationen geschützt werden. Unfälle dieser Art sollten dann von Anfang an minutiös dokumentiert werden. Mit veröffentlichten Berichten, die häufig auch unterschiedlicher Meinung sein werden, sollten in Zukunft alle verfügbaren Informationen zum Aufbau einer Datenbank führen, die sich Infomationen aus Kreisen der Regierung, der Bürger, und interessierten Beobachtern, oder Augenzeugen zunutze macht.

Die meterologischen Daten ausgehend vom 11. März 2011 sollten aus weltweiten Quellen der Beobachter zusammengestellt werden. Alle offiziellen und inoffiziellen Messungen von Radioaktivität in der Umwelt, sowohl in Japan, als auch weltweit, müssen gesammelt und zusammengestellt werden. Dies ist eine wichtige Informationsquelle für zukünftige epidemiologische Studien. Radioaktiv belastete landwirtschaftliche Flächen müssen identifiziert werden. (Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, daß jedes Jahr durch phosphathaltige Düngenmittel über 20 Tonnen Uran in der deutschen Landwirtschaft auf die Felder ausgebracht werden…D. Übers.)

Alle essbaren Materialien der menschlichen und tierischen Ernährung sollten auf ihre Sicherheit hin mittles Proben ausgewertet werden. Sowie eine strahleninduzierte Krankheit in der Bevölkerung auftritt, müssen die Forschungsergebnisse und Erfahrungen den vermutlichen Opfern unmittelbar durch die Akteure im Gesundheitswesen zugute kommen. Zunächst werden diese Informationen eher anekdotischen Charakter haben, aber dennoch, werden sie von unschätzbarem Wert sein.

Dadurch können neue Trends in Morbidität und Mortalität beobachtet werden womit sich auch Trends in Teilgruppen der Bevölkerung identifizieren lassen, denen in Folge mit einer konzentrierten, systematisch, therapeutisch orientierten wissenschaftlichen Begleitung geholfen werden kann. Die Einzelnen Forscher oder Gruppen müssen die Initiative ergreifen, um in ihren Fachgebieten diese Studien mit Interesse vorantreiben zu können.(Ein ausgezeichneter Vorschlag von Gordon Edwards von der kanadischen Coalition for Nuclear Responsibility ist eine weit ausgedehnte Sammlung von Zähnen der Babies, um objektivere Daten über die geographische Verteilung und die Aufnahme von Strontium-90 zu erhalten [1].)

Methoden, Daten und Ergebnisse sollten online direkt abrufbar werden, sobald sie verfügbar sind. Das gesamte Datenmaterial sollte dabei öffentlich zugänglich bleiben, damit allen interessierten Menschen und Institutionen weltweit ein Zugang zu den Ergebnissen ermöglicht wird. Dabei sollte die Transparenz der Ergebnisse als oberstes Gebot gelten. Ein offener Dialog ermöglicht es das dadurch unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen im Meinungs-und Wissensspektrum in fairer Weise vertreten sein können. Die zu erwartenden Meinungsverschiedenheiten über Forschungsansätze und deren Interpretation wird sich an den Ergebnissen zeigen, die daraufhin wiederum zu Modifikationen führen können, die angesichts einer Strahlenkatastrophe konsensorientiert den Weg zu den besten Lösungen weisen würden. Das wird unterstützt durch eine objektive Untersuchung der Umstände der gegenwärtigen Katastrophe, die mittels wissenschaftlicher Methoden und modernster Erkenntnisse den bestmöglichen Weg zu optimalen Lösungen aufzeigen kann, ohne dabei im manipulierten Gestrüpp einzelner Interessengruppen verloren zu gehen. Das ultimative Ziel dieser Bemühungen wird es sein müssen, eine unvoreingenommene Ermittlung der gesundheitlichen Folgen, der in die Umwelt freigesetzten Strahlung, zu erzeugen, die die Exaktheit der aktuellen internationalen Standards des Strahlenschutzes kritisch begutachten. Das würde zwingend zu Verbesserungen für das Gemeinwohl und den Schutz der Menschheit insgesamt führen, die sich diesen, von Privatgruppen losgetretenen, länderübergreifenden Industriekatastophen momentan hilflos ausgesetzt sehen. Es ist dringend notwendig, dass derartige Initiativen sofort überall beginnen sollten. Die Daten müssen jetzt erhoben werden, damit wir die Trends von Anfang an bezeugen können, und entsprechende gültige Schlüsse daraus möglich werden. Von besonderer Bedeutung ist hierbei ganz aktuell die Sicherung der Gesundheitsstatistiken der Bevölkerung von Japan, aus der Zeit vor dem Unfall.

Folgende Daten sollten aus gegebenem Grunde mit besonderem Augenmerk begutachtet und ausgewertet werden:

  • Die Statistiken für verschiedene Schwangerschaftsverläufe (Frühgeburt, Untergewicht, Abtreibungen u.s.w.)
  • die Häufigkeit verschiedenener Arten von Geburtsschäden
  • die Häufigkeit von Erkrankungen der Schilddrüse
  • Herzerkrankungen
  • Krebs (Blut, Knochen und andere auf Strahleneinfluss bezogene Arten)

Ausserdem solllten noch weitere auftretende Krankheitsbilder mit relevantem Bezug, erforscht und katalogisiert werden.

Die historische Erfahrung hat gezeigt das gute Gründe für den unbedingten Erhalt dieses grundlegenden statistischen Datenmaterials (Baseline-Data) zur Morbidität und Mortalität bestehen. Die Geschichte der Strahlenunfälle ist übersät mit traurigen Beispielen, die aufgrund verfälschter Daten letztendlich keine ehrliche Bewertung über den Grad der inneren Verseuchung, ihrer Auswirkung auf die menschliche Gesundheit und ihrer Schäden, mehr zuliess.

Es existieren direkte Hinweise darauf, daß die Statistiken zur Morbidität und Mortalität im Zuge der Strahlenfreisetzung durch die Atomwaffenproduktion und den Aufbau kommerzieller Atomkraftwerke, in den Veröffentlichungen des Public Health Service der US-Regierung so verändert wurden, das diesbezügliche durch Krebs verursachte Todesfälle, in der Bevölkerung bewusst verborgen blieben. [2]

Einige Beispiele sollen hierzu kurz angeführt werden. Der Unfall von Three Mile Island führte zu Krankheit und Tod unter den Menschen und Nutztieren, die in Windrichtung lebten und arbeiteten, wird aber von den US-Regierungsstellen und Sprechern der Industrie beharrlich als ein gut gemanagtes Katstrophenereignis hingestellt, um die Atomkraft als sicher zu verkaufen. [3,4] Nach dem Unfall von Tschernobyl wurden hunderttausende so genannter “Liquidatoren” beim Aufräumen der strahlenden Ruine eingesezt, um mit einem, um das Reaktorgebäude herum konstruierten Betonsarkophag auch die Strahlung zu ‘begraben’.

Nach Angaben des Europäischen Kommitees für Strahlenrisiken (European Committee on Radiation Risk (ECRR)), wurde in den Folgejahren eine geringere Leukämierate in der betroffenen Menschengruppe festgestellt , als in der Allgemeinbevölkerung. Erst später kam dann ans Licht , daß es den sowjetischen Ärzten strikt verboten war, Leukämie als Diagnose zu stellen. [5] (Die Vertuscher des Golfkriegssyndroms wissen sich da wohl auch aus dem Fundus dieser Methoden zu bedienen; d. Übers)

Die ECRR bezog sich auf das Beispiel des Walisischen Krebsregisters, Wales Cancer Registry, das bewusst jahrelang eine gehörige Anzahl von Krebsfällen verschwieg, um nicht ein schlechtes Licht auf die Sellafield Wiederaufarbeitungsanlage in Großbritannien fallen zu lassen. Somit wurde die Bevölkerung still gehalten, und die Schuld für die hohen Krankheitsraten konnten nicht bei der Atomindustrie gesucht werden. [5]

Diese Verfälschungen beschränkten sich nicht nur auf die Krankenstatistiken.

