Gesunde Ernährung: Nur mit viel Geld…

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Nach einer neuen Studie aus Großbritannien können sich zumindest dort die “gesunde Ernährung” nur die Besserverdienenden leisten. Der Ausschuss für Ernährung, Armut, Gesundheit und Umwelt” hat sich an die dortige Regierung gewandt und darum gebeten, die “jahrelange Untätigkeit zu beenden und sicherzustellen, dass eine gesunde, nachhaltige Ernährung für alle zugänglich ist.”

Das alte Leid, das wir auch aus Deutschland kennen: Gerade Briten konsumieren mehr “hochverarbeitete Lebensmittel” als alle anderen. Auch bei uns ist industriell verarbeitete Nahrung weit oben in den Ernährungsplänen. Dies hat vor allem Kostengründe. “Viele der ärmsten Familien (…) haben kaum oder gar keine Wahl”, so ein Mitglied des House of Lords, John Richard Krebs. Sie könnten sich nur genau dieses Essen leisten. Das System würde die Essgewohnheiten damit sogar fördern, da die Preisstellung nicht stimmt.

Deutschland: Machen wir es anders?

Möglicherweise bräuchten weniger verdienende Haushalte also Subventionen – oder die Produzenten bräuchten mehr Subventionen, um günstiger anbieten zu können. Stattdessen fordern die Grünen eine Preiserhöhung für die schlechten Lebensmittel – des Klimaschutzes wegen. Ob dies die Essgewohnheiten ändern wird?

“Die Grünen fordern nun eine CO2-Steuer auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel. Die „Landwirtschaft müsse auch ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagte Grünen-Chef Robert Habeck. Deshalb sollte sie auch in die „Bepreisung“ Klimagasen miteinbezogen werden. In einem vorläufigen Beschluss der Grünen von Mitte November hieß es, dass „die Landwirtschaft noch zu den Sektoren gehöre, die bislang nicht durch den europäischen Emissionshandel erfasst seien. Daher müsse eine Bepreisung von Klimagasen auch für landwirtschaftliche Produkte, angefangen bei tierischen Lebensmitteln, eingeführt werden“, so Habeck.

Wie hoch die CO2-Steuer für die Fleischproduktion werden soll, konkretisierten die Grünen in ihrer Forderung nicht. Es sei aber das Ziel, den Fleischkonsum insgesamt zu reduzieren. Die Erzeugung tierischer Lebensmittel verursache „mehr Klimagase als der Verkehrsbereich“. Daher sei eine „massive Reduktion des Konsums von Tierprodukten notwendig“.

In ihrem Beschluss schreiben die Grünen: „Wir wollen über die Konsequenzen des Fleischkonsums aufklären und setzen uns für mehr Selbstverständlichkeit von vegetarischer und veganer Ernährung ein. In allen öffentlichen Mensen und Kantinen muss es möglich sein, sich bezahlbar vollwertig vegan zu ernähren.“ Die Grünen wollen zudem „Alternativen zu Fleisch aus pflanzlichen Zutaten“ fördern. Für Landwirte soll es „Obergrenzen für den Tierbestand“ geben. Im Gegenzug wollen die Grünen die Ausbildung zur „bio-veganen Landwirtschaft“ und „vegane Kochausbildungen“ ermöglichen.

Der klimapolitische Sprecher der Grünen, Philipp Bruck, ist zufrieden: Die heutige Gesellschaft habe sich weiterentwickelt. Eine Steuer auf Fleisch oder Milch löse keine Panik mehr aus. Der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Udo Hemmerling, kommentierte das Vorhaben der Grünen: “Die Emissionen von Millionen Kühen und Schweinen und zehntausenden Güllebehältern sind nicht konkret mess- und erfassbar. Das unterscheidet Kühe von Kraftwerken“.

Die Forderungen der Grünen sind grotesk. Sicherlich ist erwiesen, dass ein übermäßiger Konsum von tierischen Produkten für die menschliche Gesundheit kontraproduktiv ist. Mit einer Fleischsteuer werden jedoch in erster Linie die Bauern bestraft, welche die CO2-Steuer auf den „Verbraucher“ weitergeben müssen, um finanziell zu überleben. In der Landwirtschaft gibt es weitaus größere und dringlichere Probleme, als eine CO2-Bepreisung.

In erster Linie muss der Einsatz von Pestiziden, die Tieren und Menschen schaden, verboten und durch Alternativen in der Landwirtschaft ersetzt werden. Die Ökolandwirtschaft muss gefördert und rentabel gemacht werden, damit sich Landwirte nach und nach von der konventionellen Landwirtschaft verabschieden und „zurück zur Natur“ kehren können. Massentierhaltung muss verboten und durch artgerechte Tierhaltung ersetzt werden, dann erübrigt sich das Problem der Umweltverschmutzung durch Massentierhaltung ganz ohne CO2-Steuer. Wären die Grünen tatsächlich eine „grüne“ Partei, würden sie sich für die Rückkehr zur Natur einsetzen und nicht für Steuern. Weitere Steuerpläne und den Schritt in die totale Enteignung dokumentieren wir an dieser Stelle.

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