Kognitive Leistungsfähigkeit speziell trainieren

alte menschen
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Wir hatten kürzlich an dieser Stelle davon berichtet, dass das Hirn trainiert werden müsse. Meiden Sie Übergewicht, meiden Sie Bewegungsmangel – und schon sorgen Sie zumindest für mehr Sauerstoffzufuhr im Hirn. Die kognitive Leistungsfähigkeit, also das denkerische Vermögen, lässt sich allerdings auch aktiv trainieren, so der Neurowissenschaftler Prof. Martin Korte von der TU Braunschweig.

Gezielt das Hirn fordern

Die alte Menschheitsfrage, ob Begabungen – und damit auch das denkerische Vermögen – angeboren sei, anerzogen, angelernt oder sich ändern könne, beantwortet der Professor salomonisch: Die „Grundausstattung (hat) zwar einen großen Einfluss darauf, wie schnell unsere Gehirne arbeiten können und wie groß die Rechnerkapazität ist.“ Nur würden die Gene dabei allenfalls den Rahmen setzen und nicht festlegen, wann die Fähigkeiten ausgeschöpft sind. Dies wiederum hänge nach einer Wiedergabe durch den „Focus“ davon ab, „wie gezielt und regelmäßig wir unser Hirn fordern“.

Dabei empfiehlt der Experte nicht, sich auf das bekannte „Gehirnjogging“ zu verlassen. Sudoku und Kreuzworträtsel würden zwar Spaß bereiten, würden aber für das Hirn „keinen Leistungsgewinn darstellen“. Wir würden damit die Fähigkeit trainieren, bestimmte Aufgaben besser zu lösen. Doch damit verbessere sich unser Zahlengedächtnis ebenso wenig wie das Faktengedächtnis. Zudem wirke sich das Spezial-Training nicht auf „andere Denktätigkeiten aus.“

Es helfe auch nicht, sich etwa Zahlenkolonnen zu merken oder Wortschöpfungen aneinander zu reihen und dann im Gehirn abzuspeichern. Denn damit würde lediglich die Fähigkeit trainiert, genau diese Kombinationen abzuspeichern, mehr nicht.

Es komme darauf an, zu trainieren, w i e wir uns solche Faktoren wie Zahlen, wie Vokabeln oder Prozesse besser merken könnten. Damit würden ganze Gedächtnissysteme aktiviert und trainiert. So etwa die sogenannte „Loci-Methode“. Dies sind Eselsbrücken wie etwa Dinge aus dem Alltag, die mit bestimmten Informationen hinterlegt werden.

Zudem empfiehlt Korte folgenden Weg:

Simulieren Sie Ihre Ziele und stellen sich diese vor dem geistigen Auge vor. Das Gehirn sei dann bereits, sich von Ablenkungen, die kurzfristig funktionierten, zu befreien. „Imaginationstechniken (…, bei denen detailgetrau versucht wird, sich vorzustellen), wie es denn wäre, dieses oder jenes Ziel am Ende auch zu erreichen.“

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