1957 brach ein Feuer im Graphit-Reaktor von Windscale, England aus. (dem jetzigen Sellafield) Die dadurch freigesetzte Strahlenmenge, und die darus resultierende Häufigkeit von Krebserkrankungen in der Bevölkerung von Irland blieb bis heute hart umstritten.

Nach Angaben der ECRR, wurden die meteorologischen Aufzeichnungen irgendwann nach dem Brand verändert “mit der offensichtlichen Intention die eigentliche Sachlage zu verbergen, damit offiziell keinerlei Auswirkungen auf die Bevölkerung festzustellen waren” [5]. In Tsuruga, Japan wütete 1995 im Monju Prototyp des schnellen Brüters ein verheerendes Feuer. Präfektur und Beamte der Stadt stellten später fest, daß die Betreiberfirma die Videobilder des Feuers so manipuliert hatten, daß das eigentliche Ausmaß der Katastrophe versteckt wurde. [6]

Wenn also eine genaue Dokumentation der gesundheitlichen Folgen von Fukuschima erfolgreich sein will, kann das nur unter einer Bedingung geschehen: Das Projekt muss seine Unabhängigkeit von den internationalen Agenturen, die derzeit die Diskussion über Strahlenwirkungen dominieren, behalten. Bekanntlich ist ja das stillschweigende Mandat dieser Organisationen das Atomwaffenprogramm und die Atomindustrie zu unterstützen, und sie tun dies durch die Veröffentlichung betrügerischer wissenschaftlicher Studien, die die Gefahren des in die Umwelt freigesetzten radioaktiven Materials für die Gesundheit herunterspielen. Zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), der Wissenschaftliche Ausschusses zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung der Vereinten Nationen (UNSCEAR) und andere UN-Organisationen veröffentlichten gemeinsam die Studie: Das Vermächtnis von Tschernobyl : Gesundheit, ökologische und sozio-ökonomische Auswirkungen. [7]

Aus dieser Studie wird regelmäßig zitiert und sie gilt als Beweis dafür, daß die Tschernobyl-Katastrophe nur geringe Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hatte. Die Studie befand, dass nur 28 Ersthelfer (Liquidatoren) am Syndrom akuter Strahlenkrankheit gestorben seien, 4.000 Kinder entwickelten Schilddrüsenkrebs, wobei nur lediglich fünfzehn von ihnen bis zum Jahr 2002 gestorben sind. Darüber hinaus wurde geschätzt, dass weitere 4.000 tödliche Krebserkrankungen in der Gesamtbevölkerung auftreten könnten. Diese bereinigte Version der Katastrophe baute von Anfang an auf hinterhältige Methoden auf, da lediglich 350, meist in englischer Sprache verfasste, Informationsquellen zu Rate gezogen wurden, wobei aber gleichzeitig 30.000 wissenschaftliche Publikationen, und 170.000 Informationsquellen in anderen Sprachen als Englisch einfach Ignoriert wurden. [8]

Aus einer publizierten Zusammenfassung dieser großen Menge an Literatur mit dem Titel: ‘Chernobyl: Consequences of the Catastrophe for People and Nature‘, geht hervor, daß der Umfang, der durch diese Katastrophe bedingten Opferzahl, mit bisher 980.000 Fällen zu Buche schlägt. [9]

