Italienische Sozialministerin bricht bei Vorstellung der Rentenkürzungen in Tränen aus

Elsa Fornero und der Prokonsul der City of London, Monti Monti, ehemals Goldman Sachs & amtierender Vorsitzender der Bilderberger-Konferenz
5. Dezember 2011 • 17:35 Uhr

Der technokratische italienische Ministerpräsident Mario Monti stellte am Sonntag sein Sparprogramm vor – als “Gesetz, um Italien und den Euro zu retten.” Aber selbst für seine eigene Sozialministerin, Elsa Fornero, war diese Scheinheiligkeit offenbar zu viel. Während der Pressekonferenz, bei der sie das Wort “Opfer” für die von ihr präsentierte Renten-“Reform” aussprechen wollte, brach sie in Tränen aus und konnte nicht weiterreden. Ministerpräsident Monti, der neben ihr saß, griff ein und erklärte, was sie hätte sagen sollen. Über diesen Vorgang konnten Sie in der deutschen Tagespresse natürlich nichts lesen!

http://www.youtube.com/watch?v=cLN5tWK2v9w

Der drastische Umbau des Rentensystems beinhaltet die Abschaffung des Inflationsausgleiches für alle Renten über 960 € monatlich. Mindestens 42 Jahre Einzahlungen sind notwendig, um eine Rente zu erhalten. Unabhängig davon liegt ab 2012 das Mindesteintrittsalter für die Rente bei Männern bei 66 Jahren und für Frauen bei 62 Jahren. Für Frauen wird die Altersgrenze ab 2016 auf 66 Jahre erhöht werden.

Die Renten werden sich ab sofort nach der individuellen effektiven Einzahlung richten. Das bedeutet, daß junge Menschen, die unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen im Durchschnitt erst ab 30 Jahren beginnen, Rentenbeiträge zu zahlen, erst mit über 70 überhaupt in Rente gehen könnten.

In Italien bekommen heute etwa 50% der Rentner unter 1000 € Rente, 21% davon unter 500,- €. Die Armutsgrenze liegt pro Kopf bei 999,67 €, also ist die Hälfte aller Rentner in Italien bereits arm. 50% erhalten über 1000,- €. Der durchschnittliche Rentenbetrag liegt gegenwärtig bei 1.105 €.

Die von der EU verlangten Kürzungen machen insgesamt 20 Mrd. e aus, zusätzlich zu den bereits beschlossenen Kürzungen der Berlusconi-Regierung, womit dieses Jahr insgesamt 151 Mrd. € gekürzt wurden. Weiter wurde eine Erhöhung der Immobiliensteuer, die Abschaffung der Bezirksregierungen, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine sehr milde Steuer auf Anlagen angekündigt, für die die frühere Regierung eine Steueramnestie gewährt hatte. Die sogenannten “Wachstumsmaßnahmen” beinhalten Steuererleichterungen für einige Kategorien von Unternehmen, sowie Deregulierungsmaßnahmen.

Quelle:

http://bueso.de/node/5184

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