Heißt der nächste Kanzler jetzt Olaf Scholz – und bleibt Merkel?

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Erst vor einer Woche fand die Landtagswahl (doppelt) statt, die über Angela Merkel und die SPD bzw. deren Zukunft befinden könnte. Die SPD hat zwar enorm verloren, aber Olaf Scholz als nächster Parteivorsitzender steht in den Startlöchern. Derzeit finden in der SPD sogenannte „Regionalkonferenzen“ statt. Diese sollen die Kandidaten für den Vorsitz küren, der Anfang Dezember von einer Mitgliederversammlung dann auch offiziell abgesegnet werden wird. Vieles spricht für Olaf Scholz.

Scholz: Dauergast im Fernsehen

Der Politiker steht für diese GroKo, in dem er als Finanzminister und Vizekanzler viele Fäden in der Hand hält und auch wahrgenommen wird. Der Vizekanzler gilt zwar nicht als besonders originell, wie es vielleicht Gerhard Schröder noch vor der Bundestagswahl war, die ihn zum Kanzler machte. Er hatte in jungen Jahren schon am Zaun zum Bundeskanzleramt gerüttelt. „Ich will hier rein“, hieß es. Nun dürfte auch Angela Merkel Olaf Scholz massiv unterstützen. Schafft es Scholz nun, Vorsitzender zu werden, wird er für die SPD die Bewertung der GroKo-Arbeit im Herbst positiver gestalten als jeder andere Kandidat.

Im Herbst geht es um die Rückschau auf die Ergebnisse der bisherigen GroKo. Scholz möchte, dass die SPD bleibt. Er weiß deshalb auch, dass die „öffentlich-rechtlichen Medien“ ihn stützen, wie wir in dieser Woche bereits vermuteten:

„Die öffentlich-rechtlichen Medien sind offensichtlich erpicht darauf, Olaf Scholz als „den“ Kandidaten zu platzieren. „Berichterstattung“ wäre eine Bericht-Erstattung und kein Kommentar zu dessen Wahlchancen als Parteivorsitzender. Warum wird er hofiert?

Olaf Scholz ist allen öffentlichen Bekenntnissen nach aktuell der einzige der Kandidaten, der an der GroKo von Angela Merkel festhält. Zudem ist er Bundesfinanzminister und hätte, so darf unterstellt werden, vielleicht Interesse daran, seinen Job und seine Funktion zu behalten. Verständlich, denn dann wäre der SPD-Parteivorsitz auch ein Sprungbrett dafür, Spitzenkandidat der Partei im Bundestagswahlkampf zu sein. Als Kanzlerkandidat hat er im Paket mit Grünen und „Linken“ möglicherweise sogar die Chance, wider Erwarten zum Kanzler zu werden.

Olaf Scholz dürfte in den kommenden Tagen und vielleicht auch Wochen weiter hofiert werden. Noch vor Monaten hatte er beschrieben, auf keinen Fall für den Vorsitz zu kandidieren. Es wäre nicht erstaunlich, wenn Scholz von Merkel dazu gedrängt worden ist, für die SPD zu kandidieren.“

Entscheidend ist die Frage, welchen Preis Angela Merkel für ihre Fortführungsgarantie, die dies faktisch wäre, zahlt. Schafft die SPD es, die sogenannte Sozialdemokratisierung der CDU fortzusetzen? Lesen Sie selbst….

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