Glyphosat: Neue Entwicklung!

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Eine zumindest für einige Beobachter interessante Nachricht aus den USA zum Glyphosat-Streit von Bayer: Das Unternehmen, das den Glyphosat-Konzern Monsanto übernommen hatte, wird möglicherweise doch keinen Kompromiss mit US-Klägern wg. deren Krebserkrankungen erzielen können. Der “ausgehandelte Kompromiss”, von dem zuletzt stets die Rede war, ist von dem dort zuständigen Bundesrichter Vince Chhabria zurückgewiesen worden – er sei problematisch. Damit ist der Vergleich im Umfang von mehreren Milliarden Dollar wieder in Frage gestellt.

Chhabria wiederum bemängelt den Teil des Vergleichs, in dem der künftige Umgang mit neuen Glyphosat-Klagen geregelt wird.

Milliarden-Kompromiss auf dem Prüfstand

Die Kläger in den USA berufen sich darauf, dass die Verwendung von Glyphosat in den Unkrautvernichtungsmitteln von Monsanto ihre jeweilige Krebs-Erkrankung ausgelöst habe. Der Kompromiss sah nun Entschädigungszahlungen in Höhe von 8,8 bis 9,6 Milliarden Dollar vor. Für die Zukunft wollte Bayer mit diesem Kompromiss die Zahlungen auf 1,25 Milliarden Dollar begrenzen. Darüber solle ein unabhängiges Wissenschaftsgremium befinden. Dies wiederum akzeptiert Chhabria offenbar nicht, insofern damit Richter und Geschworene durch Nicht-Juristen, also Wissenschaftler, ersetzt würden. Zudem zweifelt er Medienberichten nach an, dass diese Lösung für die künftigen Kläger einen Vorteil bringen könnte.

Damit wachsen die Risiken für Bayer. Denn ohne eine solche Einigung wiederum ist das wirtschaftliche Risiko nach oben praktisch kaum zu begrenzen. Die Milliarden-Zahlungen, die der aktuelle Kompromiss mit sich bringen würde, wären in dem Sinne zwecklos, als sich Bayer des Problems nicht entledigen würde.

Es ist weiterhin auf Basis verschiedener Gutachten umstritten, ob und dass Glyphosat Krebserkrankungen auslösen wird. Dennoch haben Pflanzenschutzmittel beispielsweise in der EU noch für einige Jahre eine Genehmigung erhalten. Unter anderem durch die Merkel-Regierung.

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