Gesundheitscheck: Frankreich verbietet Smartphones an seinen Schulen

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Überall auf den Straßen starren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihre Smartphones. Die Sucht hat ihren Preis: Die Gesundheit. Das jedenfalls meint derzeit offenbar die französische Politik und hat vor Wochen die Smartphones in Klassenzimmern verboten. Bei uns werden die Smartphones als inzwischen wichtiges „Medium“ in den Schulen fast noch gefördert.

Gesundheitsrisiken…

Das Gesetz in Frankreich wurde wegen angenommener Gesundheitsrisiken erlassen. Nun werden nicht nur Smartphones verboten, sondern auch Smartwatches, also Uhren und Tablets. Das gesetzliche Verbot gilt zudem nicht mehr nur im Unterricht, sondern auch für die Pausen sowie für die „Mittagsmahlzeiten“, wie es heißt.

Verbote in Deutschland sind offenbar schwieriger durchzusetzen. Hier ginge ein solches Verbot über die sogenannte „Kultusministerkonferenz“, KMK, da Schulen „Ländersache“ sind.

In Deutschland empfiehlt sich lediglich ein bestimmter Umgang mit den Smartphones. Demnach sollten die Kleinen unterhalb von drei Jahren überhaupt keinen Umgang haben, ab drei Jahren werden täglich weniger als 30 Minuten empfohlen und sechsjährige Kinder würden maximal 45 bis 60 Minuten solcher „Hör- und Bildschirmmedien“ nutzen sollen. Bis zum heutigen Tag ist für das Alter von 6 bis 18 Jahren keine Nutzungsempfehlung erhältlich.

Grund für die Verbote könnten Studien sein, wie sie etwa mit der „BLIKK-Medien-Studie“ vorliegt. Demnach gäbe es so etwas wie eine Internet-Abhängigkeit, die, sofern ausgebrochen, als „behandlungsbedürfte Erkrankung“ einzustufen sei. Kinder wiederum könnten durch den zu hohen Konsum massive Schäden erleiden.

Fast 17 % der 3-jährigen Kinder, immerhin mehr als 20 % der vierjährigen und annähernd 25 der 5-jährigen Kinder zeigten demnach bereits „altersuntypische Sprachschwächen, wie es heißt. Eine weitere Studie offenbar, dass Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit bereits bei 2- bis 6-jährigen zu beobachten seien – signifikant häufiger als bei Gleichaltrigen, die diese Medien nicht benutzen würden.

Das „Bundesinstitut für Strahlenschutz warnt zudem vor „hochfrequenten elektromagnetischen Strahlen. Deren Auswirkungen seien vor allem für Kinder noch nicht abzuschätzen, heißt es.



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