“Kein Krieg gegen den Iran!” – Widerstand wächst.

Barack Obama hat die Verbündeten der USA informiert, dass die USA einen Angriff noch vor Herbst 2012 gegen den Iran starten, sollte  Teheran sein Atomprogramm nicht einstellen. Das ist ein verdächtiger Zeitrahmen. Man kann annehmen, dass Obama die Kriegsdrohung für seine Wahlkampagne ausnutzen will, um sich als starker Führer zu präsentieren und die Bevölkerung um sich zu scharen. Dieses hirnrissige Kalkül an sich spricht schon Bände darüber, wie sehr die amerikanische Bevölkerung geistig paralysiert wurde.

Ein Bericht von DebkaFile (nur für Abonennten der Webseite zugänglich) sagt aus, dass Obama nach dem (angeblichen) Ende der NATO-Operationen in Libyen die wichtigsten Verbündeten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Israel und Saudi-Arabien über diese Pläne informiert habe. Dies berichtet das Portal infowars.com.

Nun ist bekannt, dass DebkaFile mit der israelischen Geheimdienstszene verwoben ist. Deshalb ist hier Vorsicht geboten. Vor allem ist es höchst unglaubwürdig, dass ausgerechnet Obama Israel “informiert”, dass die USA einen Angriff auf den Iran ausführen würden (und den die Kriegshetzer in Israel seit Jahren zu provozieren versuchen). Schließlich sind die USA der Schwanz des Hundes Israel und nicht umgekehrt. Es ist offensichtlich, dass die Quelle der Kriegshetzerei im Rothschild-Staat Israel entspringt.

Der israelische Präsident Schimon Peres hat die seit Tagen anhaltende Debatte über einen möglichen Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm weiter angeheizt. In einem Interview des israelischen Fernsehens sagte Peres, die militärische Option rücke näher.

Wie schon hier berichtet, sind nun die Gegner dieser Kamikaze-Politik auf den Plan getreten. Deren Fronten erhalten nun Verstärkung von einem weiteren ehemaligen Mossad-Chef . Lesen Sie hierzu einen Auszug aus dem Nachrichtenblatt EIR Executive Alert Service von Lyndon LaRouche vom 5. November 2011:

(Übersetzung von Politaia.org)

Israelische Geheimdienstoffiziere sagen, kein Krieg gegen den Iran.

Während die britische und amerikanische Presse und der amerikanische Präsident, der israelische Premierminister Netanyahu und der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak allesamt efffektiv die Kriegstrommeln für einen Krieg gegen den Iran schlagen, erklärte der [ehemalige] Chef des Mossad, Ephraim Halevy, dass der Iran weit davon entfernt sei, eine existentielle Bedrohung darzustellen und dass ein Angriff auf den Iran die ganze Region gefährde.

“Die Radikalisierung [der Juden] durch die Ultra-Orthodoxen stellt eine größere Gefahr dar, als  Ahmadinedschad“, sagte er laut der Webseite Ynet der israelischen Tageszeitung Yedioth Ahronoth. “Der Staat Israel kann nicht zerstört werden. Ein Angriff auf den Iran würde nicht nur Israel, sondern die ganze Region für 100 Jahre in Mitleidenschaft ziehen.” Weiterhin sagte er, dass die Fähigkeiten des Iran weit davon entfernt seien, eine existentielle Bedrohung für Israel darzustellen; nichtsdestoweniger solle man verhindern, dass der Iran zur Atommacht werde.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Halevy, der von 1998 bis 2002 Mossad-Chef war, seine Gegnerschaft bezüglich eines Angriffs auf den Iran äusserte. Im Jahre 2008 sagte er im Time Magazine, ein Angriff auf den Iran sollte die letze Wahl sein, da die Auswirkungen [einer solchen Aktion] in der Region 100 Jahre anhalten würden. Halevy steht  nicht alleine da. Auch der ehemalige Mossad-Chef Meir Dagan und der ehemalige Shin Bet-Chef Yuval Diskin haben sich öffentlich gegen einen Angriff ausgesprochen.

Verteidigungsminister Barak begab sich auf eine mehrtägige Reise nach Großbritannien, um die Angelegenheit zu diskutieren. Während Beamte aus dem Umfeld der US-Geheimdienste und des US-Militärs dem EIR Executive Alert Service erzählen, sie seinen strikt gegen eine israelische Attacke, welche die USA involvieren würde, gibt es keine Anzeichen darüber, dass dieser Widerstand den geistesgestörten Präsidenten stoppen könnte. Als einzige Massnahme [um sicherzustellen, dass kein Angriff stattfindet]  kommt die Entmachtung von Obama in Betracht….(Hier können sie den EIR Executive Alert Service als PFD herunterladen.)

Viele Kommentatoren, darunter der Friedensaktivist Uri Avnery, bewerten den israelischen Medien- und Politikerrummel um angebliche Kriegspläne gegen Iran als propagandistischen »Bluff«. Hier einige Auszüge seines Artikels

ISRAEL WIRD den Iran NICHT angreifen. Punkt.“:

…..EIN DEUTSCHES Sprichwort sagt: „Revolutionen, die vorausgesagt werden, finden nicht statt.“ Dasselbe gilt für Kriege…..

ABER DAS Gerede über einen Krieg dient vielen Zwecken, einschließlich internen und politischen.

Am letzten Samstag erwachte die soziale Protestbewegung wieder zum Leben. Nach einer Pause von zwei Monaten versammelten sich Massen von Menschen in Tel Aviv auf dem Rabin-Platz. Dies war ziemlich bemerkenswert, weil genau an diesem Tag wieder Raketen auf die Städte in der Nähe des Gazastreifens fielen. Bis jetzt wurden in solch einer Situation die Demonstrationen immer abgesagt. Die Sicherheitsprobleme hätten dann Priorität. Aber diesmal nicht.

Viele Leute glaubten auch, dass die Euphorie über das Gilad-Shalit-Festival den Protest in der öffentlichen Meinung ausgelöscht habe. Das war nicht der Fall.

Übrigens geschah etwas Bemerkenswertes: nachdem die Medien monatelang für die Protestbewegung Partei ergriffen hatten, hat sie ihre Meinung geändert. Plötzlich stechen alle, einschließlich der Haaretz, ihr ein Messer in den Rücken. Wie auf Befehl schrieben alle Zeitungen am nächsten Tag, dass „mehr als 20 000“ teil genommen hätten. Nun, ich war dort und habe etwas Erfahrung in dieser Sache. Es waren mindestens 100 000 Leute da, die meisten waren jung. Ich konnte mich in der Menge kaum bewegen.

Die Protestbewegung hatte sich nicht erschöpft, wie die Medien behaupten. Weit entfernt davon. Aber was gibt es Besseres, um die Einstellung der Leute von der sozialen Ungerechtigkeit abzulenken, als von „existenzieller Gefahr“ zu reden ?

Außerdem verlangen die von den Demonstranten geforderten Reformen Geld. Angesichts der weltweiten finanziellen Krise widersetzt sich die Regierung strikt einer Erhöhung des Staatsbudgets aus Furcht, unsere Kreditfähigkeit zu schädigen.

Woher also sollte das Geld kommen? Es gibt nur drei plausible Quellen: die Siedlungen (wer würde es wagen?) Die Orthodoxen (dasselbe!) und das riesige Militärbudget.

Aber wer würde am Vorabend des wichtigsten Krieges in unserer Geschichte das Militärbudget angreifen? Wir benötigen jeden Schekel, um mehr Flugzeuge zu kaufen, mehr Bomben, mehr Unterseebote. Schulen und Krankenhäuser müssen – leider – warten.

Gott segne Mahmoud Ahmadinejad. Wo stünden wir ohne ihn ?

(Ende des Artikels)

Dann hoffen wir, dass Uri Avnery recht hat!

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