Klima: Verdrängt und vergessen ….

greta
www.shutterstock.com, MAURO UJETTO, 1592523193

Die Klimadiskussion in Deutschland ist offenbar verdrängt und vergessen. Derzeit interessiert sich alle Welt nur noch für Corona und seine Folgen. Deshalb erinnern wir daran, wie die Klimadiskussion in Deutschland teils läuft und lief – da sich erstaunlich ähnliche Muster in der Berichterstattung zeigen. Auch hier gibt es offenbar die “gute” Berichterstattung und die “falschen” Medien, die lediglich Falschnachrichten verbreiten wollen. Wir zitieren hier einen Fall über das “IPCC”, den Weltklimarat, der von einem öffentlich-rechtlichen Medium falsch dargestellt wurde….

Klimawandel, Extremwetterlagen und die Falschdarstellung…

“Das ZDF hat sich mit Aussagen zu Klimaveränderungen und Extremwetterlagen offenbar reichlich blamiert. Sinngemäß hatte der Sender oftmals betont, dass die Anzahl der sogenannten Extremwetterlagen weltweit durch „den“ Klimawandel steige. Dies gehe aus dem sogenannten „Naturkatastrophen-Report“ der Rückversicherungsgesellschaft Munich 2019 hervor, der wiederum eine solche Behauptung des Weltklimarates bestätige. Den Angaben ging „publicomag.com“ hinterher (https://www.publicomag.com/2020/01/zdf-und-klima-frame-auf-nachfrage-keine-belege/) und verlangte Belege für diese Behauptung. Wohlgemerkt: Es geht um die Behauptung, der Report der Munich Re würde eine Aussage des IPCC bestätigen.

Diese Aussage ist falsch.

(…)

Publico fragte bei der Redaktion des ZDF nach und zitiert aus einer Mail des ZDF, das den Beleg angeblich liefert. Die Antwort des ZDF allerdings ist in dem Sinne falsch, als sie weder die behauptete Aussage des IPCC ihrerseits bestätigt noch einen anderweitigen Beleg für den Zusammenhang eines Klimawandels mit Extremwetterereignissen liefert.

Daher zitiert Publico aus dem IPCC-Bericht, wobei wir das Zitat hier auf deutsch abbilden: „Es besteht nur ein geringes Vertrauen (für die These, d. Red.), (es gebe) eine langfristig (d.h. 40 Jahre oder mehr) beobachtete Zunahme der Aktivität tropischer Wirbelstürme (d.h. Intensität, Häufigkeit, Dauer), wenn man frühere Veränderungen in der Beobachtungsfähigkeit berücksichtigt. Es ist wahrscheinlich, dass es eine Polverschiebung in den wichtigsten außertropischen Sturmspuren der nördlichen und südlichen Hemisphäre gegeben hat. Es besteht wenig Vertrauen in beobachtete Trends bei kleinräumigen Ereignissen wie Tornados und Hagel, da die Daten inhomogen und die Überwachungssysteme unzulänglich sind”.

Die also wichtigste Passage aus dem IPCC-Bericht sinngemäß: Es ist unwahrscheinlich, dass es über lange Zeit betrachtet mehr tropische Wirbelstürme gibt, die sich noch dazu auf Klimaveränderungen zurückführen ließen.

Das ZDF, von Publico damit konfrontiert, entgegnet, der „Weltmeteorologie-Verband“ (also eine ganz andere Organisation), würde auf einer Tag-zu-Tag-Beobachtungsbasis einen Einfluss des Klimas auf Wetterextreme beobachtet haben. Das ist wissenschaftlich betrachtet Unsinn. Das „Klima“ selbst und damit dessen Änderungen ist/sind über einen Zeitraum von Jahrzehnten definiert. Das ZDF hat hier eine ersichtlich falsche Behauptung mit einer gänzlich ungefragten Behauptung, die noch dazu ersichtlich falsch ist, „belegen“ wollen. Schade für die Klimadiskussion.”

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen