Gelbwesten gegen Macron und Frankreich: Mehr als die Hälfte der Radarfallen zerstört

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Die „Gelbwesten“ in Frankreich haben sich nicht kleinkriegen lassen und demonstrieren weiter. Nun werden am Wochenende viele zehntausend Menschen erwartet. Derweil gelten annähernd 60 % der Radarfallen als zerstört und damit „funktionsunfähig“. Geht es nach dem Innenministerium, sind die Gelbwesten es gewesen….

Innenministerium hält alles für gelb

Es kommt Beobachtern so vor, als würden sich unter dem Begriff der „gelben Westen“ inzwischen alle versammeln dürfen oder müssen, die der Staat ansonsten nicht fassen kann. Das Innenministerium jedenfalls behauptete, dass die über 50 % zerstörten Radarfallen auf das Konto der Demonstranten gehen. Ein kleiner Schönheitsfehler: Der Krieg gegen die Radarfallen muss schon im Sommer begonnen haben. Die „Gelben Westen“ als Gruppe existieren erst seit etwa Oktober. Insofern ist die Aussage des Innenministers zunächst nicht plausibel.

Die Gelben Westen allerdings hatten gefordert, auf Landstraßen möge wieder, wie ehedem, Tempo 90 eingeführt. Die Einführung der Begrenzung auf 80 km/h hatte zu enormen Protesten geführt. Diese werden jetzt offenbar im Nachhinein als Teil der Gelbwesten-Bewegung geführt. Die Kosten der Verschärfung tragen die Bürger ohnehin. Denn die Regierung hat bei 3.200 Radarfallen im Land Einnahmen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro einkalkuliert. Die Kosten, die der Staat den Rasern in Rechnung stellt, fangen bei 68 Euro an und steigen dann je nach Vergehen weiter. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Radarfallen wieder abgebaut werden oder dass ein neues, vielleicht „altes“ Tempolimit eingeführt wird, sehr gering. Der Staat wird sich allenfalls erweichen lassen, wenn er auch hier mit Protesten – weiter – rechnen muss. 75 % der Franzosen wollen jetzt schon das Tempo 80 nicht akzeptieren. Ähnliche Versuche gibt es in Deutschland immerhin noch nicht. Die Tempodiskussionen sind indes schon in vollem Gange.



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