Gelbwesten in Frankreich kündigen Strategiewechsel an

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Am vergangenen Samstag beim „Akt 32“ sind die Gelbwesten in Frankreich wieder zu ihrer ursprünglichen Strategie zurückgekehrt. Sie sind wieder auf die Straßen und Autobahnen gegangen und wollen mit Blockaden, vor allem an Autobahn-Mautstellen, die Wirtschaft treffen. Ein Sprecher der Gelbwesten-Bewegung, Éric Drouet, sagte gegenüber „RT France“, die Gelbwesten hätten beschlossen, die Wirtschaft direkt zu beeinflussen, berichtet „Deutsch RT“.

In der Bewegung gebe es jetzt eine Wende. Die Demonstrationen und Märsche in Paris würden gestoppt – stattdessen würden sich die Gelbwesten wieder verstärkt auf Blockaden konzentrieren. Drouet sagte, die Demonstrationen in Paris hätten keine Wirkung mehr gezeigt. Seit mehr als sieben Monaten würden die Gelbwesten auf die Straßen gehen – dennoch habe die Regierung die Gelbwesten niemals zu Verhandlungen empfangen, noch habe die Regierung Ankündigungen über eine der Demonstrationen gemacht.

Der bekannte Aktivist der Gelbwesten, Jerôme Rodrigues, begrüßt den Strategiewechsel ebenfalls. Rodigues hatte Ende Januar eine schwere Augenverletzung erlitten, nachdem die Polizei ein Hartgummigeschoss auf ihn abgefeuert hatte. Trotz der Proteste gebe es weiterhin Mautgebühren, so Rodigues. Daher wolle man nun den großen französischen Konzessions- und Baukonzern Vinci mit den Blockaden treffen. Vinci Autoroutes bewirtschaftet rund 4.400 Kilometer Autobahnen in Frankreich. Der Aufruf zu den Verkehrsblockaden blieb nicht ungehört. Die Gelbwesten legten an mehreren Verkehrsknotenpunkten der französischen Autobahnen den Verkehr lahm.

Auch die Zufahrt zur Fähre am Seehafen in Saint-Malo in der Bretagne wurde blockiert. Die Fähren überqueren den Ärmelkanal. Nach drei Stunden hatte die französische Polizei die Blockaden an dem Fährhafen jedoch wieder aufgelöst. Im südfranzösischen Toulouse haben Gelbwesten zudem einzelne Geschäfte, u. a. mit Billigbekleidung (Primark) blockiert.

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