Italien zuerst: Die Seidenstraße der Chinesen ist der EU ein Dorn im Auge

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Italien hat nun über seinen Arbeitsminister Luigi Di Maio verkündet, dass es darum gehe, „Italien zuerst“ zu sehen. Die Italiener haben mit China Vereinbarungen zur Erweiterung oder Teilnahme an der Seidenstraße vorgesehen. Die Seidenstraße verknüpft China seit Jahrtausenden mit Europa und soll in „neuer Form“ wieder aufleben. China möchte in Italien vor allem deren Häfen nutzen und das Land als „Hub“, also als Verteiler für die Lieferung von Waren und Dienstleistungen nach Mittel- und Osteuropa nutzen. Der EU soll dies ein Dorn im Auge sein.

Italien möchte nicht aus der EU oder der Nato austreten

Italien erwartet nach den Worten Di Maios ein Potenzial in Höhe von 20 Milliarden Euro durch die jetzt formulierten „Absichtserklärungen“. China möchte in die Häfen von Genua und Triest insgesamt 2,5 Milliarden Euro investieren. Dennoch möchte Italien nach den Worten Di Maios weder aus der EU noch aus der Nato austreten. Es sehe sich als „Verbündeter“ der USA.

Matteo Salvini wiederum, der Koalitionspartner von der „Lega“, äußerte sich verhaltener. China sei kein Land, in dem die freie Marktwirtschaft herrsche. Dennoch würde eine „Markteröffnung zu gleichen Bedingungen“ nicht auszuschließen sein.

Gerade Deutschland müsste nach Meinung von Beobachtern Verständnis für die Italiener aufbringen. Denn Deutschland würde derzeit das fünffache dessen nach China exportieren, was Italien aktuell dorthin verfrachten lässt (20 Milliarden Euro). Insofern holen die Italiener mit der neuen Absichtserklärung nur auf, was andere Staaten vorgemacht haben.

In dieselbe Kerbe schlägt zudem Emanuel Macron. Der französische Staatschef möchte China offenbar bei seinem jüngsten Besuch den Airbus A320 schmackhaft machen. Insofern ist der Handel mit China derzeit auf der Prioritätenliste weit oben angesiedelt und nicht so weit unten, wie es die zurückhaltenden EU-Bürokraten oder Deutschland derzeit glauben machen wollen.

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