Krankenhauskeime in Deutschland: Herr Spahn, sehen Sie hin….

www.shutterstock.com, Spotmatik Ltd, 786971899

Unglaublich, wie sehr sich Deutschland in den Krankenhäusern um die Gesundheit der Patienten versündigt hat. Nun wurden neue Zahlen bekannt, die in den Medien kurz vorgestellt worden sind, aber schon wieder in Vergessenheit geraten zu scheinen. Der zuständige Gesundheitsminister Jens Spahn jedenfalls befindet sich eher auf Wahlkampftour bzw. jetzt in der Abstimmung der Union über den neuen Bundesvorsitzenden in Hamburg. Die Zahl der Toten durch Krankenhauskeime beläuft sich in Deutschland weiterhin auf bis zu 15.000 Tote.

Krankenhäuser töten mehr Menschen als der Straßenverkehr

Diese Zahl ist nicht so einfach einzuordnen. Dennoch: Bis zu 15.000 Menschen sterben jährlich an Keimen, die Krankenhäuser selbst offenbar nicht in den Griff bekommen. Der Straßenverkehr, fast monatlich in den Nachrichtensendungen vertreten, tötete etwa 2017 lediglich 3.200 Menschen. Dort werden wir an jeder Straßenecke über Geschwindigkeitsbegrenzungen reguliert. Über Handyverbote am Steuer. Über immer neue Ausbauten der Straßen und über den Zwang, sich anzuschnallen. Alles gut und schön, so Beobachter.

Nur ist die Zahl der Getöteten durch Krankenhauskeime auf annähernd das Fünffache gestiegen. Und dort passiert vergleichsweise wenig. Die FDP monierte, die Regierung habe zwischen den Jahren 2013 und 2017 immerhin 330 Millionen Euro in sogenannte „Hygiene-Sonderprogramme“ investiert. Der Effekt sei, die Zahlen verdeutlichen dies, sehr gering. Noch bis zum Ende des kommenden Jahres werden weitere 110 Millionen Euro in diese Programme fließen.

Einer der Hauptverursacher soll die Resistenz gegen Keime geworden sein, die sich durch den vermehrten Einsatz von Antibiotika in den vergangenen Jahren ergeben hat. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet daher bis 2050 sogar damit, dass es 10 Millionen Tote jährlich gebe, die sich auf die Krankheitserreger zurückführen ließen.

Die FDP forderte dazu, dass es bundesweit einen Facharzt für „Infektiologie“ geben müsse. Dies sei bislang lediglich in Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt. Demnach wisse die Regierung Merkel und Spahn, dass die Überlebenschancen in Deutschland also auch davon abhängen, wo sich ein Patient ins Krankenhaus legt.



Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen