Handelsstreit in der Welt nimmt den erwarteten Lauf: Deutscher Autobauer kriselt

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Der Handel ist derzeit weltweit erschwert. Vor allem die gegenseitigen Hemmnisse zwischen den USA und China haben viel Geld gekostet. Dies hat nun Daimler bei der Bilanzvorlage für das Geschäftsjahr 2018 unterstrichen. Der Gewinn ist um 29 % gefallen. Doch nicht nur der China-Streit, auch die Dieselrückrufe sind verantwortlich für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Industrie steht vor dem Umbau. Dank der Politik.

Gegenwind heftig

Daimler muss in der Dieselkrise auch mit Entwicklungen rechnen, die jetzt nicht vollständig absehbar sind. Die Politik in Deutschland verlangt den Umbau zur E-Mobilität. Diese Entwicklung dürfte nach Meinung des Konzerns auch im laufenden Geschäftsjahr 2019 viel Geld kosten. Unter dem Strich wird Daimler den eigenen Erwartungen nach den operativen Gewinn zwar leicht steigern können. Dennoch ist die Entwicklung schwach. Im vergangenen Jahr musste Daimler die eigenen Prognosen gleich zweimal zurückfahren.

Auch die Mitarbeiter spüren die Entwicklung. Die Prämie wird gegenüber dem Vorjahr um etwa gut 730 Euro niedriger ausfallen. Dies ist ein Rückgang von mehr als 10 %. Kündigungen, die „betriebsbedingt“ sind, hat Daimler zunächst ausgeschlossen. Die Jobsicherung, die der Betriebsrat bis zum Jahr 2017 ausgehandelt hat, greift bis Ende 2029.

Dennoch dürften die Zeiten härter werden. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte jederzeit wieder aufbrechen. Gerüchteweise hat es jetzt eine Einigung gegeben. Wie tragfähig die ist, bleibt offen. Der Streit sorgt dafür, dass das wechselseitig die Zölle für Produkte aus dem jeweiligen Exportland angehoben werden. Daimler lässt Automobile in den USA montieren, die dann wiederum in China nur noch zu erschwerten, also teureren Konditionen veräußert werden können. Das Grundproblem für Daimler wird sich demnach 2019 nicht ändern: Der Automobilkonzern hängt an den politischen Entscheidungsträgern. Das Risiko wird nicht geringer, sondern eher größer. (WG)



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