An einem zweiten Beispiel wird deutlich, wie bewusst eine Reihe von renommierten Institutionen Desinformationen über die Gesundheitsgefahren von Waffen mit abgereichertem Uran verbreiten. Dazu gehören die WHO, IAEO, die Europäische Kommission, die Royal Society in Großbritannien, die Agency for Toxic Substances and Disease Registry in den USA, die Rand Corporation, und die Health Physics Society. [10,11,12,13,14,15,16] Alle Organisationen kommen übereinstimmend zum Schluss, daß abgereichertes Uran keinerlei negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit habe, ob sie nun von Soldaten auf dem Schlachtfeld, oder der in Windrichtung lebenden Bevölkerungsgruppen eingeatmet werden. Die Begründung für diese Schlussfolgerung ergab sich aus einer Meta-Analyse einer Reihe von akademischen Artikeln, die sich mit den Auswirkungen der Urankontamination an Arbeitsplätzen der Waffenindustrie, und den möglichen Risiken bei erhöhten Mengen an Uran in öfffentlichen Trinkwassersystemen befassten. Historisch gesehen werden deswegen nur zwei Arten von gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Bevölkerungsgruppen dokumentiert, einerseits die veränderten Nierenfunktionen aufgrund chemischer Toxizität, und andererseits wird die durch Uran/ Radioaktivität ausgelöste Krebsanfälligekit insgesamt gemessen. Studien an Veteranen, die am Golfkriegs-Syndrom leiden, zeigten keinerlei Anzeichen für eine Nierenerkrankung. Resultate die aufgrund der Modelle der Internationalen Kommission für Strahlenschutz (ICRP) zustande kamen verkündeten, daß die Strahlendosis des im Schlachtfeld eingesetzen abgereicherten Urans (Depleted Uranium , DU) viel zu niedrig sei, um Krebs auszulösen . Das Fazit? Fall erledigt, und zu den Akten gelegt! DU kann als Faktor bei den schweren Leiden der Veteranen, oder das vermehrte Auftreten von Krebs und Geburtsschäden in Falludscha und anderen Gegenden des Irak, nicht infrage kommen.

So überzeugend die Logik dieser Studien in der Öffentlichkeit auch erscheinen mögen, sie leiden alle an fatalen Fehlern.

Sie scheitern alle daran anzuerkennen, dass die aus dem Verbrennungsprozess entstandenen Mikro-und Nano-Partikel von Uran eine einzigartige Biokinetik entwickeln, nachdem sie in den Körper eigedrungen sind. Das ist nicht vergleichbar mit der historischen Typologie der althergebrachten Uranstrahlenrisiken. Auf diese Art wird die Forschung der toxikologischen Auswirkungen von Uran im Innern biologischer Systeme gechickt ausgeblendet. Neuere Forschungen, die seit dem ersten Golfkrieg durchgeführt wurden belegen deutlich, daß Uran durchaus in der Lage ist genotoxische (DNS Schädigungen), zytotoxische (giftig für Zellen), mutagene (Mutationen im Erbmaterial), teratogene (gestörte Embryonalentwicklung) und neurotoxische (giftig fürs Nervengewebe) Schäden auszulösen. Die offizielle Forschung folgt hingegen noch immer dem veralteten Mantra, daß Uran nur in der Lage ist Nierenerkrankungen und Krebs zu verursachen, obwohl eine Neudefinition der Risiken lange überfällig wäre. (Für eine rückhaltlose Offenlegung der betrügerischen verniedlichenden Machenschaften der Wissenschaft, um die Gefahren von DU, und eine Zusammenfassung der aktuellen Forschung über die Toxikologie von Uran finden Sie in folgendem Buch des Autors dieses Artikels: ““The Harlot of Babylon Unmasked: Fraudulent Science and the Cover-Up of the Health Effects of Depleted   Uranium”  in   ”A   Primer   in   the   Art   of   Deception” . Es kann bezogen werden durch:

http://www.du-deceptions.com/ [17]. )

