Klima und Gesundheit: Das neue Fleischverbot

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In einem Seniorenheim im Ruhrgebiet wird einmal wöchentlich Fleisch „verboten“. Die zwangsvegane Ernährung hatte für Proteste gesorgt. Die Begründung des Seniorenheims war allemal brisant: Es ginge darum, das Klima zu schützen. Die Bewohner haben deutlich zu hohe CO-2-Werte produziert. Eine interessante Aussage, die möglicherweise unter anderen Vorzeichen deutlich bessere Resonanz erzeugt hätte. Wenn die Bewohner dieses Heims und die Menschen insgesamt einen solchen „Veggie“-Day, wie die „Grünen“ es früher nannten, einlegten, könnte dies immerhin die Gesundheit unterstützen, wie wir berichtet haben.

Risiko, an Krebs zu sterben, kann sinken

Wir hatten über eine Studie berichtet, wonach das Sterberisiko durch den Verzehr von Fleisch und Käse höher ist. Wer regelmäßig ein Steak esse, habe ein genauso großes Risiko wie Raucher, so die Ergebnisse der University of California.

Mehr noch: Wer „viel tierisches Eiweiß“ zu sich nehme, würde das Krebsrisiko vervierfachen. Umgekehrt reduzierte sich durch die Ernährung mit pflanzlichen Proteinen das Sterblichkeitsrisiko noch.

Schließlich erinnern wir daran, welche Folgen eine – auch freiwillige – Ernährung vor allem auf pflanzlicher Basis für die Welternährung bringen könnte.

„Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass doppelt so viele Menschen ernährt werden könnten, wenn sie sich vorwiegend vegetarisch ernährten und weitgehend auf Fleisch und Wurst verzichteten. Die Landwirtschaft in den USA könnte wesentlich mehr Menschen ernähren, als aktuell. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler des Weizmann Institute of Science. Auch deutsche Experten halten die Ergebnisse für valide. Bei der Studie wurde die Erzeugung aller tierischen Produkte bewertet, so auch Milchprodukte und Eier.

Die Bevölkerung wird laut Prognosen bis zum Jahr 2050 auf 10 Milliarden Menschen anwachsen. Dies stellt die Landwirtschaft vor eine große Herausforderung. Eine fleischreduzierte oder gar vegane Ernährung könnte das Ernährungsproblem lösen, so die Forscher. Zudem verderben bei dem Transport von Fleisch bis zu 40% der Menge. Eine enorme Verschwendung. Außerdem könnte so das Problem der Tiertransporte weitgehend beseitigt werden.

Die Rindfleischproduktion verursacht den größten Aufwand und die größten Umweltschäden. Zum Vergleich: Auf einer Fläche, die man für 4g Rindfleisch benötigt, könnte man 100g pflanzliche Nahrung anbauen, die einen vergleichbaren Eiweißgehalt hat. Die Differenz von 96g ist ein großer Verlust für die Ernährung. Bei Milchprodukten liegt der Verlust bei 75% und bei Eiern 40%.

Für die großen Rinderherden werden immer mehr Wälder abgeholzt. Das Vieh muss mit Futter ernährt werden, das in Monokulturen angepflanzt und mit Pestiziden besprüht wird. Bei der Viehhaltung in Ställen entstehen hunderttausende Tonnen von mit Hormonen, Antibiotika und Pestiziden belasteter Jauche, die wiederum auf Feldern oder im Trink- und Grundwasser landet.

Durch die Umstellung auf vegane Ernährung könnten nach Ansicht der Wissenschaftler in den USA sogar 350 Millionen mehr Menschen ernährt werden. Die Berechnungen der Forscher zeigen, dass pflanzliche Ernährung aus den genannten Gründen unbedingt bevorzugt werden sollte.

Deutsche Forscher stimmen mit den Ergebnissen des Weizmann Institute of Science überein. Tierische Produkte verbrauchen riesige Mengen an Ressourcen und schaden Mensch, Tier und Umwelt. Zwar stimmen bislang nur wenige Wissenschaftler darin überein, dass eine rein vegane Ernährung gesund sei. Jedoch könne und müsste der Konsum von allen tierischen Produkten drastisch reduziert werden, vor allem in Ländern, in denen viel Fleisch gegessen wird.“

Allerdings ist die Diskussion in Deutschland offenbar aus den Fugen geraten – wir operieren lieber mit dem Klima-Zwang. Schade für die Sache.

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