Jede chinesische Provinz ist Griechenland — China vor dem Bankrott?

China und der Fleischkonsum

Chinas Wirtschaft hat den Ruf von Stärke und Prosperität. Eine bekannte chinesische Fernsehpersönlichkeit, der Lehrstuhlinhaber für Finanzwissenschaften an der Chinesischen Universität von Hongkong, Larry Lang, behauptete jedoch in einem bemerkenswerten Vortrag, dass das chinesische Bruttosozialprodukt sinke.

Der Vortrag Larry Langs am 22. Oktober 2011 in  Shenyang City in der nördlichen Provinz Liaoning fand unter strengen Auflagen statt; keine Audio- und Videoaufnahmen waren erlaubt. Medien waren ebenso nicht zugelassen. Er bat darum, seine Rede nicht online zu stellen, was aber trotzdem geschah. Das Viedeo ist nun auf Youtube zu sehen.

Lang , der davon ausging, dass seine Aussagen nicht nach außen dringen, führte aus, dass das chinesische Regime in einer ernsthaften ökonomischen Krise stecke und vor dem Bankrott stünde. Er sagte, jede Provinz in China sei Griechenland.

Lang gab eine unverblümte Analyse der chinesischen Wirtschaft ab und kritisierte die Zensur, die über die Intellektuelle und im Lichte der Öffentlichkeit stehende Personen verhängt werde. “Was ich Ihnen erzähle, entspricht der Wahrheit. Aber unter dem gegenwärtrigen System wird es uns nicht erlaubt, die Wahrheit auszusprechen,” sagte er.

Lang sagte, das Regime höre nicht auf Experten und die hohen Parteifunktionäre seien unerträglich arrogant. Langs Argumentation, dass das Regime bankrott sei, basiert auf fünf  Überlegungen.

  1. Das Regime sitzt auf  5,68  Billionen US$ Schulden. Diese Zahl erhält man, wenn man die Schulden der chinesischen Provinzen und Kommunen sowie der chinesischen Staatsbetriebe in die Gesamtrechnung mit aufnimmt. Der Schuldendienst betrage  315 Milliarden US-$ pro Jahr, deswegen werde sich die Situation schnell zum schlechteren entwickeln.
  2. Die offizielle Inflationsrate von 6,2 Prozent ist getürkt. Nach Lang liegt die Inflationsrate bei 16 %.
  3. Es gibt ernsthafte Überkapazitäten in der Wirtschaft und der private Konsum sei nur für 30 % der Wirtschaftsaktivität verantwortlich. Anfang Juli sackte der Purchasing Managers Index, eine Kennzahl für das produzierende Gewerbe auf ein neues Tief von 50,7. Aus Langs Sicht ist das ein deutliches Zeichen, dass sich die chinesische Wirtschaft in einer Rezession befindet.
  4. Das von der Regierung veröffentlichte Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von  9% ist getürkt. Nach Lang sank das Bruttosozialprodukt um 10%. Die aufgeblähten Zahlen stammen aus dem jährlichen dramatischen Anstieg von Infrastrukturmaßnahmen, inklusive der Grundstücksentwicklungsmaßnahmen, Eisenbahnbau und Autobahnbau (diese Maßnahmen sind für 70% des Bruttoinlandsproduktes im Jahre 2010 verantwortlich).
  5. Die Steuern sind zu hoch. Im letzten Jahr lagen die Unternehmenssteuern (direkte und indirekte Steuern) bei 70% vom Gewinn. Der Einkommenssteuersatz liegt bei 81%.

Wenn der ökonomische Tsunami hereinbricht, werde das Regime an Glaubwürdigkeit verlieren und China werde zum ärmsten Land der Welt, sagte Lang.

Mehrere Kommentatoren stimmen Langs Analyse weitgehend zu. Professor Frank Xie von der University of South Carolina in Aiken meint, das die Idee, China stehe vor dem Bankrott, nicht weit hergeholt sei. Große Infrastrukturprojekte blasen das Bruttoinlandsprodukt auf. “An der Oberfläche sieht man große Zahlen, aber die Infaltion ist noch größer. In der Realität steht Chinas Wirtschaft in der Rezession.”

Cheng Xiaonong, ein Wirtschaftswissenschaftler und früherer Mitarbeiter des geschassten Parteiführers Zhao Ziyang meint, dass die hohe Wertschätzung des “chinesischen Modells” oft auf den visuell herausragenden Infrastrukturprojekten, auf dem hohen Bruttoinlandsprodukt und den hohen Fremdwährungsreserven beruhe. “Man legt aber keinen Wert auf die Einhaltung der Grundrechte der Menschen oder darauf, ob sich der Lebensstandart der Leute erhöht hat oder nicht.” Hinter der bürokratischen Kontrolle der Wirtschaft, welche vordergründig Effizienz vortäuscht, gibt es eine enorme Verschwendung und Korruption, meint Cheng. Für Erziehung, Wohlfahrt und das Gesundheitssystem werde wenig getan.

Cheng sagt, dass das chinesische Regime im letzten Jahrzehnt seinen Reichtum hauptsächlich durch die Entwicklung von Grundsstücken akkumuliert hätte. Es wurden Immoblilien in den Städten und Vorstädten billig erworben (oder einfach enteignet) und an die Grundstücksentwickler teuer verkauft. Das Ziel der Funktionäre des Regimes (sich zu bereichern und ihre Macht zu vermehren) stünde in direktem Gegensatz zu den Interessen der einfachen Leute – in Folge davon nähmen soziale Ungerechtigkeiten überhand und die wirtschaftliche Propaganda sei bemüht, dies zu verdecken.

Quelle:

http://www.theepochtimes.com/n2/china-news/chinese-tv-host-says-regime-nearly-bankrupt-141214.html

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