Größenwahn und Selbstbedienung – Der Krimi um die West-LB

Veröffentlicht am 21.11.2012

30. September 2010. In der Financial Times erscheint eine Anzeige unter der Überschrift: ‘Sale of WestLB AG – Notice inviting expressions of interest’. Die Aufmachung ist betont sachlich, doch die Anzeige hat es in sich. Im Klartext heißt es: Bank zu verkaufen! Geschaltet wurde die Anzeige – auf Druck der Europäischen Union – von Friedrich Merz, der zum Abwicklungsbeauftragten für die WestLB berufen wurde. Im Frühjahr 2011 ist klar: Merz findet keinen Käufer. Er hat dennoch monatelang einige tausend Euro Honorar erhalten – pro Tag. Viel Geld wurde in den Sand gesetzt, bestens verdient daran haben einige Wenige.

43 Jahre und sechs Monate. So lange dauert die Geschichte der WestLB. Lange genug, um eine Reihe von Skandalen hervorzubringen, geprägt durch Größenwahn, Gier und Fehlentscheidungen. Auch politische Intrigen spielten bei der West LB oft eine Rolle – quer durch alle Parteien. Die West LB verlor ein Vermögen. Ergebnis der Skandale ist das Ende der Bank und die Entlassung von mehr als 1.200 Mitarbeitern. Die mächtigste aller Landesbanken wird nun abgewickelt.Wie konnte es dazu kommen? Gier, fatale Fehlspekulationen, menschliches Versagen, skandalöse Personalpolitik? Gab es schon lange einen Plan, die West LB scheitern zu lassen? Oder war der Zusammenbruch vermeidbar? Wenn ja, wer trägt die Schuld für den Niedergang?

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