Islamistischer Anschlag in Paris: „Vertuschung auf höchsten Befehl“

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Am Donnerstag wurden vor dem Hauptquartier der Pariser Polizei vier Polizisten mit einem Messer getötet, eine fünfte Kollegin schwer verletzt. Der Polizeibeamte, der die Kollegen tötete, hat nach den jüngsten Verdachtsmomenten möglicherweise aus religiösen Motiven gehandelt. Er gehört offenbar zur salafistischen Szene. Die Geheimdienste prüfen derzeit Anzeichen einer Radikalisierung.

Der französische Innenminister Castaner wollte offenbar verhindern, dass die Messerattacke als islamistischer Terror eingestuft wird. Der Täter war jedoch schon länger auffällig – dies wurde jedoch ignoriert. Immer mehr Details über die Radikalisierung des Täters kommen ans Licht, zum Ärger der Macron-Regierung, die 24 Stunden lang den Terrorismusverdacht leugnete und offenbar zu vertuschen versuchte.

Seit Freitagabend ermittelt jedoch die zuständige Staatsanwaltschaft wegen Terrorverdachts. Das liegt jedoch nicht etwa an dem vermeintlich entschlossenen Handeln der Macron-Regierung, sondern an der Empörung der Polizisten, die der Presse Informationen zum Hintergrund des Täters gegeben haben. Die Opposition will nun einen Untersuchungsausschuss einrichten, der den Fall durchleuchten soll sowie die Hintergründe, weshalb die Regierung die islamistische Terrorattacke vertuschen wollte.

Der Mann soll bereits vor 18 Monaten zum Islam konvertiert haben. Seine Frau ist Muslima. Er verweigerte Frauen den Handschlag. Eines seiner Opfer ist seine Chefin. Der Mann soll seinen Kollegen bereits seit 2015, nach den Anschlägen auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“, durch entsprechende Äußerungen aufgefallen sein. Der Vorfall wurde aber nicht weiter verfolgt. Pikant: Der Mann saß als IT-Mitarbeiter im Hochsicherheitsbereich des polizeilichen Geheimdienstes, zu dessen Aufgabe es gehört, islamistische Gefährder zu überwachen.

Castaner versucht den Fall herunterzuspielen und beschwichtigte, es habe „Schwachstellen“ bei der Erkennung der Radikalisierung des Messerattentäters gegeben. Es müsse nun daran gearbeitet werden, wie Radikalisierung künftig besser erkannt werden könne. Castaner behauptete, es habe keine Hinweise auf eine Radikalisierung des Polizeibeamten gegeben. Castaner verschweigt dreist, dass die Polizeikollegen des Messermörders haben andere Aussagen und Beobachtungen gemacht haben. Obwohl der Mann als radikal bekannt war, wurde er nicht weiter untersucht. Bislang schloss Innenminister Castaner seinen Rücktritt aus. Vertuschung dürfte die Offenheit der Gesellschaft nicht fördern – wir verschweigen nicht. Klicken Sie hier.

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