Glyphosat-Skandal wird für Bayer teuer – neue Klage

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Jüngst hat sich die Dimension der Gerichtsverfahren gegen Bayer weiter verschärft. Jetzt kam eine neue Klage eines Australiers gegen Monsanto, die Tochter von Bayer und Produzentin von Roundup, dem sogenannten Pflanzenschutzgift. Dessen Wirkstoff Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. In den USA sind die ersten Klagen mit Millionenstrafen beendet worden. Zudem sind weitere mehr als 10.000 Verfahren anhängig.

Los Angeles mit Klage gegen Monsanto

Auch die Stadt Los Angeles hat sich in die Reihe der Klagenden eingereiht. Hier geht es um die Folgen der Nutzung von PCB, einer Chemikalie, der umweltschädliche Wirkungen zugeschrieben werden.

Zudem berichtet „German Foreign Policy“ darüber, dass Glyphosat nach einer Untersuchung in den USA in einigen Nahrungsmitteln enthalten sein soll, die wiederum von Kindern verbraucht werden. Schließlich gibt es ein Problem mit Kritikern, die von Monsanto systematisch ausgeforscht wurden. Die Folgen sind noch nicht absehbar.

Dabei hatte Monsanto offenbar in Frankreich die Kritiker ausspioniert. Dies jedenfalls ergibt sich aus Dokumenten, die im Konzern selbst erstellt worden sind. Der Fall dürfte sich zum Skandal ausweiten, da mehr als 200 „einflussreiche Personen aus Medien, Politik und Wissenschaft gesammelt“, so „German-foreign-policy.com“. Dabei hat der Konzern offenbar die Haltung bzw. Meinung zu Glyphosat regelrecht bewertet und quasi Noten von 1 bis 5 zugeordnet. Potenziell verbündete Personen sind dementsprechend als „zu rekrutieren“ beschrieben worden.

Inzwischen rechnet Bayer offenbar damit, dass es kein schnelles Ende für die Prozesswelle gebe. Man richtet sich demnach darauf ein, „einige Milliarden Euro“ entrichten zu müssen. Die Frage sei nicht mehr „ob“, sondern „wann“ die Strafen folgen.

Erstaunlich, so unsere Einschätzung, dass Bayer angeblich nicht in der Lage gewesen sein soll, den „Hass der US-Bevölkerung“, der jetzt beschrieben wird, einzukalkulieren. Ohne jeden Beleg verweisen wir darauf, dass wir davon ausgehen, Bayer hat diese Möglichkeit gesehen und Monsanto dennoch übernommen. Wurde Bayer etwa förmlich oder informell unter Druck gesetzt? Wir sehen uns den Fall genau an. Klicken Sie hier. 

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