Gemeinsames Manöver Pakistans mit Saudi-Arabien und mit China

General Hamid Gul, ehemaliger Chef des pakistanischen Geheimdienstes ISI, hatte sich in einem Interview bei infowars.com im Mai 2011 beschwert, dass  die USA versuchen, einen Konflikt zu provozieren, der zum dritten Weltkrieg führt.

Die Strategie der Kriegstreiber in der Londoner City, Indien gegen Pakistan und China aufzuhetzen, um dann das Zünglein an der Waage spielen zu können, scheint Fortschritte zu machen.

Nun ergreift Pakistan Gegenmaßnahmen:

Die pakistanische und die saudi-arabische Armee veranstalten derzeit ein gemeinsames Manöver. Der pakistanische Armeechef General Ashfaq Parvez Kiyani sagte, dass man mit dem Manöver „al-Samsam 4“ die Verteidigungskraft des pakistanischen Militärs und die Terrorismusbekämpfung fördern wolle. Er äußerte die Hoffnung, dass auch das Manöver der pakistanischen Armee mit China, im nächsten Monat, zur Stärkung der Militärmacht von Islamabad bei der Terrorismusbekämpfung führen werde.
Das dreiwöchige Manöver Pakistans und Saudi-Arabiens hat am Montag dem 26. September in einer Region 150 Kilometer südöstlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad begonnen.[1]

Im Klartext: Die USA bzw. die CIA werden über ihre Terrornetzwerke weitere Angriffe zur Balkanisierung und Destabilisierung Pakistans starten und man bereitet sich darauf vor. Ahmadinejad sagte er am 6. Juni : “Wir haben genaue Informationen, dass Amerika die pakistanischen Atomanlagen sabotieren will, um Pakistan zu kontrollieren und die Regierung und das Volk von Pakistan zu schwächen”.

Aber was hat Saudi-Arabien mit Pakistan am Hut? Die Lage ist verworren.

Saudi-Arabien hat im vorigen Jahr einen Vertrag zum Kauf von Waffen im Werte von 60 Milliarden Dollar aus den USA unterzeichnet, wobei doch das Land keinen Feind in der Region hat. Der Panzerdeal mit Krauss-Maffei (der seltsamerweise völlig aus der Presse verschwunden ist) dürfte da eher ein kleineres Geschäft sein. Zu welchen Zweck dienen die Waffen? Bereitet man sich auf den Krieg gegen den Iran vor?

Das Land spielt für die USA verschiedene und wichtige Rollen im Nahen und Mittleren Osten. So hatten die  Saudis stets  eine ernsthafte Konfrontation der Araber mit dem zionistischen Regime in Israel verhindert. Beispielsweise unterstützten die Saudis in den letzten Jahren Israel beim Angriff auf den Libanon (2006) und auf den Gazastreifen (2009) . Weiterhin unterstützt Saudi-Arabien die Niederschlagung des Volksaufstandes gegen das Regime der Khalifa in Bahrain mit Truppen, während wiederum bahrainische Söldner in Libyen gegen Gaddafi kämpfen. Bahrain ist der Stützpunkt für die 5. US-Flotte und eminent wichtig für den Aufmarsch gegen den Iran. Vor dem Angriff auf den Iran soll nach den Plänen des Pentagon die syrische Regierung unter Assad gestürzt und durch ein Marionettenregiem ersetzt werden. Auch hier mischt Saudi-Arabien entscheidend mit.

Aber wer -wie die Saudis – die USA zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr. Die saudischen Herrscher, die selbst unter dem Druck der von der CIA-Soros-Clique inszeniertenarabischen Frühling” geraten sind, suchen nach einem Verbündeten, der ihnen Schutz vor ihren Freunden bieten kann. Sie wissen, wennn sie nicht mehr gebraucht werden, läßt man sie fallen, wie eine heiße Kartoffel. Pakistan ist immerhin Atommacht.

Saudi-Arabien sucht die Kooperation mit Pakistan und anderen Ländern als Teil des schrittweisen Ausstiegs aus dem zusammenbrechenden US-Imperium. Prinz Turki al-Faisal, eine führende Persönlichkeit der königlichen Familie, bekundete die Wut Riyadhs gegen Washington mit einer Warnung vom 7. Juni an Obama, dass “es verheerende Folgen für US/Saudi Beziehungen haben werde, wenn die Vereinigten Staaten ein UN-Veto einlegten gegen die Anerkennung eines palästinensischen Staates.” Turki schloss mit einer Drohung: “Wir Araber sagten einst Nein zum Frieden, und wir bekamen unsere gerechte Strafe im Jahr 1967 [mit einer vernichtenden militärischen Niederlage] …. Nun sind es die Israelis, die Nein sagen. Ich möchte nicht dort sein, wenn sie ihre wohlverdiente Strafe bekommen.” Diese harten Worte, die die Feindseligkeit der Saudis gegenüber dem Obama-Regime, über die Palästina-Frage hinaus, widerspiegeln, haben hinter verschlossenen Türen in Washington einen regelrechten Schock ausgelöst. Der Besuch des saudischen Prinzen Bandar in Pakistan im März wird allgemein als ein verdecktes Verteidigungsbündnis zwischen diesen beiden Mächten gehandelt, die (zusammen mit Ägypten) als regionale Stützpfeiler des US-Imperiums betrachtet werden. Beide versuchen, das Imperium zu verlassen. Pakistan soll den Saudis Schutz unter dem Atomschirm Islamabads garantiert haben, sowie eine oder mehrere Abteilung pakistanischer Truppen, um eine Farbenrevolution oder andere Destabilisierungsversuche der CIA zu unterdrücken.[2]

Derweil hetzt die Londoner City Indien auf Pakistan:

Als Reaktion auf das am Dienstag zwischen Kabul und Neu-Delhi unterzeichnete Abkommen über eine strategische Partnerschaft, warf der frühere pakistanische Präsident Parvez Musharraf Indien vor, Afghanistan zur Auflehnung gegen Pakistan ermuntern zu wollen. Afghanistan entsende Geheimdienstagenten, Diplomaten und Soldaten nach Indien, damit diese dort gegen Pakistan ausgebildet werden, sagte Musharraf laut AFP am Donnerstag.
Durch den Vertrag können die regionalen Spannungen verschärft werden, denn Islamabad fürchtet, durch die strategische Partnerschaft zwischen Kabul und Neu-Dehli isoliert zu werden. Unterdessen befinden sich zudem die pakistanischen Beziehungen zu den USA auf dem niedrigsten Niveau.[3]

[1]: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/131272-pakistan-und-saudi-arabien-halten-gemeinsames-manoever-ab

[2]: http://www.wearechange.ch/news/83-we-are-change/berichte/2186

[3]: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/131264-musharraf-kritisiert-abkommen-ueber-strategische-partnerschaft-zwischen-indien-und-afghanistan

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