Giftgasanschlag und der Fall „Skripal“: Herr Maas, wo sind die Beweise?

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Giftgasanschlag und der Fall „Skripal“: Herr Maas, wo sind die Beweise?

Heiko Maas hatte sich als Außenminister besonders eng an die britische Premierministerin May gekuschelt. Er wollte die Hinweise aus London zum Fall „Skripal“ sehr ernst nehmen, wie es vor Wochen hieß. Nun blamieren sich beide Seiten: Es gibt noch immer keine belastbaren Beweise dafür, einen Täter gefunden zu haben. Auch die Tagesschau berichtet bereits darüber.

Russland angeblich verantwortlich

Die Medien in Deutschland waren sich recht schnell einig – im Sinne der Merkel-Regierung, wie schnell offensichtlich wurde. Kommentare, Berichte, Einschätzungen, alle Medien-Sorten wurden gespielt, um Russland an den Pranger zu stellen. Die Unschuldsvermutung gilt in den deutschen Medien in solchen Fällen lange nicht mehr. Nun meldete die Tagesschau, die Regierung habe dem „geheim tagenden parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages“ noch keine Hinweise aus Großbritannien liefern können.

Die einzige belastbare Information besteht darin, dass das Gift Nowitschok gefunden wurde. Dies sei ein chemischer Kampfstoff, hergestellt in der früheren Sowjetunion.

Bislang soll die May-Regierung weder beweisen können, dass dieses Gift tatsächlich im heutigen Russland produziert worden ist und erst recht nicht, dass dahinter die Putin-Regierung stehe. Auch der deutsche Nachrichtendienst steht nach Informationen des „rbb“ blank da. Es gebe zumindest aus eigenen Quellen keinen Nachweis, die diese Schlussfolgerung erlauben würde.

Noch hat sich bislang niemand wahrnehmbar dazu geäußert. Schließlich hatte Deutschland schon vor einigen Wochen immerhin vier russische Diplomaten des Landes verwiesen und sich der internationalen Boykottbewegung gegen Russland somit angeschlossen. Im Verbund mit anderen 25 europäischen Nationen sowie den USA, der NATO als Institution oder auch Kanada.

Heiko Maas, immerhin deutscher Außenminister, hat sich zuletzt etwa Anfang April sehr deutlich wahrnehmbar zu dem Fall ausgelassen. Er sei zwar offen für einen „Dialog mit Russland“, aber zeigte sich dennoch deutlich empört und offenbar auch sicher, dass Russland der Täter gewesen sei.

Was nun, Herr Außenminister?



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