Kim befiehlt Gefechtsbereitschaft: „Krieg jeden Moment möglich“

Stimme Russlands, 20.08.2012 :


Angesichts des amerikanisch-südkoreanischen Manövers hat Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un seiner Armee befohlen, die Kampfbereitschaft zu erhöhen und sich auf einen möglichen Krieg gefasst zu machen.

Wie die nordkoreanische Agentur KCNA am Dienstag meldete, besuchte Kim weitere Militäreinheiten an der Grenze zu Südkorea und sprach mit den dort stationierten Soldaten. „Trotz der wiederholten Warnungen bereiten sich die Feinde auf Kriegsübungen mit aggressiven Zielen“, betonte der Staatschef. Er befahl seinen Soldaten, sich auf „feindliche Versuche“, eine Aggression zu starten, gefasst zu machen.

Der Oberbefehlshaber klärte die Soldaten detailliert darüber auf, wie man auf die angespannte Situation reagieren müsse. Unter anderem gehe es darum, die gegnerischen Methoden der Kampfführung zu kennen. Politische und ideologische Ausbildung sei auch sehr wichtig. Jeder Soldat müsse „möglichst viele Bücher lesen“, um eine „wahre Liebe zu seiner Heimat“ zu empfinden. „Wegen der Feinde mit ihren verzweifelten Versuchen kann der Krieg jeden Moment ausbrechen“, warnte Kim.

Die russische Agentur Itar-Tass zitierte ihn außerdem mit den Worten, die nordkoreanische Armee werde „im künftigen Krieg um die Wiedervereinigung des Heimatlandes glänzende Erfolge erzielen“. Kim zitierte außerdem aus seinem jüngsten Befehl, eine verheerende Gegenoffensive zu starten, falls „ein einziges gegnerisches Geschoss“ auf dem nordkoreanischen Territorium einschlage.

Am vergangenen Wochenende hatte Kim verkündet, er habe bereits einen entsprechenden „operativen Plan“ gebilligt: „Wir haben nicht vor, die aggressiven Aktivitäten des Gegners passiv zu verfolgen, und werden alle erforderlichen Maßnehmen treffen, um unsere Souveränität zu verteidigen“.

Mitte August hatte der nordkoreanische Staatschef eine Artillerieeinheit an der westlichen Seegrenze besucht. Damals mahnte er zu einem „heiligen Krieg“, falls das Land angegriffen werde, und befahl, das Gelbe Meer bei Bedarf in einen „Friedhof für Eindringlinge“ zu verwandeln, zitierte die südkoreanische Agentur Yonhap. Er ordnete an, mehr Waffensysteme im Grenzgebiet zu stationieren.

Mit all diesen Aktivitäten reagiert die Regierung in Pjöngjang auf die am 20. August gestartete südkoreanisch-amerikanische Militärübung „Ulchi Freedom Guardian“. Am diesjährigen Manöver nehmen rund 56.000 südkoreanische und 30.000 US-Soldaten teil. Die Übungen wurden am Dienstag allerdings wegen des Taifuns Bolaven, der über die Koreanische Halbinsel fegte, vorübergehend unterbrochen.

Die Regierungen in Seoul und Washington betonen immer wieder, das Manöver diene lediglich Verteidigungszwecken. Laut südkoreanischen Medien geht es um eine Reaktion auf Nordkoreas ständige Drohungen.

http://german.ruvr.ru/2012_08_28/86430944/

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