Irans Marinemanöver fällt mit US-israelischen Manöver zusammen

Freitag, den 6. Januar 2012

Irans kürzlich angekündigtes “massives” Flottenmanöver, welches in den nächsten Wochen in der Strasse von Hormus stattfinden soll, fällt zeitlich mit einer großen US-israelischen Übung in derselben Region zusammen; dadurch erhöht sich die Chance, dass eine der beiden Seiten einen Krieggrund provozieren könnte.

Der Flottenkommandeur der Revolutionsgarden Admiral Ali Fadavi sagte der iranischen Nachrichtenagentur Fars News Agency letzten Abend, dass die kommende Übung sich von den vorhergehenden unterscheide.

Irans Ankündigung von noch mehr militärischen Übungen folgte einer Eskalation der Rhetorik, nachdem die USA die USS John C. Stennis mitten in die iranischen Übungen zur Sperrung der Strasse von Hormus schickten. Der Iran reagierte darauf während der Manöver mit dem Abfeuern von Raketen und forderte den US-Flugzeugträger auf, sich vom persischen Golf fernzuhalten.

Flugzeugträger USS John C. Stennis

Das US-israelische Marinemanöver mit dem Namen Austere Challenge 12 wird das größte seiner Art zwischen den beiden Mächten sein und soll das Verteidigungssstem und die Zusammenarbeit zwischen den amerikanischen und israelischen Streitkräften verbessern.

Die Überlappung der beiden Manöver inmitten der steigenden Spannungen möge daran erinnern, dass die Bush-Administration einst darüber dikutierte, einen Angriff unter falscher Flagge zu starten. Dabei sollten iranische Patrouillenboote US-Schiffe angreifen und dieser Angriff sollte als Vorwand für den Krieg dienen.

Im Januar 2008 verkündete die US-Regierung, dass sie nur Momente von einer Eröffnung des Feuers auf eine Gruppe von iranischen Patrouillenbooten in der Strasse von Hormus entfernt war, nachdem die Boote angeblich eine Warnung gefunkt hatten, dass sie die US-Schiffe angreifen würden.

Der Iran produzierte später ein Beweisvideo, in dem nachgewiesen wurde, dass die Boote keinerlei bedrohendes Verhalten zeigten. Danach berichtete die New York Times, dass das angebliche Tonband mit den Aufzeichnungen der Drohungen keinerlei Hintergrundgeräusche aufwies und nicht von einem iranischen Schiff, sondern von einem anderen, unbemannten Boot in der Region gefunkt wurden.

Laut dem Pulitzer-Preisträger und Journalisten Seymour Hersh führte der Vorfall zu einer Diskussion in Büro von Dick Cheney, wie man einen Krieg mit dem Iran durch eine getürkte Attacke auf See auslösen könnte.

Der damalige Vorfall in der Strasse von Hormus lehrte Cheney und anderen Insider in der Administration, dass, wenn man den richtigen Vorfall zur Hand hat, die amerikanische Öffentlichkeit die Angelegenheit unterstützen werde. Man erwägte mehrere Ideen. Die interessanteste war: “Wieso bauen wir nicht in unseren Werften vier oder fünf Boote, die aussehen wie iranische Patrouillenboote. Wir bemannen sie mit Marinesoldaten und versehen sie mit einem Haufen Waffen. Sobald eines unserer Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus kommt, wird geschossen. ….”

Der Plan wurde abgelehnt, weil er amerikanische Leben gefordert hätte, aber das Potential für ein ähnliches Szenario, ob nun echt oder getürkt, bleibt eine reale Bedrohung, vor allem vor dem Hintergrund der gewaltigen US-Armada, die sich in der Region gerade aufbaut.

http://www.infowars.com/confrontation-irans-new-naval-exercise-to-coincide-with-usisraeli-drill/

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