Grüne: Organspende permanent thematisieren

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Geht es nach der Partei der Grünen, wird künftig die „Organspende“ permanent thematisiert. Die Chefin der Partei, Annalena Baerbock, meinte, dieses Thema müsse permanent „auf der Tagesordnung im Bundestag“ stehen. Nur dann könnte die Politik „auch mehr Leben retten“. Dabei helfe das Gesetz, das der Bundestag im Januar beschlossen hatte. Danach müssten die Spenderwilligen sich nicht mehr mit einem Organspendeausweis versorgen, sondern würden direkt digital gespeichert. Damit würden die Kliniken im „entscheidenden Moment viel einfacher“ erkennen können, ob „jemand seine Bereitschaft zur Organspende“ erklärt hatte oder nicht.

Ein weiterer Versuch der Grünen, die Herrschaft über den öffentlichen Diskurs wieder zu gewinnen? Die Grünen selbst haben sich gegen die von Jens Spahn vorgesehene Lösung ausgesprochen, wonach die Bürger zumindest „alle zehn Jahre beim Ausweisholen“ auf die Organspende angesprochen würden. Dem solle ein Hinweis folgen, dass sich die Bürger in das Register eintragen lassen können.

Bei „Bedarf“ sollen auch Hausärzte alle zwei Jahre darüber informieren, dass es die Möglichkeit der Organspende geben würde. Zentrale Fragen blendet die Partei bei den Aufklärungsversuchen aus.

Hirntot: Das große Rätsel

Denn solche Organentnahmen für eine Organspende können nicht vorgenommen werden, wenn die Betreffenden bereits verstorben sind. Lediglich der „hirntot“ muss festgestellt werden. Dass hier dem Ermessenspielraum viel zu viel Einfluss geschenkt wird, liegt auf der Hand. Denn wann Menschen hirntot sind und ob sie nie mehr aus diesem Zustand erwachen würden, gilt noch lange nicht als entschieden. Vielmehr herrschen Zweifel, ob sich ein solcher Zustand einwandfrei feststellen ließe.

Nur: Die Organentnahme und -verwertung ist eine Einnahmequelle, so Kritiker. Deshalb gehe die Politik das Thema nicht an, so der Vorwurf. Die „Grünen“, sonst in zahlreichen scheinbar ethischen Fragestellungen aktiv, sind hier offenbar nicht der Meinung, den Kritikern und deren Kritikpunkten nachgehen zu müssen. Stattdessen werden wir in den Bundestagsdebatten künftig offenbar häufiger mit der Forderung nach der Förderung von Organspenden konfrontiert.

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