Gegen alle Panik: Corona-Infiziertenzahlen in Schweden sinken

Bei uns in Deutschland steigen die Infizierten-Zahlen – oder die Zahl der Menschen, die positiv getestet wurden. Die Konsequenz daraus: Immer mehr Medien, Virologen und Politiker wie Prof. Karl Lauterbach (SPD) fordern beschränkende Maßnahmen, beispielsweise einen erneuten Schul-Lockdown. Schweden wiederum lässt sein Schülerinnen und Schüler seit Monaten bereits zur Schule gehen – der sogenannte schwedische Weg, der in Deutschland weithin kritisiert worden ist. Inzwischen zeigt sich, dass auch der “schwedische Sonderweg” nicht zur weiteren Ausbreitung des Corona-Virus führte. Die Zahlen sinken relativ zu den steigenden Fallzahlen in Deutschland. Der verantwortliche Virologe in Schweden hält mittlerweile einen Mix aus der schwedischen Variante und der meist härteren Lockdown-Variante für die beste Vorgehensweise. Dieser Umstand wird in den Diskussionen in Deutschland weithin verschwiegen: Weder in den großen Printmedien noch in den aktuellen Fernseh-Talkrunden wird der – in diesem Sinne erfolgreiche – schwedische Weg noch thematisiert. Konkret:

“Die Infiziertenzahlen in Schweden sinken seit Anfang Juli. Inzwischen soll die magische Zahl von 500 Infizierten sogar deutlich unterboten sein. Lediglich 300 Neu-Infizierte meldet das Land in Skandinavien noch, auch wenn es keine Maskenpflicht und keine Pflicht zum Social distancing gibt. Damit hatten die Experten hierzulande nicht gerechnet. Schweden hatte mit seiner Freiwilligkeits-Politik stets höhere Zahlen produziert und war massiv kritisiert worden. Vor allem in Alten- und Pflegeheimen kam es zu einem massiven Ausbruch, der auch in Schweden als unnötig und vermeidbar deklariert wird. (….)

Deutschland fühlt sich sicher…

Wir erinnern daran, dass auch die Weltgesundheitsorganisation WHO Schweden dennoch gelobt hatte. Ausgerechnet das WHO, die Weltgesundheitsorganisation, hat jetzt erklärt, die Schweden seien zumindest in dem Sinne ein Vorbild, das man lernen könne.

Schweden hat bis heute keinen Lockdown beschlossen. Schweden hat bis zu 50 Personen starke Versammlungen genehmigt. Dr. Drosten, der bekannte Virologe aus Deutschland, quasi ein Chef-Einflüsterer von Angela Merkel, merkte vor Tagen an: “Aber jetzt sehen wir, das hat nicht gereicht. Die Sterbezahlen gehen rapide nach oben.” Schweden müsse sich schließlich ähnlich verhalten wie wir in Deutschland. Nur seien die Todeszahlen dann deutlich höher als bei uns – im Vergleich zur Größe der Bevölkerung.

Liegt die Sterberate bezogen auf die Einwohnerzahl in Schweden bei ca. 0,256 %, in Deutschland bei 0,078 %. Dennoch hat Schweden zumindest offiziell noch nicht Abschied von der Strategie genommen. Der “Chefepidemiologe” Anders Tegnell räumt ein, die Sterbezahlen seien deutlich höher als erhofft. Dies wäre jedoch in erster Linie ein Problem in den Pflegeheimen. Damit sei das Problem “separat”, insofern das Virus zu einfach in die Heime gekommen sei. Dabei sei die schwedische Strategie insofern richtig, als sie langfristig haltbarer sei als die – unser Einwurf – Merkel-Strategie. Die Weltgesundheitsorganisation ist offenbar derselben Meinung. Der Direktor für Notstände und Katastrophen, Mike Ryan, führte aus: “Wir können möglicherweise von unseren Kollegen in Schweden lernen, wie man zu einer Gesellschaft ohne Lockdown zurückkehrt.” Die Schweden hätten sich dem Virus nur anders angenähert. Es stützte sich “auf seine Beziehung mit seinen Bürgern”. Eine Beziehung, die Angela Merkel offenbar nur ausgesprochen hierarchisch-autoritär kennt. Hier lesen Sie mehr zu den Fakten und warum die WHO sogar ein “Modell der Zukunft” im schwedischen Vorgehen sieht.” Wir verfolgen den schwedischen Weg weiterhin. 

 

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