G7 im französischen Biarritz wirft seine Schatten voraus

Quelle: Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

Vom 24. bis 26. August findet im französischen Biarritz das Treffen der G7-Staatschefs der sieben größten Industrienationen statt; die USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Großbritannien. Russland, das einst zu den G8 gehörte, wurde 2014 nach der angeblichen Krim-Annexion von dem Gipfel ausgeschlossen. Vergangenes Jahr forderte US-Präsident Trump, Russland wieder in den Kreis der größten Industrienationen aufzunehmen.

Wirtschaftsexperten vermuten, dass beim diesjährigen G7-Gipfel über Technologie, Handel und den Internationalen Währungsfonds IWF gesprochen werden könnte. Eines der Hauptthemen könnte die Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze des IWF werden. Lagarde wurde von den EU-Regierungschefs zur Nachfolgerin von Draghi ernannt und wird damit Chefin der EZB. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China könnte Thema in Biarritz sein, aber auch die von Facebook geplante Kryptowährung „Libra“. Boris Johnson als neuer britischer Premier wird zum ersten Mal dabei sein.

Macron hat als Gastgeber den Themenkomplex „Gleichheit“ zum Diskussionsgegenstand gewählt. Daher werden auch Vertreter von G7-Partnerländern nach Biarritz kommen wie aus Australien, Chile, Indien, Südafrika, Burkina Faso, Ägypten, Senegal und Ruanda. Gerüchten zufolge soll Macron zudem vorgehabt haben, den iranischen Präsidenten Rohani zum G7-Gipfel einzuladen, was ein schwerer Affront gegen Trump gewesen wäre. Der Élysée-Palast hatte aber inzwischen dementiert.

Die Stadt am Atlantik wird bereits zur Hochsicherheitszone umfunktioniert. Die Zonen in der Nähe zum Strand sollen besonders überwacht werden. Bürger der Stadt müssen sich durch verschiedene Sicherheitszonen bewegen und ihren Ausweis vorzeigen. Die Bürger bemängeln, weshalb der Gipfel jetzt stattfinden muss, anstatt im Herbst, wenn weniger los ist.

Ein Mitarbeiter und deutscher Aktivist von Radio Dreyeckland in Freiburg, der bereits nach Biarritz angereist war, wurde im Eilverfahren aus dem Land geworfen. Sollte er wieder einreisen, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Anscheinend herrscht dort Panik unter den Sicherheitsbehörden, denn nicht nur im französischen und spanischen Baskenland werden derzeit G7-Gegner mobilisiert, sondern aus ganz Europa werden Kritiker des G7-Gipfels anreisen, um gegen dessen Politik zu protestieren. Auch die Gelbwesten haben bereits ihre Teilnahme angekündigt. Wir werden direkt berichten….

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