Hedgefonds kauft Aktien von Bayer: Aggressive Monsanto-Politik möglich….

Quelle: LUMIKK555 / Shutterstock.com

Monsanto gilt als einer der großen Albträume kritischer Umweltschützer. Die Mutterfirma Bayer hat genau jenen Kritikern und Beobachtern ein weiteres Ei ins Nest gelegt. Jetzt hat sich ein Hedgefonds an dem Konzern beteiligt, der als besonders aggressiv gilt. Der Hedgefonds nennt sich „Elliot“. Die Aktie legte an den Börsen zu, die Stimmung wird besser – hat Monsanto als Glyphosat-Hersteller damit auch wieder bessere Aussichten?

Paul Singer: 1,1 Milliarden Euro in Bayer investiert

Der Manager des weitgehend frei agierenden Hedgefonds Paus Singer steckte insgesamt ungefähr 1,1 Milliarden Euro in die Aktien des Unternehmens. Er wird, so Branchenbeoachter, schnell versuchen, Einfluss auf die Geschäftsführung zu gewinnen.

Damit ginge wohl auch die mögliche Zerschlagung des Konzerns einher, so die Meinung von Experten, die das Agieren des Hedgefonds seit langer Zeit beobachten. Der Fonds wird versuchen, die Geschäfte mit kontrollieren zu können, Teile des Unternehmens profitabel oder profitabler werden zu lassen, um diese dann zu verkaufen.

Schon jetzt möchte Singer mehr „Rendite“ für die Investoren haben. Dies hatte er bereits – beispielsweise – im Fall des Staates Argentinien gemacht. Deren Staatsanleihen nahm er in einem Umfang von 1,3 Milliarden Dollar auf und bestand nach dem faktischen Staatsbankrott Argentiniens auf der vollen Auszahlung. Andere Gläubiger haben auf etwa 20 % bis 25 % ihrer Forderungen verzichtet. Elliot, der Fonds also, zog vor Gericht und siegte. Argentinien musste zunächst die Forderungen von Hedgefonds bedienen, bevor an andere Gläubiger Geld ausgezahlt wurde.

Das zeigt: Paul Singer setzt seine Interessen knallhart durch. Dies dürfte jetzt vor allem auch im Fall von „Monsanto“ Folgen haben. Die Prozesswelle in den USA läuft zwar, der Investor jedoch wird Bayer deshalb nicht untergehen lassen. Die Forderungen von tausenden Klägern gegen Bayer könnten sich am Ende auf viele Milliarden Dollar, ggf. sogar Billionen summieren. Die ersten Kläger dürfen sich bereits auf viele Millionen Dollar Strafzahlung freuen. 13.000 Klagen stehen noch aus.

Was könnte passieren? Würde Singer die Aufspaltung von Bayer beeinflussen, dürfte Monsanto wieder auf sich allein gestellt werden. Die Forderungen werden nicht mehr durchsetzbar sein. Der Glyposat-Prozess könnte sehr schnell zu einem Rohrkrepierer werden. Und ob Sie dann noch immer mit Glyphosat rechnen müssen, steht noch in den Sternen. Die Genehmigung innerhalb der EU läuft nur noch gut drei Jahre. Schnell könnte es zu einer Verlängerung kommen, die angeblich durch diese Regierung schon abgelehnt wurde. Singer macht jetzt Druck – achten Sie auf den Fortgang. Ab jetzt beobachten wir Monsanto, Bayer und Glyphosat noch genauer. Klicken Sie dafür hier.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen