Klimawandel macht krank – oder?

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Der Klimawandel muss für die verschiedensten Phänomene und Dinge herhalten. Der Kanal „weather.com“ veröffentlichte nun sogar einen Beitrag, aus dem hervorgehen soll, der Klimawandel mache krank. In dem Fall seelisch krank.

Hitzewelle, Waldbrände und Überschwemmungen…

Der Beitrag zitiert aus einem Buch, das Anfang 2020 erscheinen wird. Autor des Werkes ist der „Sozialmediziner“ Lawrence Palinkas, der an der University of Southern California arbeitet. Wir dürfen zitieren: „Wer Hitzewellen, Waldbrände oder Überschwemmungen durchlebt hat, Verluste durch den steigenden Meeresspiegel erleidet oder wegen der von solchen Ereignissen verursachten Lebensmittelknappheit abwandern muss“, würde Stress erleiden, der „oft als existenzbedrohend empfunden“ würde.

Und weiter im Text – da hier schon eine Diagnose gestellt wird: „Betroffene reagieren unterschiedlich darauf. Manche verdrängen die Realität des Klimawandels oder resignieren, weil sich daran doch nichts ändern lässt.“ Manche würden sich „verschanzen“ und Ideen entwickeln, wonach sie nicht schuld seien. Wieder andere würden in „Depressionen oder tiefe Verzweiflung“ fallen oder gar ein „posttraumatisches Belastungssyndrom“ entwickeln, also eine Reaktion nach dem hier schmerzhaften Ereignis. Es fragt sich letztlich nur, in welcher Welt der Autor dieser Studie lebt.

Die Welt, in der wir zu Hause sind, kennt den Klimawandel aus vielleicht theoretischen Konstruktionen, als Geschichte oder als politisch besonders wichtiges Thema. Keinesfalls jedoch als eine(!) Ursache für psychisches Leiden. Das Datenmaterial dürfte gespenstisch schlecht sein, da kaum Vergleichsgruppen zu identifizieren wären, an denen sich die Hypothesen bestätigen. In der besten aller Welten für die Forschung würde der Forscher hier dort untersuchen, wo mögliche (!) Folgen eines möglichen (!) Klimawandels sichtbar wären. Dort etwa, wo der Meeresspiegel ansteigt. Die „Folgen“ lassen sich jedoch diesem „Wandel“ nur zuschreiben, wenn eine Vergleichsgruppe vorhanden wäre, an der sich der Unterschied messen ließe. Dieser Ansatz – das Buch erscheint leider erst 2020 – scheint hanebüchen zu sein. Wir lesen für Sie. Hier.

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