Immuntherapien „mit Chemotherapie“: Sehr zur Freude der Industrie

www.shutterstock.com, Daria Serdtseva, 795124699

Wieder berichtet ein Mainstream-Medium über die jüngsten Forschungserfolge in der Immuntherapie. Der „Focus“ lässt den Onkologen Dominik Rüttinger zu Wort kommen, dem Vorstandsmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Immun- und Targeted-Therapie“ (DGFIT). Der verweist auf das „Ziel der Krebs-Immuntherapie“, „die körpereigene Abwehr wieder so gegen die Krebszellen zu richten, dass sie kontrolliert und abgetötet werden“.

Am Anfang habe die Beobachtung gestanden, Infektionen würden manchmal den Krebs zum Verschwinden gebracht haben. Dies sei eine „Immunreaktion“ – die allerdings alternative Mediziner schon lange behaupten, wie Kritiker erinnern. So bleiben auch „künstlich erzeugte Infektionen“ in Bezug auf Krebserkrankungen „lange erfolglos“, wie es heißt.

Chemotherapie wird verteidigt

Dabei würde, so der Funktionär, die neue Immuntherpaie dann besonders hilfreich sein, wenn sie mit der Chemotherapie kombiniert würde. Erstaunlich, würde die Alternativmedizin hier einwenden. Denn genau dies soll(te) vermieden werden – die Chemotherapie ist bloße Symptombekämpfung und kann ggf. einzelne Symptome „wegheilen“, indem der ganze Körper vergiftet würde. Hier merkt die Alternativmedizin auf – und deshalb erinnern wir an ähnliche Ausführungen zum Thema.

„Jüngst wurde eine Studie veröffentlicht, die einen Durchbruch in der Krebsforschung und -behandlung darstellen kann. So haben Forscher in Großbritannien nach einer Meldung von „The Telegraph“ nun, wie es heißt, „zufällig“ Immunzellen gefunden, die verschiedene Krebsarten töten könnten. Diese neuen T-Zellen verfügen demnach über einen noch nicht bekannten Rezeptor, der sich mit einem „Haken“ an die Krebszellen krallen könne und entsprechend bekämpfe.

Gesunde Zellen bleiben erhalten

Eine Besonderheit bestehe darin, dass die gesunden Zellen im Körper dabei von den T-Zellen ignoriert würden. Dies sei daher die Chance, eventuell „jeden Patienten zu behandeln“, wie es bei der Cardiff University heißt. Prof. Andre Sewell sieht die Möglichkeit, verschiedenste Arten wie etwa Blut-, Brust-, Dickdarm-, Knochen-, Eierstock- und Gebärmutterhalskrebszellen damit anzugreifen und deren Ausbreitung durch Zerstörung zu verhindern.

Die T-Zellen wäre möglicherweise in der Lage, heißt es, mithilfe eines Moleküls namens MR1 die Krebszellen aufzuspüren. Dementsprechend sei das Potenzial der Anwendungen besonders groß. Allerdings stehen die Forschungen in dem Sinne am Anfang, als noch keine weitreichenden Untersuchungen vorliegen, die über die Anzahl der verschiedenen Krebsarten Auskunft geben könnten. Dennoch sind die Forscher optimistisch, dass das Potenzial der Anwendungen sehr groß sei. Die selbstständige Entdeckung von Krebszellen und die schonende Zerstörung wären eine Anwendungsform, die, so lässt sich vermuten, giftige Zerstörungsformen wie Chemotherapien oder Bestrahlungen in vielen Fällen verdrängen könnte. Insofern dürfte die Pharmaindustrie in diesem Zusammenhang hellhörig werden, so Beobachter. Die Forschung selbst könnte deshalb vor allem dann gelingen, wenn die Industrie selbst wiederum als Profiteur beteiligt sein würde. Deshalb wird es wichtig sein und bleiben, die Ergebnisse dieser Forschung in den kommenden Jahren und sogar Monaten zu beobachten, so Kritiker.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen