Jewgeni A. Fjodorow: Bald Krieg gegen Russland

Jewgeni Fjodorow
Jewgeni Fjodorow

Jewgeni Alexejewitsch Fjodorow, Parlamentarier, Interview von 28.07.2016
https://www.youtube.com/watch?v=WYu6wgE5JtI

Der von langer Hand geplante feindliche Hauptangriff wird auf Kaliningrad erfolgen. Man bereitet sich darauf vor. Deswegen laufen im Moment viele Umstellungen im Personalbereich von Politik bis hin zur Armee. Der Bau des dortigen Atomkraftwerks konnte von eingeschleusten Agenten und bestechlichen Politikern erfolgreich sabotiert werden. Dies wird Russland nunmehr zusätzliche Schwierigkeiten bereiten, denn damit ist eine komplette Blockade Kaliningrads samt einer Stromabschaltung möglich geworden.

Diese “Säuberungen” im Verwaltungsapparat werden weiterhin im ganzen Land zunehmen. Den Leiter der russischen Zollverwaltung, Andrej Beljaninow, hat es aktuell erwischt. Solche Namen werden von Tag zu Tag mehr, die Zahlen werden zunehmen. Das Ziel ist, die reale politische Macht im Lande zurückzuerobern. Diese Macht soll an den Staatschef delegiert werden, dem sie im Moment seinem Status eines “Präsidenten” nach verfassungsrechtlich nicht gehört. Das Endziel dabei: die Transformation des politischen Systems im Lande in Richtung hin zur vollen Souveränität. Wohlgemerkt, nicht auf eine blutige Weise wie derzeit in der Türkei, aber immerhin. Ein Großteil der heutigen Fremdverwaltung auf Beamtenposten soll neu besetzt werden. Diese Rotation soll, soweit notwendig, solange durchgeführt werden, bis ein Ergebnis im Sinne patriotischer Bewegung erreicht werden wird.

Die Form dieser “Säuberungen” ist im Moment von einem vergleichsweise milden Charakter – ähnlich dem Charakter unseres Präsidenten – was aber für die Zukunft für die, die sich entgegenstemmen, nicht garantiert werden kann, denn wir befinden uns aktuell im Krieg.

Die Hauptereignisse werden von unseren Gegnern aktuell für September vorbereitet. Wir bereiten uns jetzt bereits und auf allen Ebenen darauf vor. Das Hinterland wird sozusagen für die entscheidenden Ereignisse entsprechend aufgestellt.

Die eigentliche Macht im Lande befindet sich nicht bei den Gouverneuren und Ministern des Landes. Sie befindet sich in den Händen von den Oligarchen, die direkt dem Okkupanten durch seine Institutionen in Russland unterstehen. Deswegen werden die von Putin definierten Ziele, und zwar der Dekolonisierung der Politik und der Wirtschaft und der DeOFFSHOREisierung, zu den strategischen Hauptzielen patriotischer Befreiungsbewegung, die wir im eigentlichen Sinne bis jetzt noch überhaupt nicht in Angriff genommen haben.

Die Oligarchen sollen verstehen, wir wollen die wirklichen Profis nicht unbedingt austauschen, was wir vorhaben ist, die heutigen Anhängigkeits- und Unterordnungsstrukturen zu ändern. Wenn man also weiterhin am Ruder bleiben will, ist demjenigen schwerstens anempfohlen, damit endlich aufzuhören, weiterhin die Befehle Washingtons und Londons zu befolgen, sondern schnellstens unter die russische Jurisdiktion zurückzukehren. Die, die darauf nicht eingehen, werden dem Mechanismus der politischen “Säuberungen” leider nicht entkommen können.

Noch einmal, die wirkliche politische Macht im Lande gehört nicht den Landespolitikern, Gouverneuren, Ministern oder Abgeordneten. Es ist einfach lächerlich zu behaupten, wenn man nur die Abgeordneten austauschen würde, würde sich auch nur etwas ändern. Damit würde man nur eine Theatertruppe durch eine andere austauschen, wobei die, die die Szenarien schreiben ihre Stellen weiterhin behalten würden. Dieses System ist ja absichtlich auf eben diese Weise eingerichtet worden.

Die wirklichen Szenarienschreiber sind die der ausländischen Jurisdiktion unterstehenden Oligarchen und die ausländischen sogenannten Berater- und Wirtschaftsberater-Unternehmen, denen die russischen Ministerien unterstehen. Im Rahmen derzeitiger “Säuberungen” werden in diesen Tagen beispielsweise Durchsuchungen bei der Firma “PricewaterhouseCoopers” durchgeführt. Man wird verblüfft sein zu erfahren, für welche Bereiche der Staatsverwaltung in Russland diese Firma zuständig ist. Also allein von dieser Firma, die der US-Besatzer-Administration für Russland angehört, werden folgende Bereiche verwaltet: die Politik der “russischen” Zentralbank, das Ministerium für Bau- und Versorgungswirtschaft, das Ministerium für Verkehr, Ministerium für Handel und Industrie, die Föderalagentur für Verwaltung vom Staatsvermögen, Ministerium für Bildung und Forschung, das Sport-Ministerium. Die Aufgabe dieser sogenannten Consulting-Unternehmen ist die Ausarbeitung von Entwicklungsstrategien für die Bereiche, für die sie im Auftrag der US-Administration zuständig sind. Mit diesen Durchsuchungen erfolgen zum ersten mal direkte Angriffe unmittelbar auf die US-Besatzer-Verwaltung. Insgesamt sind es vier größten Verwaltungsunternehmen der US-Besatzer, die wir im Moment angepeilt haben: PricewaterhouseCoopers, KPMG, Deloitte & Touche, Ernst & Young*. Zusätzlich laufen im Moment staatsanwaltliche Ermittlungen gegen einige Mitarbeiter der Zentralbank.

Was uns anschließend an Schritten und Ereignissen im Sinne patriotischer Befreiungsbewegung erwartet: Sondervollmacht und Sonderrechte für den Präsidenten, Reform der Verfassung und Verfassungsänderung, im Sinne des derzeitigen Völkerrechts rechtskräftige Wiederherstellung Russlands in Grenzen von 1945-1991.

Ein besonderes Problem haben wir im Moment mit “unseren” Massenmedien, besonders den zentralen Fernsehanstalten. In dem Bereich wird demnächst einiges an Arbeit auf uns zukommen. Um die Situation damit zu begreifen, reicht es, die Situation mit dem Spiel “Pokemon Go” sich anzuschauen. Als es das Spiel in Russland noch gar nicht gab, lief bereits verdeckte Werbung dafür auf allen Fernsehkanälen. Da reicht einfach ein Befehl aus Washington und alle Fernsehanstalten stehen gleich zu Befehl und führen diesen sofort aus. Vor Putin haben sie im Moment noch Angst, werden aber in kritischen Zeiten sehr schnell umschlagen und sehr schnell zu Antriebsriemen Washingtons mutieren. Man braucht sich darüber aber nicht wundern, denn im Moment ist Russland immer noch ein okkupiertes Territorium.

Was das Spiel “Pokenom” selber angeht, so gehört es zum Szenario des US-Botschafters in Moskau John F. Tefft*, und zwar als ein Instrument zur Destabilisierung Russlands zu einem geeigneten Zeitpunkt, sprich zur Vorbereitung von Maidan-Ereignissen in Russland. Es recht dafür beispielsweise einige zehn- bis hunderttausende Jugendliche in Richtung hin zum Roten Platz zu schicken und eine Bombe in der Menge hochgehen zu lassen. Ein solches Ereignis könnte zu Startschuss für Maidan-Ereignisse in Russland werden.

Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA hat Russland ein klare Position gegen Clinton, denn eine Menge an russischem Blut klebt an ihren Händen. Über den Ausgang dieser Wahlen werden letztendlich die US-Oligarchen entscheiden. Trump ist dabei nur ein Oligarch des untersten Rangs, mehr nicht.
Zum proamerikanischen Putsch in der Türkei ist zu sagen, dass die US-Besatzer auch dort zu verlieren scheinen. Im Moment stehen sie in Bezug auf ihre NATO-Basis in Incirlik unter Druck. Diese Basis nämlich war die Kommandozentrale der Putschisten gegen Erdogan. Im Moment versucht die USA ihre Generäle dorthin zu überstellen, um von dort aus ihre Militäroperationen mittels US-Flugzeugträger gegen die Türkei einzuleiten und zu befehlen. Erdogan versucht dies mit Kappung der Stromverbindung zur Basis zu verhindern.

*Tefft war außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der USA in folgenden Staaten:
Vom 30. August 2000 bis zum 10. Mai 2003 in Litauen (Vilnius)
Vom 23 August 2005 bis zum 9. September 2009 in Georgien (Tiflis)
Vom 20. November 2009 bis zum 3. August 2013 in der Ukraine (Kiew)
Seit dem 31. Juli 2014 in Russland.
https://de.wikipedia.org/wiki/John_F._Tefft
Ein Unruhestifter ist US-Botschafter in Moskau
https://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/12/ein-unruhestifter-ist-us-botschafter-in.html

*KPMG, PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young, Deloitte & Touche
https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Four_(Wirtschaftspr%C3%BCfungsgesellschaften)
Damit man auch versteht, was sie auch hierzulande anstellen:
KPMG, PWC, EY, Deloitte: Wirtschaftsprüfer sollen Asylanträge prüfen
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/kpmg-pwc-ey-deloitte-wirtschaftspruefer-sollen-asylantraege-pruefen-a-1086651.html

Quelle: https://bachheimer.com/russland

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