Genfutter aus den USA: Nicht zu erkennen – Label „Ohne Gentechnik“

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Das ist eine ungute Idee für Europa, so jedenfalls Kritiker der Gentechnik. In den USA sind sogenannte „genom-editierte Nutzpflanzen“ an den Markt gekommen. Sojabohnen, die ein „verändertes“ Fettsäureprofil aufweisen, das entsprechend „gesünder“ sein soll. Diese werden in den kommenden Monaten bis Anfang des Jahres 2019 im Handel ankommen – in Form von Speiseölen oder „Müsliriegeln“.

Nicht „gentechnisch verändert“

Dabei gelten diese Sojabohnen rechtlich nicht als „gentechnisch“ verändert. Es gib somit keine Auflagen, wie diese zu nutzen seien. Lebensmittel, die daraus hergestellt werden, können sogar mit dem Werbeetikett „Non-GMO“ ausgewiesen werden. Dies entspricht dem Label „Ohne Gentechnik“, wie es das bei uns in Deutschland gibt.

Die Sojabohnen selbst würden bei uns – noch – als „gentechnisch verändert“ gelten und werden damit noch verboten sein und bleiben.
Bei dem Verfahren werden im Erbgut der Sojabohnen „gezielt Mutationen“ initiiert. Diese sorgen dafür, dass die Sojabohnen weniger „gesättigte Fettsäuren“ enthielten und entsprechend mehr der als wertvoller geltenden Ölsäure. Deren Gehalt liege um einen wesentlichen Anteil über dem von normalen Sojabohnen, heißt es. Somit würden sich bei der Nutzung etwa als Bratöl weniger Trans-Fettsäuren bilden.

Die erste Aussaat fand im Frühjahr 2018 statt. Inzwischen sind 25 verschiedene Produkte, die genomeditiert wurden, mit dem Etikett „Nicht-GVO“ versehen worden.

Das Verfahren wird nicht nur auf Sojabohnen beschränkt, sondern beispielsweise auch auf Weizen angewandt, auf Kartoffeln, auf Raps und Afalfa.

„Abgeschlossen“ ist das Verfahren bislang lediglich bei Sojabohnen. Neben Speiseölen wird es auch für die Herstellung von Salatdressing oder Müsliriegeln verwendet werden. Weitere Markteinführungen stehen für die oben beschriebenen Produkte wie Kartoffeln oder Weizen offenbar bevor. Noch ist derzeit in den EU weder eine Nutzung noch eine Einfuhr solcher Pflanzen rechtlich erlaubt.

Nur: Es lässt sich offenbar nicht nachweisen, ob solche Pflanzen geneditiert sind oder nicht. Insofern ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis geneditierte Pflanzen und Produkte auch bei uns auf dem Markt sind.



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