IRIB: Interview mit Christoph Hörstel

New York Times: Israel provoziert den nächsten Krieg
Die republikanische Mehrheit im US-Kongress hat sich entschlossen, den israelischen Regierungschef Netanjahu einzuladen, noch vor der Parlamentswahl  in Israel im US-Kongress eine Rede zu halten. Das Besondere an dieser Einladung ist, dass Netanjahu zugesagt hat, ohne allerdings die US-Regierung zu kontaktieren.  Das ist ein Affront, das ist eine Brüskierung.  Ein Interview mit dem deutschen Publizisten Christoph Hörstel über Hindernisse auf dem Weg einer Einigung mit dem Iran im Atomstreit.

IRIB: Herr Hörstel, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zu diesem Interview!

Hörstel: Beste Grüße, nach Teheran, lieber Herr Shahrokny!

 IRIB: Herr Hörstel, seit Oktober 2003 verhandeln Iran und G5-1 über das iranische Atomprogramm. In dieser Zeit, in der Optimismus geäußert wird, treten offenkundig neue Probleme auf. Ich meine damit die jüngsten Äußerungen einiger einflussreicher Kongress-Abgeordneten, die gesagt haben sollen, ein Abkommen mit dem Iran blockieren zu wollen. Sie sind,  Herr Hörstel – wie ich Ihrer Web-Seite entnehmen konnte – dieser Frage nachgegangen, deshalb möchte ich Sie darum bitten, uns zu sagen, was Sie dabei herausgefunden haben?

Hörstel: Ganz kurz zu der Situation, lieber Herr Shahrokny: Die republikanische Mehrheit im US-Kongress hat sich entschlossen, den israelischen Regierungschef Netanjahu einzuladen, noch vor der Parlamentswahl  in Israel zu sprechen. Das Besondere an dieser Einladung ist, dass Netanjahu zugesagt hat, ohne allerdings die US-Regierung zu kontaktieren.  Das ist ein Affront, das ist eine Brüskierung. Er hat auch öffentlich erklären lassen, dass er gegen jede Einigung mit dem Iran Stellung nehmen wollte – es sei denn, Iran würde sich voll unterwerfen, und damit ist nicht zu rechnen. Die Israelis  verlangen ein totales Ende des iranischen Atomprogramms. Das ist auch nicht zu leisten. Unter diesen Umständen haben wir eine neue diplomatisch unübliche Situation. Dann haben sich die vier Außenminister Europas und die drei EU-Länder, die an diesen 5+1.Gesprächen  beteiligt sind, also Frankreich,  Deutschland und Großbritannien, geäußert, in einem Beitrag in der Washington Post und haben gesagt, sie wollen gar keine Störung in diesen Verhandlungen, auch nicht durch weitere Sanktionen gegen den Iran, weil man bisher viel erreicht habe und man wolle dies nicht gefährden.

IRIB: Herr Hörstel, welchen Einfluss kann ein israelischer Regierungschef auf den laufenden Verhandlungsprozess nehmen, nun indirekt über den US-Kongress?

Das Interview wurde am 26. 02. aufgezeichnet
……………………………………………
 

Das Interview wurde geführt von Seyyed-Hedayatollah Shahrokny,

Danke ravines für den Link.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen