Israel kündigt Ausbau weiterer Siedlungen an

Israel zerstört Palästinas Hoffnung auf Frieden

Nur eine Woche, nachdem sich Unterhändler in Nahost zu den ersten Verhandlungen seit drei Jahren trafen, kündigt israelische Besatzung den Ausbau neuer Siedlungen an. Dies berichtet die Tageszeitung »Haaretz« am Donnerstag.

112 neue Wohnungen in Shiloh, 78 in Gilgal, 31 in Almog: Die Zahlen für den Bau neuer israelischer Wohnungen in der besetzen Palästina klingen angesichts hunderttausender Siedler nicht dramatisch, doch ihre Symbolik ist fatal. Nur eine Woche, nachdem sich Vertreter Israels und der Palästinensischen Autonomiebehörde zum ersten Mal seit drei Jahren zu Gesprächen über eine Beilegung des Konfliktes trafen, kündigten israelische Behörden am Mittwoch die Ausweitung des Siedlungsprozesses an.

Nach Informationen der israelischen Tageszeitung »Haaretz«, habe die für die Besatzung der Westbank sogenannte “Zivilverwaltung”, am Mittwoch den Bau von 878 neuen Häusern angekündigt. Demnach sollen sechs bestehende israelische Siedlungen ausgebaut werden. Unter ihnen befindet sich auch die Siedlung Shiloh, in der Siedler in den vergangene Wochen ohne Genehmigung israelischer Behörden bereits mit der Ausweitung der Siedlung begonnen hatten. Darüberhinaus habe die Zivilverwaltung auch 559 bereits gebaute Häuser in anderen Siedlungen nachträglich genehmigt.

Während sich palästinensische Politiker noch nicht zu dem Vorhaben äußerten, dürfte die Ausweitung des Siedlungsbaus den Erfolg der ohnehin wenig erfolgversprechenden Verhandlungen weiter infrage stellen. Zuletzt hatte US-Außenminister John Kerry versucht, israelische Behörden zumindest zur Verschiebung von Siedlungsplänen zu bewegen. Diese Bitte hatte der israelische Wirtschaftsminister, Naftali Bennett, umgehend zurückgewiesen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin »FOCUS« bezeichnete er die Bildung eines palästinensischen Staates vergangene Woche als »Selbstmord

http://www.freunde-palaestinas.de/palaestina-heute/598-israel-zerstoert-palaestinas-hoffnung-auf-frieden.html

******************************************************

Die systematische Entrechtung der Palästinenser durch Israel in nahezu allen Lebensbereichen ist seit vielen Jahrzehnten das Kernproblem in der Palästina­frage. Bis heute bildet Israels völkerrechtswidrige Besatzungspolitik im Westjordanland und im Gazastreifen das Haupthindernis auf dem Weg zu einer Friedenslösung. Berechtigte Kritik an dieser Politik Israels ist auch im deutschen Sprachraum oft noch ein Tabuthema, das immer häufiger als antisemitisch diffamiert wird.

Mit Entschiedenheit tritt Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter des langjährigen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, dieser Instrumentalisierung des Antisemitismus als politischer ­Waffe entgegen; sie macht deutlich, dass gerade der Holocaust lehrt, historische Verantwortung zu übernehmen und gegen jedes Unrecht die Stimme zu erheben. Ebenso nachdrücklich kritisiert sie die deutsche Nahostpolitik und Medienberichterstattung als zu proisraelisch und einseitig und beschreibt ihre Auseinandersetzungen mit der jüdisch-israelischen Lobby – vor allem dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Evelyn Hecht-Galinski zeigt sich als unbequeme Querdenkerin. Ihr sehr persönliches Bekenntnis ist mutig und aufrüttelnd. Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zu einem tieferen Verständnis des israelisch-palästinensischen Konflikts sowie seiner Auseinandersetzung in Deutschland und anderswo.

Paperback, 223 Seiten
***************************************



Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen