Libyen-Udate vom 17.10.2011 – NATO-Soldaten mit UN-Abzeichen in Tripolis – morris108

Zusammenfassende Übersetzung von Politaia.org (wir übernehmen keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit der Meldungen vom morris108, vor allem die Zahl der NATO-Soldaten erscheint hoch):

17. Oktober 2011, 18:00 Uhr


Tripolis:

Überall in der Stadt schwere Gefechte, auch am Grünen Platz. Über 10.000 NATO-Soldaten mit UN-Abzeichen sichern Positionen in der Stadt für den möglichen Besuch von Hillary Clinton. Die Strassen sind gefüllt mit NATO-Soldaten, welche die Einheimischen bekämpfen; man hört Explosionen und eine dicke Rauchschwade liegt über der Stadt. Die schweren Kämpfe gehen weiter; ca. 600 NTC-Rebellen und 100 NATO-Soldaten sind gefallen.

Sirte:

Die heftigen Kämpfe außerhalb der Stadt in der Wüste dauern an. Das Rote Kreuz bestätigt, dass die Rebellen alle Zivilisten, welche sie in die Hand bekommen, foltern und töten. Der BBC bestätigt, dass die NTC-Rebellen alle Häuser plündern, an die sie vorbeikommen. Die Rebellen drangen in eine Gebäude für Flüchtlinge ein, in dem sich Zivilisten vor den Bombenangriffen versteckt haben und indem sie ihre Verwundeten brachten. Die Rebellen folterten und töteten alle Insassen.

Die gegenwärtigen Stellungen der Rebellen befinden sich außerhalb der Stadt in der Wüste. Die Einwohner sind wütend über die Massaker der Rebellen und dies gab ihnen die Kraft, die Rebellen immer wieder in die Wüste zurückzuwerfen.

Die Rebellen haben während der letzten Kämpfe schwere Verluste erlitten, innerhalb eines Zeitraums von drei Tagen hatten sie 2600 Gefallenen und 4300 Verwundete. Im Hafen von Sirte allein verloren sie 1200 Mann und hatten 680 Verwundete. 6 Rebellenkommandeure sind tot, unter ihnen der Brigadekommandeur Alteer Hussein.

Die Misrata-Rebellenbrigaden sind von Sirte abgezogen und an die Front nach Bani Walid verlegt worden.

Bani Walid:

Die Rebellen wurden im Industriegebiet in eine Falle gelockt und schnell überwältigt. Die Rebellen konnten sogar aus dem vorgelagerten Tal in der Wüste vetrieben werden. Die Rebellen hatten hunderte von Toten zu beklagen und der NTC-Kommandeur über alle Brigaden vor Ort wurde getötet.

Sobald die Rebellen flohen, begann die NATO eine intensive Flächenbombardierung der Zivilistenstadt Bani Walid. Stunden später gruppierten sich die Rebellen wieder und während das Bombardement anhielt, begannen sie mit dem Artilleriebeschuss der Stadt. Es gibt keine Bezirke, die unter Kontrolle der Rebellen wären und es gibt in der Stadt keinen Rebellen. Sie befinden sich alle  in den Außenbezirken und feuern mit ihrer Artillerie auf die Stadt.—-

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Webster Tarpley
Die gekauften Revolutionen

CIA-Finanzierung der arabischen Unruhen

Eben noch war er ein honoriger Präsident, Chef einer angesehenen Regierung, ein Stabilitätsfaktor in der gesamten Region, ein Garant des Friedens und Freund des Westens. Doch über Nacht mutierte er zum Diktator, seine Regierung zum Regime, das das Volk unterdrückt, den Frieden bedroht und gegen das sich die Menschen nun im Kampf um ihre Freiheitsrechte berechtigt erheben. Wie schnell man vom Freund und Vasallen der USA zum Schurke werden kann, hat Mubarak in Ägypten erlebt.

Ben Ali hatte in Tunesien seit 23 Jahren regiert. In Ägypten herrschte Präsident Mubarak seit fast 30 Jahren. Auch der Assad-Clan in Syrien ist seit rund 30 Jahren an der Macht und in Libyen bringt es Oberst Gaddafi auf fast 40 Jahre.

Natürlich sind ernsthafte politische und wirtschaftliche Reformen in den Ländern des arabischen Gürtels dringend nötig. Doch die gegenwärtige Welle von Destabilisierungen, die die CIA dort betrieb und betreibt, hat mit positiver Veränderung, mit Demokratie, Freiheit und Menschenrechten nichts zu tun.

Warum ist das offizielle Washington so besessen von der Idee, diese Regierungen zu stürzen und durch eine neue Generation instabiler »demokratischer« Demagogen von Washingtons Gnaden zu ersetzen?

Webster Tarpley, einer der profundesten und kritischsten Kenner der US-Außen- und Aggressionspolitik, findet in einem brisanten Gespräch mit Michael Vogt Antworten auf diese Fragen und erläutert den geo- und militärpolitischen Hintergrund.

DVD, ca. 80 Min.
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