Korruption beim Bankenrettungsbetrug: 100 Millionen für “Berater”


Berlin (nd). Der Bankenrettungsfonds hat seit Herbst 2008 fast 100 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Klaus Ernst hervor. Zu den Auftragnehmern des umfangreichen Beratungsgeschäfts gehören Banken wie Goldman Sachs, Credit Suisse und Deutsche Bank sowie Unternehmensberatungen wie McKinsey und Ernst & Young. Auch die Wirtschaftskanzlei Freshfields erhielt Berateraufträge.

Ernst bezeichnete dies nun als „besonders brisant“. Die Kanzlei hatte im Auftrag des Finanzministeriums in der Ära von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück an der Formulierung des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes mitgewirkt. Später kassierte der SPD-Politiker für einen Vortrag bei Freshfields 15000 Euro Rednergage. In der Ära Steinbrück erhielt Freshfields rund 5,5 Millionen Euro »für durch die FMSA mandatierte Beratungsdienstleistungen«.

Die Bundesregierung hatte zunächst versucht, die Angaben über externe Beauftragungen durch den offiziell Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung FMSA bezeichneten Fonds vor der Öffentlichkeit geheim zu halten….

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http://www.neues-deutschland.de/artikel/815022.bankenrettungsfonds-zahlt-100-millionen-fuer-berater.html

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