Iran beschuldigt Siemens der Sabotage seiner Atomkraftwerke


Der Iran beschuldigt den Münchner Technologiekonzern Siemens der versuchten Sabotage seiner Atomanlagen mit Minisprengsätzen.

Alaeddin Borudjerdi

Sicherheitsexperten hätten die Explosivstoffe in Geräten entdeckt, die die Regierung in Teheran für ihr Atomprogramm gekauft habe, sagte der iranische Abgeordnete Alaeddin Borudjerdi am Samstag. “Die Geräte sollten nach der Inbetriebnahme explodieren, um unsere Systeme zu zerstören”, sagte er. Borudjerdis Angaben zufolge war der Sprengstoff in einem Siemens-Werk in die Geräte eingebaut worden. Die iranischen Behörden gingen davon aus, dass so die Urananreicherung gestört werden sollte.

Experten hätten den Sprengstoff jedoch von den Geräten entfernen können, bevor er habe explodieren können. “Die Weisheit unserer Experten konnte die Verschwörung unserer Feinde durchkreuzen”, sagte Borudjerdi, der dem parlamentarischen Sicherheitsausschuss vorsitzt.

Siemens wies die Beschuldigung zurück und sagte, dass seine Nukelarsparte habe seit dem Sturz des Schahs 1979 keine Geschäfte mehr mit dem Iran getätigt habe. “Siemens weist alle Anschuldigungen zurück und betont, dass wir keinerlei Geschäftsverbindungen bezüglich des iranischen Nukleaprogramm haben”, sagte Alexander Machowetz, der Sprecher der Münchner Firma.

Der Iran scheut sich jedoch nicht, Siemens noch tiefer in Verlegenheit zu bringen, indem er Siemens nicht nur des Bruchs des internationalen Embargos beschuldigt, sondern auch behauptet, die eigenen Produkte zu sabotieren.

Einige iranische Regierungsvertreter haben in der Vergangenheit behauptet, dass spezifische europäische Firmen manipulierte Ausrüstungsgegenstände mit dem Wissen amerikanischer Geheimdienste an den Iran verkauft hätten, weil ihre Verkäufe dem Nuklearprogramm des Iran mehr gechadet als genutzt hätten. Die Sabotagekampagne des Westens – so der Iran – umfasste auch die Entführung und Ermordung von Wissenschaftlern, den Verkauf  fehlerhafter Ausrüstung und die Einschleusung des Computerwurms Stuxnet, der für 2010 für eine Zeit die Urananreicherung des Iran lahmlegte.

Am 12. Februar 2012 berichteten wir unter dem Titel ” NBC-Bericht über israelischen Terror im Iran”:

Teheran (IRIB) – Nach Angaben des Vizevorsitzenden des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament Hassan Ebrahimi wird der Bericht des US-Senders NBC News über eine offensichtliche Beteiligung Israels an Terroranschlägen auf iranische Atomwissenschaftler als ein wichtiges und handfestes Dokument über die Verbrechen, die Israel, unterstützt von den USA, am iranischen Volk begeht, juristisch verfolgt.

Eine Vorfolgung dieses Dokumentes durch das iranische Parlament und das Außenministerium könne zur weiteren Bloßstellung der USA und des zionistischen Regimes vor der Weltöffentlichkeit beitragen, sagte Ebrahimi und fügte hinzu, die Welt solle über die Lügen der USA und Israels bezüglich der Verteidigung der Menschrechte aufgeklärt werden.
Am vergangenen Donnerstag berichtete der US-Sender NBC News, dass Mossad-Agenten Mitglieder der Terrororganisation Munafeqin, die sogenannten Volksmudschaheddin ausbilden, um iranische Atomwissenschaftler zu ermorden. Präsident Obama sei über diese Geheimoperation informiert. US-Offizielle hätten dem Sender dies bestätigt.
Die Israelis bezahlen die Mudschaheddin, bilden sie aus, trainieren für die Ausübung von Anschlägen mit Motorrädern und Bomben und geben ihnen logistische Unterstützung. Zu Übungszwecken wurde selbst das Haus eines iranischen Atomwissenschaftlers im besetzten Palästina nachgebaut, damit das Mordkommando sich mit dem Gebäude vor dem Anschlag vertraut machen konnte.
Obwohl die Munafeqin seit Jahren Bombenanschläge im Iran verüben, auch auf Moscheen, mit zahllosen Opfern unter der Zivilbevölkerung, haben sie es durch Lobby-Arbeit geschafft in England und in der EU von der Liste der Terrororganisationen gestrichen zu werden…