Auch die Strahlenschutz-Gemeinschaft ist infiziert von diesen unheilvollen Denkansätzen. Die japanische Strahlenschutz Forschungsstelle (Radiation Effects Research Foundation) führt an den Überlebenden der Hiroschima-Katastrophe fortlaufend medizinische Untersuchungen durch, um die Auswirkungen der US Atombombenabwürfe zum Ende des Zweiten Weltkrieges an der Gesundheit der Überlebenden zu studieren. Die daraus resultierende ‘Life Span Study’ dient der ICRP (Internationale Kommission für Strahlenschutz) als wichtigste Grundlage, um ihre weltweit angewandten Richtlinien zum Strahlenschutz zu erstellen. Das das Regularium der Strahlenschutz Richtlinien sich so stark auf die ‘Life Span Study’ bezieht, um alle möglichen durch die Risiken der Strahlenfreisetzung ausgelösten Krankheiten und deren Verlauf abzudecken, ist sehr beunruhigend, da diese Studie auf einer Masse von Fehlschlüssen beruht. Die Studie wurde erst fünf Jahre nach den Bombenkatastrophen ins Leben gerufen, nachdem inzwischen Zehntausende von Opfern der Strahlenfolgen längst, den bis dato unbekannten Folgen der Strahlenbelastung, erlegen waren. Deshalb hat diese Studie in der Verharmlosung der Ausmasse und Folgeerscheinungen, schon immer gefährliche Fehlschlüsse über die wirklichen Ausmasse der Strahlenrisiken propagiert. Ferner ist die Studie in Bezug auf eine Aussagekraft über die Effekte der Strahlenwirkung auf den Entwicklungsverlauf von Schwangerschaften und deren Wirkung auf das ungeborene Leben im Mutterleib, völlig wertlos. Noch problematischer ist die Tatsache, daß die Kontrollgruppe sowohl, als auch die Opfergruppe, dem schwarzen Regen, der den Explosionen folgte, ausgesetzt waren. Dieser setzte dann beide Gruppen den Folgen innerlicher Strahlenverseuchung aus. Diese unbeachtete Verseuchung der Kontrollgruppe kompromittiert jede sinnvollen Schlussfolgerungen auf strahleninduzierte Krankheiten in der Studiengruppe. Die ‘Life Span Study’ wird noch durch zahlreiche andere Mängel geplagt, die ernsthafte Fragen aufwerfen, was es höchst fragwürdig macht, daß diese als Herzstück der weltweiten Standards zur Risikoabschätzung von Strahlenwirkungen herangezogen wird.

(Für weitere Informationen zu diesem Thema, betrachten sie sich Sie sich Exhibit C in dem kostenlosen Download unter http://www.du-deceptions )

Die Japaner haben als Opfer der nuklearen Schrecken weit mehr als jedes andere Volk dieser Erde gelitten. Heute sind sie wiederum in einer unmerklichen Tragödie gefangen, die, langsam aber sicher, unweigerlich zu Kummer und millionenfacher Krankheit mit ungewissem Ausgang führen wird.

Als Reaktion auf dieses Verbrechen, existiert allerdings eine seltene Chance die mutig ergriffen werden sollte. Wenn jetzt eine nationale Kampagne unternommen wird, um ehrlich die vielfältigen Auswirkungen der Fukuschima Katastrophe zu dokumentieren, könnte der gesamten Menschheit ein Weg gewiesen werden, die sie aus dem Sumpf von Betrug und Täuschung führen, der ihnen glauben machte, Atomwaffen und Reaktoren seien eine sichere Option für die Zukunft. Die Wahrheit hätte endlich eine Chance zu obsiegen über die Lügengebäude der Profiteure und Kriegsverbrecher, denen menschliches Leid nicht das geringste bedeutet. In einer kleinen, aber bedeutsamen Weise, wäre dieses Projekt zur ehrlichen wissenschaftlichen Aufarbeitung der Katastrophen seinen Anteil dazu beitragen, die Bösartigkeiten von Hiroshima, Nagasaki und Fukuschima abzutragen. Darüberhinaus würde unser gemeinsamer Fundus an Wissen durch notwendige neue Erkenntnisse, Rückschlüsse und Strategien zum Wohl aller Menschen auf eine verbesserte Grundlage gestellt werden.

