„Hamsterkäufe“ in Deutschland: Sollten Sie sich jetzt versorgen?

www.shutterstock.com, Humannet, 123092395

Der Ansturm auf die Supermärkte in Deutschland soll anhalten. Ein Indiz ist der Umstand, dass die Ketten neue Mitarbeiter suchen. So zitiert der „Focus“ den Chef von Rewe, Lionel Souque mit den Worten: „Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben.“ Vor allem scheinen sich die Händler darauf zu konzentrieren, Studenten anzuwerben, die derzeit wegen der Schließung von Universitäten über Zeit verfügen würden. Ein Indiz dafür, dass die Märkte ausverkauft sein würden?

Keine Panik….

Die Rewe-Kette zumindest behauptet: Unsere Märkte bei Rewe und Penny sind gut versorgt und werden das auch bleiben.“ Dabei ist es offenbar noch kein Indiz für Warenknappheit, dass die Regale bisweilen leer blieben. Die Warenversorgung hängt dann nicht von der Herstellung der Lebensmittel ab, sondern von der zeitlichen Frequenz, in der die Märkte beliefert werden. So hat Rewe eigenen Angaben zufolge genau diese Lieferfrequenz in den zurückliegenden Tagen bereits erhöht.

So schildern auch Aldi, Real oder das Kaufland die Lage, ergibt sich aus einer Umfrage der „dpa“. Rewe wiederum betont, dass selbst Warenlieferungen aus dem Ausland aktuell kein Problem darstellen würden. Denn die „Beschränkungen“ im Reiseverkehr bezögen sich nur auf Personen und nicht auf den Warenverkehr. Allerdings:

Wer sich die Bilder im Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich seit den frühen Morgenstunden ansieht, wird feststellen, dass die Lieferkette nicht durch kleinere, sondern durch massive Staus beeinträchtigt wird. Ohne Verweis darauf allerdings betont Rewe, dass die Kette die Lagerbestände erhöht habe, um die „Schwankungen auszugleichen“. Das wiederum ist nachvollziehbar und zunächst eine „beruhigende Nachricht“.

Ohne Panik ausbrechen lassen zu wollen sei jedoch angemerkt: Gerade die Lieferungen aus dem Ausland dürften bei den vorliegenden Grenzkontrollen von „Privaten“ so erheblichen Ausfällen unterliegen, dass die Lagerbestände nicht mit denen normaler Zeiten zu vergleichen sind. Der Tipp: Bargeld hilft. Wenn in der Nachbarschaft hohe Bestände aufgebaut werden, helfen EC-Karten nicht.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

5 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    gibt es das Forum gar nicht mehr oder finde ich es nur nicht mehr???

    Ich war ja heute auch einkaufen, hier bei uns geht es noch so weit. Hier gibt es ja viele Harzer, also sind nur die billigsten Waren ausverkauft (Billigsuppen und Billigkonserven). Aber überall gibt es kein Toilettenpapier :-((

  2. Also unter “hamstern” verstehe ich das unkontrollierte zusammenraffen von Allen, was im mentalen Kurzschlussbetrieb noch erreichbar ist.
    Ich habe feststellen müssen,dass das vor allen bei Werbehörigen auftritt, (mal sehen, was es so gibt…) die rational gar keine Übersicht haben (können), was sie überhaupt benötigen… :-(
    Dann kenne ich noch “bunkern”:
    Kontrolliertes Sammeln, wobei man sogar noch eine Übersicht über seinen Verbrauch im Hinterkopf hat.
    Man holt gewohnheitsmässig das Doppelte…
    Beispiel:
    DDR- 3 Wochen Ungarn, 1 Trabi+4 Personen, kein Forint für Lebensmittel ausgeben.
    Keine Läden, wo man mehr wie 2-3 Stück einer Ware herausschleppen konnte….
    War´ne gute Übung.
    Aber heutzutage ist die rationale Steuerung total verkümmert, deswegen wird eben reflexmässig Toilettenpapier für 20 Jahre Dünnpfiff gekrallt, ohne dass daran gedacht wird, wieviel Rohstoff man dazu vorher benötigt… :-)
    Es ist erschreckend, wenn man sieht, wie die Angewohnheit, sich “treiben zu lassen” (Werbung, Nanny-tum) nun solche “Blüten” hervorbringt
    Schon die Frage,wieviel Zigaretten Einer für 4 Wochen benötigt, wird meist mit Achselzucken beantwortet…
    Gefrühstückt wird beim Bäcker, mittags Pizzeria, abends Döner. Für um die 30-jährige das normale Sorglos-Zoo-Gehege…

    • Ich denke, die Ungarn sind auf dem selben Trip wie die Deutschen. Es gibt kein Mehl,keine Nudeln, keine Konserven, kein Toilettenpapier… usw.

      Die Czardas sind noch bis Ostern geschlossen. Vielleicht auch länger. Wir sind gut versorgt, denn meine Vorsorge ging schon 2006 los. Ich war bis vor kurzem der Meinung, dass alles nicht mehr zu benötigen. Aber jetzt bin ich trotzdem los, um noch ein paar Rollen Toilettenpapier zu besorgen.

      Was ich dann sehen musste ist doch nicht von Pappe. Die Menschen in Ungarn stehen Schlange vor den Apotheken. Bis zum Bürgersteig. Genauso vor dem Fleischerladen…

      Ich verstehe diese Panikkäufe. Denn wenn die Banken schließen, dann ….

Kommentar hinterlassen