Iran: Ehemaliger US-Justizminister verurteilt USA und Israel

Der ehemalige US-Justizminister Ramsey Clark

Washington (IRIB) – Laut Bericht der Webseite Pan African News verurteilte der ehemalige US-Justizminister Ramsey Clark in einer Erklärung den jüngsten Terroranschlag auf einen iranischen Wissenschaftler und forderte die Einstellung von psychischen Agitationen und terroristischen Handlungen durch die USA.

Der ehemalige US-Justizminister hob in einer Erklärung hervor, zwar habe US-Außenministerin Hillary Clinton jegliche Intervention dieses Landes in den Terroranschlag auf den iranischen Atomwissenschaftler zurückgewiesen, aber man könnte diese wichtige Tatsachen nicht leugnen, dass die USA und Israel den Iran offen als Feind bezeichnet und bekannt gegeben haben, sie würden sich für einen Regierungswechsel in Iran jeglicher erforderlicher Instrumentarien, selbst eines Militärschlages bedienen. Sie beschuldigen diesbezüglich Iran auch des Versuches der Herstellung einer Atombombe.
Ramsey Clark hob in dieser Erklärung zudem hervor, dass alle Sanktionen, Sabotagen und Bedrohungen eine gefährliche Phase erreicht hätten, wie z.B. die Entsendung von nukleargetriebenen Flugzeugträgern und amerikanischen Zerstörern in den Persischen Golf und die Verhängung schärferer Sanktionen gegen den iranischen Wirtschafts- und Finanzsektor, ja sogar gegen das iranische Öl. All diese Maßnahmen seien Bedrohungen für den Frieden und eine Verletzung der internationalen Gesetze.

http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/201730-ramsey-clark

Wer ist Ramsey Clark?

William Ramsey Clark (* 18. Dezember 1927 in Dallas, Texas) ist ein US-amerikanischer Jurist, Politiker (Demokratische Partei) und Friedensaktivist, der während der Amtszeit von Lyndon B. Johnson der 66. Justizminister (Attorney General) in der Geschichte der USA war. Clark erhielt den Gandhi Peace Award. Er ist der Sohn eines weiteren Justizministers und Richters (Justice) am Supreme Court (dem obersten US-amerikanischen Gerichtshof), Tom C. Clark.

Clark diente in der Armee bei den Marines in den Jahren 1945 und 1946. Anschließend erhielt er den B. A. von der University of Texas in Austin im Jahre 1949 und den M. A. und J. D. der University of Chicago 1950.

Er wurde am Supreme Court 1956 zugelassen. Von 1951 bis 1961 war er Teilhaber und Partner der Anwaltsfirma Clark, Reed and Clark. Ab 1961 arbeitete er unter Präsident John F. Kennedy als Assistant Attorney General für das Justizministerium; 1965 wurde er Deputy Attorney General und somit Stellvertreter von Minister Nicholas Katzenbach. Als dessen Nachfolger trat er am 10. März 1967 dem Kabinett von Präsident Johnson bei, in dem er bis zum 20. Januar 1969 verblieb. Während seiner Zeit im Justizministerium wurde dort der Atomwaffensperrvertrag ausgearbeitet.

Unter Leitung von Ramsey Clark wurde im Februar 1992 ein Tribunal gebildet, welches die USA in 19 Anklagepunkten beschuldigte, im Golfkrieg gegen den Irak Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Das Tribunal setzte sich aus 21 Richtern der verschiedensten Ethnien und Religionen zusammen.

Am 27. November 2005 gab Clark bekannt, dass er den ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein verteidigen wolle. Er übernahm zusammen mit seinen katarischen Kollegen Najib al-Nuaimi die Verteidigung Husseins – der Prozess wurde unter dem Vorsitz von Richter Risgar Mohammed Amin geführt.

Am 18. März 2006 nahm er an der Beerdigung des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević teil. Vor dem Parlament in Belgrad, wo Miloševićs Sarg aufgebahrt war, hielt er eine Rede: „Die Geschichte wird beweisen, dass Milošević im Recht war. Anklagen sind nur Anklagen. Das Tribunal hatte keine Beweise.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Ramsey_Clark

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