(Let’s have an upgrade!,; d.Übers)

Bibliografie

[1]  Gordon Edwards. Tepco Confirms the Presence of Radioactive Plutonium and Strontium Contamination. Email newsletter from Gordon Edwards of the Canadian Coalition of Nuclear Responsibility (http://www.ccnr.org/). September 4, 2011.

[2]  Jay Gould, Benjamin Goldman. Deadly Deceit: Low Level Radiation, High Level Cover-Up. New York: Four Walls Eight Windows; 1990.

[3] Sue Sturgis. “Fooling with Disaster? Startling Revelations About Three Mile Island Raise New Doubts Over Nuclear Plant Safety.” Counterpunch. April 3-5, 2009. http://www.counterpunch.org/sturgis04032009.html

[4]  Katagiri Mitsuru, Aileen M. Smith. Three Mile Island: The People’s Testament. (1989), a series of interviews with approximately 250 Three Mile Island (TMI) area residents from 1979 to 1988.

http://www.tmia.com/witness , http://www.tmia.com/node/118

[5]  European Committee on Radiation Risk (ECRR). Recommendations of the European Committee on Radiation Risk: the Health Effects of Ionising Radiation Exposure at Low Doses for Radiation Protection Purposes. Regulators’ Edition.  Brussels; 2003. www.euradcom.org.

[6]  Hiroko Tabuchi. Japan Strains to Fix a Reactor Damaged Before Quake. New York Times. June 17, 2011.

http://www.nytimes.com/2011/06/18/world/asia/18japan.html?_r=3&pagewanted=all

[7]  The Chernobyl Forum. Chernobyl’s Legacy: Health, Environmental

and Socio-economic Impacts. Austria: International Atomic Energy Agency; April, 2006. http://www.iaea.org/Publications/Booklets/Chernobyl/chernobyl.pdf

[8]  Janette D. Sherman. Chernobyl, 25 Years Later. CounterPunch. March 4-6, 2011. http://www.counterpunch.org/2011/03/04/chernobyl-25-years-later/

[9]  A. V. Yablokov, V. B., Nesterenko and A. V. Nesterenko. Chernobyl: Consequences of the Catastrophe for People and Nature.  The New York Academy of Science. 2009. http://books.google.com/books/about/Chernobyl.html?id=g34tNlYOB3AC

[10]  World Health Organization (WHO). Depleted Uranium: Sources, Exposure and Health Effects. Department of Protection of the Human Environment. WHO/SDE/PHE/01.1. Geneva: WHO; 2001.

[11]  International Atomic Energy Agency. Features: Depleted Uranium.

http://www.iaea.org/newscenter/features/du/du_qaa.shtml

[12]  European Commission, Directorate General of Environment. Opinion of the Group of Experts Established According to Article 31 of the Euratom Treaty: Depleted Uranium. March 6, 2001.

[13]  Royal Society. Health Hazards of Depleted Uranium Munitions: Part I. London: Royal Society, March 2002. http://royalsociety.org/uploadedFiles/Royal_Society_Content/policy/publications/2001/10023.pdf

Royal Society. Health Hazards of Depleted Uranium Munitions: Part II. London: Royal Society, March 2002. http://royalsociety.org/policy/publications/2002/health-uranium-munitions-ii/

[14]  Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR). Toxicological Profile for Uranium. U.S. Department of Health and Human Services; 1999.

http://www.atsdr.cdc.gov/toxprofiles/tp.asp?id=440&tid=77

[15]  Naomi H. Harley, Ernest C. Foulkes, Lee H. Hilborne, Arlene Hudson, C.R. Anthony. A Review of the Scientific Literature as it Pertains to Gulf War Illnesses: Volume 7 – Depleted Uranium. Santa Monica: Rand National Defense Research Institute; 1999.

[16] Health Physics Society. http://hps.org/publicinformation/ate/q746.html

[17]  Paul Zimmerman. A Primer in the Art of Deception: The Cult of Nuclearists, Uranium Weapons and Fraudulent Science. 2009. http://www.du-deceptions.com/

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