Länger Leben: Rückt der Traum näher?

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Viele von uns wünschen sich ein längeres Leben, vereinzelt auch ein „ewiges Leben“. Verschiedenste Ansätze sollen helfen: eine strengere wissenschaftliche Forschung in der Schulmedizin, die in vielen Fällen lediglich die Pharma-Industrie stützt. Gesündere Lebensformen, eine Naturheilkunde, die bis dato in ihren Grenzen noch nicht ausgeforscht zu sein scheint oder aber auch Versuche, uns nach dem Ableben einzufrieren, um später verfügbare medizinische Möglichkeiten zu sichern. Faktisch jedoch stehen uns – dies als gute Nachricht zum Jahresausklang – offenbar mehr Möglichkeiten zur Verfügung als gedacht.

Erbanlagen nicht ausschließlich entscheidend

So gehen Deterministen bis dato davon aus, dass die Erbanlagen entscheidend seien und die Lebensobergrenze bei uns festlegen. Tatsächlich gibt es allerdings Untersuchungen, wonach lediglich 30 % der Erbanlagen die Länge unseres Lebens bestimmen. Damit hätten wir, anders als die Deterministen annehmen, hinreichend Möglichkeiten, unsere Lebenslänge selbst mit zu bestimmen.

Aktuell geht die Forschung davon aus, dass wir immerhin 120 Jahre alt werden könnten. Immerhin ist das Durchschnittsalter im Westen mit der Industrialisierung bereits von etwa 50 Jahren auf aktuell über 75 Jahre geklettert. Zudem gibt es einschneidende wichtige soziale Faktoren:

Wer viel verdient, kann statistisch deutlich länger leben als ärmere Menschen. Untersuchungen gehen von 7 Jahren und mehr Unterschied aus. Auch die Berufswahl wiederum sei, so legen es jedenfalls Statistiken nahe, wichtig: So würden etwa Chemiker durchschnittlich eher sterben als Physiker oder Ingenieure.

In Deutschland finden sich zudem teils erstaunliche regionale Unterschiede. So würden Bewohner als Bayern oder Baden-Württemberg ein längeres Leben haben als jene in Norddeutschland.

Tatsächlich soll auch die Umwelt – im Zuge der Klimadebatten wird die unmittelbare Wirkung von Schadstoffen inzwischen fast vergessen – eine maßgebliche Rolle spielen. Die Feinstaubbelastung etwa ist auf dem Land in der Regel geringer – und dort leben die Menschen länger.

Unterschätzt wird zudem die Lärmbelästigung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO würde die Lärmbelästigung nur in Westeuropa jährlich 1 Million Lebensjahre „kosten“. Bezogen auf 350 Millionen Einwohner bei uns in der EU ist diese Summe eindrucksvoll. Nach Untersuchungen aus Dänemark würden 10 Dezibel mehr dazu führen, das Herzinfarktrisiko um 12 % zu steigern. Das bedeutet: Papierrascheln reicht, um dramatisch gefährdeter zu sein.

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