Kosovo-Krieger machen mobil gegen den Kreml

Warum kam Biden nach Kiew

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STIMME RUSSLANDS —  Mehr als 80 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik stellen sich in einem offenen Brief an die Seite der Protestbewegung in der Ukraine. Der Aufruf hat es in sich. “Europa muss dem Land im Kampf gegen den russischen Imperialismus beistehen”, heißt es in dem unter anderen von Bernard Kouchner und André Glucksmann unterzeichneten Appell, der in europäischen Medien veröffentlicht worden ist. 

Die beiden gehören zu den Befürwortern der völkerrechtswidrigen Kriege gegen Jugoslawien und Irak. Zu den Faschisten auf dem “Maidan” in Kiew verlieren die “Ukraine-Helfer” kein Wort.

Große Worte von Politikern und Philosophen: „Wir dürfen uns nicht von der Ukraine abwenden“, warnen Kouchner, Glucksmann & Co. in dem in der Tageszeitung „Die Welt“ publizierten Papier. „Die autoritären Kräfte in Kiew sollten erfahren, dass sie für ihre repressive Politik und den Verzicht auf die europäischen Bestrebungen des Volkes einen hohen Preis zahlen werden. Es ist noch nicht zu spät, um die politischen Prozesse in der Ukraine positiv zu beeinflussen und zu verhindern, dass das Land zu einer Diktatur wird.“

Mit den „autoritären Kräften in Kiew“ sind wohlgemerkt nicht die Schlägertrupps auf dem Unabhängigkeitsplatz und die Swoboda-Partei des Oleg Tjagnibok gemeint. Die Faschisten, tragende Säule der Protestbewegung des „Maidan“, werden im Appell „Die Zukunft der Ukraine“ einfach totgeschwiegen. Auf den Barrikaden der ukrainischen Hauptstadt steht die „Zivilgesellschaft“, deren Unterstützung einfach „notwendig“ und überfällig sei.

Beklagt wird: „Unsere Passivität angesichts des Versuchs, in der Ukraine eine autoritäre Herrschaft einzuführen und sie wieder in den Bannkreis der imperialen Interessen Russlands geraten zu lassen, bedroht die Europäische Union. Dies bedeutet eine Bedrohung nicht nur für ihre moralische, sondern wahrscheinlich auch für ihre innere, institutionelle Integrität.“

Um die „moralische“ und „innere, institutionelle Integrität“ der EU sorgen sich keine unbekannten Befürworter westlicher Interventionen. Der französische Politiker Bernard Kouchner, Mitgründer von „Ärzte ohne Grenzen“, war unmittelbar nach der Nato-Aggression gegen Jugoslawien 1999 UN-Sondergesandter im Kosovo, später befürwortete er die US-Invasion im Irak. Auch der französische Philosoph André Glucksmann gehörte zu den großen Kosovo-Kriegs-Propagandisten. Den Krieg gegen Bagdad wertete er als „erfolgversprechenden Kampf gegen das Böse“. Attentate tschetschenischer Terroristen verklärte er zum antitotalitären Widerstand. Da drückt man schon einmal ein Auge zu, wenn sich die „Maidan“-Kämpfer auf Hitler-Kollaborateur Stepan Bandera berufen.

Bedenklich ist, dass die beiden Persönlichkeiten aus dem liberalen und linken Lager unterstützt werden. Zu den weiteren Unterzeichnern gehören der polnisch-britische Soziologe und Philosoph Zygmunt Bauman, der britische Historiker Timothy Garton Ash, der Präsident der US-Stiftung „National Endowment for DemocracyCarl Gershman, der frühere polnische Außenminister Andrzej Olechowski, die US-Soziologin Saskia Sassen und ihr Kollege Richard Sennett, die US-Historiker Timothy Snyder und Fritz Stern sowie der slowenische Tausendsassa-Philosoph Slavoj Žižek.

Aus Deutschland machen der emeritierte Politikwissenschaftler Claus Offe, der CDU-Politiker Ruprecht Polenz und Gesine Schwan von der SPD mobil gegen den Kreml. Letztere war 2004 und 2009 Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Heute ist Schwan Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin, die „gute Regierungsführung“ in ihrem Lehrprogramm hat.

http://german.ruvr.ru/2014_02_01/Kosovo-Krieger-machen-mobil-gegen-den-Kreml-9397/

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