Goldman Sachs: Die Bank in jeder großen Regierung WARNT jetzt vor Risiken

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Goldman Sachs war Arbeitgeber von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank. Die Bank war Arbeitgeber eines wichtigen Mitarbeiters von Olaf Scholz. Die Bank beschäftigt(e) zahlreiche Regierungsmitglieder in den USA. Die Bank ist einfach überall. Jetzt warnt sie die Welt, relativ beiläufig. Es gibt zwei Interpretationsmöglicheiten: Die Bank warnt, um sich selbst bei Anlageprodukten wie Aktien sehr günstig bedienen zu können (nachdem Investoren verkaufen) oder sie stellt damit die Öffentlichkeit auf die tatsächlich fallenden Aussichten nach dem Festival der Niedrigzinsen ein. Das ist eine Glaubenssache, die Warnung selbst hat es in sich.

Goldman Sachs: Renditen sinken

Goldman Sachs wird sich in solchen Ausführungen in der Regel zunächst auf Aktien oder Gold konzentrieren. So auch diesmal: Die „Bank“ geht davon aus, dass der Hauptindex S&P 500 im kommenden Jahr „absolut einstellige Renditen“ erbringen wird. Dies ist für Investoren auf dem entsprechenden Markt eine große Enttäuschung, nach Bereinigung der „Risiken“ – rechnerisch – würde die Rendite um mehr als 50 % gegenüber dem langjährigen Mittel sinken.

Goldman Sachs weist daraufhin, dass auch Bargeld künftig eine Rolle spielen solle. „Zum ersten Mal seit Jahren“ sei diese eine „wettbewerbsfähige Anlageklasse“. Das ist insofern eine sehr überraschende Meldung, als Bargeld in Europa keinerlei Rendite abwirft, nach Abzug der Inflationsrate jedoch sogar an Kaufkraft verliert. Demgegenüber sind die Zinsen in den USA moderat gestiegen. Dennoch: Nach Inflation, so unsere Einschätzung, verliert Bargeld auch in den USA an Kaufkraft.

Goldman Sachs allerdings weist auch auf die Risiken durch die Strafzölle China gegenüber hin. Wenn 25 % Zölle auf die chinesischen Importe anfallen würden, wie Trump es will, dann hätte dies zur Folge, dass eventuell keinerlei Profite mehr entstünden.

Hier wird der Wink mit dem Zaunpfahl offensichtlich: Die Goldman Sachs gilt als Vertreter der Fed, der US-Zentralbank. Donald Trump als deren Gegner. Unsere Wette: Hier findet hinter den Kulissen ein enormer Machtkampf statt. Ob die Einschätzungen von Goldman Sachs richtig sind oder falsch, wird die Zukunft zeigen – der Stimmungskrieg jedenfalls hat begonnen.

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