Helikopter-Geld für alle: Der neue Plan der EZB? Das wäre Vermögensvernichtung

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„Helikopter“-Geld könnte eine Lösung für die Probleme der EU und der EZB sein, meinen Beobachter angesichts der weiterhin niedrigen Inflationsrate derzeit. Die Inflationsrate ist zu niedrig, die Wirtschaft droht in eine Rezession zu geraten, heißt es. Helikopter-Geld nennt sich eine Maßnahme, bei der die Zentralbank, hier die EZB, Geld verschenkt. An Verbraucher. 1.000, 5.000 oder 10.000 Euro. Auf dass die Verbraucher dann einfach kaufen. Das allerdings wäre am Ende Vermögensvernichtung.

Instrument wurde in den USA schon genutzt

Dieser Plan liest sich wie ein Stück aus dem Märchenbuch. Warum sollte eine Zentralbank Geld verschenken? Die USA haben es in der Ära von George Bush jun. bereits gemacht. Sie haben Geld verschenkt. Formal handelte es sich um Steuergutschriften, die an die Haushalte gingen. Sinn und Zweck auch hier: Die Stimulanz der Volkswirtschaft.

Ob es gut gegangen ist, lässt sich nicht messen. Erstens war dies eine einmalige Aktion in relativ geringem Umfang, zweitens lassen sich die Einflussgrößen einer Volkswirtschaft entgegen der Annahme zahlreicher Volkswirte nicht immer so exakt bestimmen.

Die USA haben sich nach der Finanzkrise dennoch recht ordentlich entwickelt, auch wenn die Schulden des Staates munter weiter explodieren.

In der EU ist dieser Schritt sogar relativ verzweifelt, da eine zu niedrige Inflationsrate schnell in eine „Deflation“ umschlagen kann. Sinken die Preise, zögern Haushalte und Unternehmen mit Investitionen. Immer in der Erwartung, dass a) die Preise weiter sinken könnten und b), dass es der Wirtschaft offenbar nicht besonders gut geht.
Helikoptergeld „könnte“ helfen. In Kombination mit den ohnehin deutlichen Geldspritzen der vergangenen Jahre allerdings wäre dies eine Vermögensvernichtung.

Geld, das zusätzlich gedruckt wird, um es dann zu verschenken, entwertet das vorhandene Geld. Auf einer kleinen Ebene nicht sichtbar, wenn das Instrument großflächig angewandt würde, dann wäre es schnell so weit. Der Euro würde deutlichst verlieren. Und das wäre am Ende eine richtige Kapitalvernichtung.

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