Glyphosat: Schon wieder erhält Bayer Hilfe von den Behörden…

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Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Darüber hatten wir an dieser Stelle sowie andernorts mehrfach berichtet. In den USA hat es inzwischen über 10.000 Klagen gegen Monsanto, die neue Bayer-Tochter und Hersteller des Herbizids, gegeben. Die Klagen zielen darauf ab, den Hersteller für Krebserkrankungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Bayer erhält Hilfe von den Umweltbehörden….

Jetzt aber hat die Umweltbehörde EPA sich zum wiederholten Male dahingehend geäußert, Glyphosat sei nicht krebserregend. Dies könnte in den USA die Versuche, zumindest einen Vergleich hervorzubringen, noch einmal fördern. Auf der anderen Seite steht unter vielen anderen Aspekten auch noch die Vermutung der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 2015, wonach Glyphosat möglicherweise krebserregend sei. Die „EPA“ könnte jedoch Einfluss auf die Gerichte und damit auch auf den Ausgang der Gerichtsverfahren für die Kläger haben.

Dabei hatte sich ein Bundesgericht bereits anderweitig geäußert…

Diese Entscheidung brachte den Stein ins Rollen

„Ein Bundesgericht in San Francisco hat (…) geurteilt, dass das Pflanzengift Roundup, das den Wirkstoff Glyphosat enthält, krebserregend ist. Die Entscheidung des Gerichts gilt als wegweisend. Angesichts der inzwischen 11.200 Glyphosat-Klagen in den USA dürfte das Urteil heftige Folgen für den Konzern Bayer haben, der im vergangenen Jahr den Agrochemiekonzern Monsanto übernommen hat. Bayer hat 63 Milliarden US-Dollar für die Übernahme bezahlt. Doch der Mega-Deal droht nun zum Mega-Desaster für Bayer zu werden.

Die Jury des Bundesgerichts in San Francisco befand einstimmig, dass Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Hardeman gewesen ist. Mit dem Urteil geht der Prozess nun in die zweite Phase, in der nun geklärt werden soll, ob Monsanto über die Risiken von Glyphosat Bescheid wusste, diese bewusst vertuscht und die Behörden beeinflusst hat. Abschließend muss die Jury dann entscheiden, wieviel Schadenersatz Bayer zahlen muss. Bayer hat bereits im August 2018 ein Verfahren vor einem Gericht des Staates Kalifornien verloren und war zu einer Schadenersatzzahlung von 78 Millionen Dollar verurteilt worden.

Bei dem Gerichtsurteil handelt es sich um einen sogenannten „Bellwether Case“. Das ist eine Musterklage, die richtungsweisend für derartige Prozesse gilt. Allein bei dem Richter des Bundesgerichts in San Francisco liegen mehr als 760 weitere Klagen von Landwirten, Gärtnern und Bürgern gegen Monsanto/Bayer auf dem Tisch. Zudem liegen weitere, repräsentative Fälle auf den Verhandlungstischen der US-Gerichte. Mit dem Urteil des US-Bundesgerichts steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Bayer eine große Zahl der Glyphosat-Klagen verlieren könnte“, so die Vermutung vor knapp einem Jahr. Es kommt anders…

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