Vorwürfe gegen die IAEA

Fereydoun Abbasi

Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde hat die Internationale Atomenergiebehörde IAEA als verantwortlich für einen möglichen israelischen Angriff auf Iran bezeichnet. Fereydoun Abbasi sagte am Montag, dass “Terroristen und Saboteure” die IAEA infiltriert haben könnten, um Irans Atomprogramm zu sabotieren. Sehr bezeichnend seien zwei vorausgehende Sabotageanschläge auf das Nuklearprogramm seines Landes gewesen; er forderte die Schuldigen auf, es noch einmal zu versuchen, damit sie lernen könnten, wie sich sein Land vor solchen Attacken schütze.

Abbasi, der auch iranischer Vizepräsident ist, meinte darüber hinaus in einem Exklusiv-Interview am gestrigen Mittwoch mit Press TV : „Im Falle eines Angriffs des zionistischen Regimes und der USA auf iranische Atomanlagen, wird die IR Iran die Internationale Atomenergieorganisation als verantwortlich für diesen Angriff wissen.“

Abbasi wies auf die Informationen hin , die Iran der IAEA zur Verfügung gestellt hat und sagte, dass diese Informationen, bevor sie Yukija Amano, der Leiter dieser Behörde bei der IAEA-Sitzung, vorgetragen hatte, in die Hände “unberechtigter Institute” gekommen seien. Er fügte hinzu: „Wenn Amano die iranische Forderung nach einer Nichtverbreitung der Informationen ignoriert, wird Iran ihn als verantwortlich für die terroristischen Sabotagen und militärischen Angriffe auf iranische Atomanlagen wissen.“

Die politisch und militärisch Verantwortlichen der IR Iran haben mehrfach bekannt gegeben, dass Iran keinesfalls einen Krieg beginnen werde, aber jegliche Bedrohung und jeglichen möglichen militärischen Angriff der Feinde, insbesondere des zionistischen Regimes, mit Entschlossenheit beantworten werde.

Der ganze Iran-Zirkus beruht wahrscheinlich auf gefälschten Dokumenten

Seit 2007 verlangt die Internationale Atomenergiekommission (IAEA) – unterstützt von den USA, Israel, Großbritannien, Frankreich und Deutschland – dass der Iran zu einem Satz von angeblich internen Dokumenten Stellung beziehen soll, die ein verdecktes militärisches Programm zur Forschung an und zur Entwicklung von Nuklearwaffen beschrieben. Die „Laptop-Dokumente“, welche angeblich von einem gestohlenen iranischen Computer stammen und 2004 von einer nicht bekannten Person (ausgerechnet!) der CIA übergeben wurden, beinhalten eine Reihe von Zeichnungen über den Wiedereintrittskörper der Rakete und Berichte von Tests an hochexplosiven Sprengstoffen, die als Zünder für Nuklearwaffen eingesetzt werden könnten.

Die ganze Dokumentenherkunftsgeschichte klingt für sich schon mehr als verdächtig.

In einem Bericht nach dem anderen hat die IAEA unterstellt, dass der Iran keine Kooperationswilligkeit gezeigt habe, diese Forschung aufzuklären und dass die IAEA aus diesem Grunde nicht ausschließen könne, dass der Iran nicht doch nukleares Material für militärische Forschungen abgezweigt hätte.

Dieser Vorwurf ist das zentrale Argument der USA in ihrer Politik gegenüber dem Iran. Die Obama-Administration sagt, sie könne solange keine diplomatischen Verhandlungen mit dem Iran führen, als der Iran die Vorgaben der IAEA in Bezug auf das angebliche militärische Waffenprogramm nicht erfülle.

Diese Position basiert auf der Voraussetzung, dass die Dokumente der CIA echt sind. Genau das jedoch steht im Zweifel, denn schon lange liegen starke Indizien vor, dass diese gefälscht sind.

