Händewaschen: Wie groß ist der Nutzen?

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Der generelle Tipp zur Vorbeugung der Corona-Infektion lautet, zumindest die Hände jeweils 20 Sekunden oder länger zu waschen. Nun hat der Hygiene”experte” Prof. Dr. Klaus-Dieter Zastrow sich gegen über “Sputnik” im Interview dazu geäußert, dies bringe nichts. Denn mit Wasser und Seife ließen sich “vielleicht Schmutz und ein paar Tausend Viren und Bakterien abschwemmen”. Diese seien indes damit nicht tot, sondern würden weiterleben. Möglicherweise im Waschbecken oder auf dem Wasserhahn. Zudem sei es nicht möglich, “alles abzuschwemmen”.

Es reicht “ein Virus”…

Es würde sogar ausreichen, “ein Virus” nicht abzustreifen. Die Vermehrung dieser Erkrankung finde in der Mundhöhle statt und könne also bei einem Geringstbefall bereits die Infektion hervorrufen, so der Facharzt. Der ist immerhin bis 2016 u.a. “Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hygieniker” gewesen. Dabei habe er, heißt es in dem Bericht, Minister sowie auch den Berliner Senat beraten. Schließlich hat er von 1987 bis zum Jahr 1995 auch den Bereich “Übertragbare Krankheiten, Impfwesen und Krankenhaushygiene” des RKI (Robert-Koch-Institut) geleitet. Zudem sei er auch neun Jahre lang Vorsitzender der “Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention” (KRINKO) gewesen – wie auch Geschäftsführer der “ständigen Impfkommission des Bundesgesundheitsamtes. Aktuell ist er nicht nur als Chefarzt, sondern auch als “Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin (IHU)” für die “Vivantes Kliniken Berlin” tätig.

Insofern dürfen die Aussagen als zumindest fachlich fundiert – wenngleich möglicherweise umstritten – gelten. Was folgt daraus? Zunächst wenig, denn Händewaschen als solches schadet auch nicht. Als Schutzmaßnahme jedoch könnte es zu wenig sein – also gilt weiterhin: Führen Sie Ihre Hand möglichst nicht zum Mund, um eine Übertragung zu unterbinden. Und nutzen Sie wenn möglich einfache Handschuhe für die Tätigkeiten im Haushalt. Je weniger Kontakte mit Oberflächen entstehen, desto geringer ist die Anzahl denkbarer Übertragungswege immerhin.

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