Gelbwesten-Jubiläum: 40.000 Menschen demonstrieren gegen Macron

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Die Bewegung der „Gelbwesten“ in Frankreich hat sich seit inzwischen einem Jahr gehalten. Jetzt feierte die Bewegung in Frankreich ihren einjährigen Geburtstag gefeiert – nicht ohne blutige Auseinandersetzung, wie vermeldet wurde. Gut 40.000 Menschen haben sich am Sonnabend in Frankreich vor allem in den größeren Städten gegen Macron und dessen Reformen gewandt. Unter dem Strich sind zahlreiche Menschen verletzt worden, wie so oft in den vergangenen Monaten.

Gegen neoliberale Politik

Die Politik wendet sich vor allem gegen die neoliberalen Reformen der Macron-Regierung, die beispielsweise Rentner trifft. Die Proteste schienen zwischenzeitlich abzuebben. Dies jedoch ist ein insofern falscher Eindruck, als inzwischen auch Gewerkschaften offenbar damit beginnen, sich mit den „Gelbwesten“ teils zu solidarisieren.

Am Wochenende nun wurde die Bewegung durch offenbar gut 4.000 Polizisten bewacht. Die „junge Welt“ meldete, dass „auf Anweisung des Innenministeriums (…) Spezialeinheiten der CRS (einer republikanischen Sicherheitskompanie)“ die Demonstranten mit Gummigeschossen sowie Tränengas auseinandergetrieben hätten. Sowohl ein Einkaufszentrum wie auch Metrostationen, die als Fluchtort gedient hätten, seien abgeriegelt worden. Umgekehrt haben die Demonstranten im Süden Paris‘ eine Bankfiliale gestürmt bzw. „verwüstet“, Barrikaden in Brand gesetzt und ein Denkmal zertrümmert.

In den vergangenen 12 Monaten sind dem Bericht nach insgesamt bis dato gut 3.000 Demonstranten verhaftet worden oder mussten Geldstrafen bezahlen. Gut 11.000 Menschen seien zumindest „tageweise“ arrestiert worden.

Offenbar ist die Stimmung derzeit weiterhin relativ geladen. So berichtet die „junge Welt“ von einem „namentlich nicht genannten Kommandanten“ der CRS, der warte: „Ich fürchte, dass wir bei einer dieser nächsten Operationen ‚zur Aufrechterhaltung der Ordnung‘ auf der einen oder anderen Seite Tote zu beklagen haben werden.“

Die Proteste scheinen vor allem dahingehend noch nicht beendet, als Macron keine nennenswerten Reformen seiner eigenen Reformen hat vorlegen können. Der Anlass, der vor einem Jahr begründet wurde, lebt fort. Auch an dieser Stelle – klicken Sie hier.

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