Es haben sich mehrere Unstimmigkeiten gezeigt; so ist eines der vermeintlichen geheimen Iran- Nuklearprojekte mit einer Projektnummer versehen, welche von der Zivilbehörde des iranischen Atomprogramms schon Jahre vorher vergeben wurde. Die Hinweise auf Fälschungen stellen das Hauptargument der Politik des Westens und der IAEA gegenüber dem Iran in Frage. Die Dokumente selbst enthielten Konstruktionszeichnungen des falschen Raketensprengkopfes und des falschen Wiedereintrittskörpers.

Mitte Juni 2005 versuchte die Bush-Regierung die IAEA voll hinter ihre Position zu bringen und diese zu bewegen, die Sache vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen. Der US-Unterstaatssekretär Robert Joseph machte daraufhin in Wien vor den führenden Vertretern der IAEA eine formale Präsentation über die angeblichen nuklearen Waffenprogramme der Iraner. Er warf 18 verschiedene technische Zeichnungen auf die Projektionsfläche. Als die IAEA-Analysten Zugang zu den Zeichnungen erhielten, bemerkten sie die Unstimmigkeiten.

Der frühere Chef des Sicherungsdepartements der IAEA, Olli Heinonen, der die Position der IAEA bezüglich der Dokumente in der Zeit von 2005 bis 2010 bestimmte, konnte keine vernünftige Erklärung für die Unstimmigkeiten abgeben und leidet an Erinnerungslücken.

Als im Jahre 2008 die Angelegenheit mit der falschen Projektnummer innerhalb der IAEA bekannt wurde, verlangten mehrere Mitarbeiter, dass sich die IAEA öffentlich von den „Dokumenten“ des CIA distanzieren müsse. Aber die IAEA-Berichte wurden davon nicht beeinflusst; im Gegenteil, seit dem Bericht vom Mai 2008 verstärkte die IAEA noch den Eindruch, die Dokumente seinen echt.

Hinter den Kulissen entbrannte nun ein Konflikt zwischen Olli Heinonen und dem Generalsekretär der IAEA, Mohammed ElBaradai, der den Dokumenten skeptisch gegenüberstand. ElBaradai wurde daraufhin von Diplomaten aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien unter Druck gesetzt, die Sicht Olli Heinonens zu unterstützen. ElBaradai ließ sich jedoch nicht erpressen und erklärte am 1.Oktober 2009 vor der indischen Zeitung „The Hindu“:

„Die IAEA macht absolut keine Aussagen darüber, ob der Iran vorher überhaupt Waffenforschung betrieb, weil die Authentizität der Dokumente sehr fragwürdig ist“.

Hinweise für Israels Rolle in der Angelegenheit

Der Ursprung der Dokumente wird wohl nie mehr nachvollziehbar sein; aber die Spur führt nach Israel. Schon 1995 versuchte der Chef des israelischen Militärforschungszentrums Yaaakov Amidror vergeblich, seine amerikanischen Partner davon zu überzeugen, dass Iran Atomwaffen entwickle. Im Jahre 2003 begann der Mossad mit einem Programm, dessen Ziel es war, Einfluss auf die Diskussion um Irans Nuklearbewaffnung zu nehmen. Im Zuge dieses Programms tauchten einschlägige „Dokumente“ in der Presse und in Regierungskreisen auf.

Im Zuge der weiteren Kampagnen, Iran der heimlichen Atomwaffenforschung zu beschuldigen, führte die IAEA im Januar 2005 und im November Untersuchungen in der Zentrale der iranischen Militärforschung in Parchin durch, wobei die Mitarbeiter der IAEA völlig freien Zugang zur Anlage hatten. Sie fanden keinerlei Hinweise auf irgendein militärisches Atomwaffenprogramm.

Nachdem der Mossad versucht hatte, im Laufe der Zeit eine neue Story über ein iranisches Atomwaffenprogramm in Umlauf zu bringen, die aber weder vom CIA noch von der IAEA geglaubt wurde, tauchte zwischen Februar und März 2005 ein anderes – angeblich iranisches – Dokument auf, das sich mit der „kleinen Bombe“ befasst, klein genug, dass sie in das Wiedereintrittsystem der Shahab-3-Rakete passt. Das Dokument wurde der IAEA von einem „Mitgliedsstaat“ übergeben, dessen Name in dem entsprechenden, unveröffentlichten Bericht der IAEA nicht genannt wurde. Es war wahrscheinlich Israel.

Quellen:

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