Große deutsche Banken: Erpressung durch Finanzhai

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Den Gerüchten zufolge könnte die Deutsche Bank mit der Commerzbank fusionieren. Beiden Bankhäusern geht es relativ schlecht, so Kenner. Diese Nachricht wird Sie, falls Sie nicht zufällig Aktionär sind, gegebenenfalls nicht über alle Maße interessieren. Dennoch steckt dahinter ein gewaltiger Vorgang: Finanzminister Scholz „spricht“ nach einem Beitrag der „FAZ“ mit den Banken – und einem Finanzinvestor – „Cerberus“. Dahinter verbergen sich nach Meinung von Kritikern aber ganze Abgründe.

Cerberus: Ein „Finanzhai“

Die Einzelheiten der Gespräche sind nicht bekannt. Es ist nicht unüblich, wenn mit wichtigen Aktionären über bedeutende Vorgänge verhandelt wird. Bei „Cerberus“ liegt der Fall anders. Formal ist dies lediglich eine „Beteiligungsgesellschaft“. Davon gibt es viele. Cerberus allerdings gilt vielen Branchenkennern als „Finanzhai“. Die Gesellschaft sammelt fleißig Geld von Investoren ein und kauft ausgesprochen aggressiv Unternehmen auf, um diese zu zerlegen – in rentable und weniger rentable Teile. Die rentablen Teile werden durch betriebswirtschaftliche Aktivitäten in der Regel noch „fitter“ oder wertvoller gemacht und dann verkauft.

Das Vorgehen im Umgang mit den weniger rentablen Teilen wird in der Regel kritisiert. Anders als die übernommenen Unternehmen gehen solche „Finanzhaie“ rücksichtslos vor. Das heißt, der Anteilseigner der deutschen Banken steht an sich bereits im Rampenlicht. Dramatischer ist der Bericht über das Treffen von Scholz und Cerberus allerdings durch einen anderen Umstand. Über den berichtet niemand:

Cerberus hatte die HSH Nordbank teils aufgekauft. Eine staatliche Bank, die unter anderem dem Stadtstaat Hamburg gehörte. Die HSH Nordbank häufte indes für Hamburg und Schleswig-Holstein Schulden in Höhe von mindestens 13 Milliarden Euro auf. Die Risiken aus dieser Verschuldung übernahm nicht der Käufer, also u.a. Cerberus, sondern die Bundesländer. Es am zu Milliardenverluste und einem massiven Arbeitsplatzverlust. Regierungschef in Hamburg war ursprünglich Olaf Scholz. Der Finanzminister, der sich jetzt wieder mit Cerberus zusammensetzt. An seiner Seite: Sein Staatssekretär Jörg Kukies, vormals beschäftigt bei „Goldman Sachs“. Ob hier die Interessen deutscher Steuerzahler hinreichend vertreten werden?



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