Lauterbach: Wie glaubwürdig ist die Panik?

Karl Lauterbach wird des öfteren angegriffen – als “der” Panikmacher schlechthin in den deutschen Medien. In der Politik wird bezüglich seiner Aussagen zur Corona-Pandemie dem Eindruck nach nicht sonderlich viel Wert gelegt. Eine Chronik der Ereignisse seit Beginn der Pandemie zeigt, dass Lauterbach in der Regel mit seinen Einschätzungen weit daneben lag – die Anfangsstatements von ihm deuteten darauf, das Virus würde keine Gefahr darstellen. Dann bestand Lauterbach darauf, dass die Schulen bis in das kommende Jahr nicht öffnen dürften.

Schließlich aber verwirrt Lauterbach – aus Sicht der Kritiker – die Zuhörer mit immer neuen “Beweisen” oder Vermutungen über die Gefährlichkeit des Virus. Ein Beispiel sind – Hotelzimmer….

Seine nächste Behauptung zielt darauf, dass das Übertragungsrisiko in Hotels durch Schmiereninfektionen größer sei. Dies zeige eine „neue gut gemachte Studie. Sein Tweet ist … fragwürdig.

Lauterbach: Große Virusmenge könnte sich ausbreiten

Geht es nach Lauterbach, dann würden asymptomatische Infizierte, die also keinerlei Symptome zeigen, demnach „große Virusmengen im Hotelzimmer ausbreiten“. Er selbst werde „Hotelübernachtungen weiter auf das absolute Minimum beschränken“, weil das Virus sich in solchen Hotelzimmern lange halte.

Dem Blog „publicomag“ verdanken wir eine Analyse des Textes, auf den sich Lauterbach tatsächlich bezieht. Dort ging es nicht um das grundsätzliche Risiko von Hotelzimmern, sondern um konkrete Reste des SARs-CoV-2-Virus in genau zwei Räumlichkeiten, in denen zwei Studenten ohne Symptome nach einer Auslandsreise für zwei Wochen eine Quarantäne verbrachten.

Innerhalb dieser Zeit wurde bei den beiden Studenten jeweils ein positiver Befund auf das Corona-Virus ermittelt. Dann untersuchten Forscher die jeweiligen Räumlichkeiten und die Bezüge auf dem Bett, den Kopfkissen, untersuchten die Türklinken oder auch die Handtücher etc. 8 von 22 Proben sollen positiv sein.

Ist dies eine Studie, die eine allgemeine Aussage über Hotelzimmer rechtfertigt? Auf keinen Fall. Denn die Studie zeigt ein ganz besonderes Umfeld. Das Hotelzimmer ist gerade nicht – wie jedes Hotelzimmer in Deutschland in diesen Zeiten es müsste – gereinigt worden, sondern war tatsächlich kontaminiert worden – von jenen Studenten, bei denen eine Infektion tatsächlich nachgewiesen worden ist.

Das heißt, die Ergebnisse lassen sich genau nicht auf Hotelzimmer beziehen, sondern auf alle Flächen, die Infizierte überhaupt ohne Desinfektion kurze Zeit vorher angefasst oder länger angefasst haben könnten. Dies sind nicht nur Kopfkissen in Hotelzimmern, sondern auch Flächen beim Schuhhändler, Schalter in Banken und praktisch jede beliebige Oberfläche.

Die Aussage von Lauterbach ist aber bedenklich. Wenn ein praktisch selbst ernannter bzw. von den öffentlich-rechtlichen Medien ernannter Fachmann diesen sehr simplen Unterschied falsch interpretiert, lässt dies tief blicken. Falsch sind allerdings auch seine weiteren Aussagen dazu…

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