Libyen-Update vom 15.10.2011 — NATO bombt Demonstranten in Tripolis — morris108


Zusammenfassende Übersetzung von Politaia.org:

Tripolis (früh am Morgen, vor Sonnenaufgang):

Es kam zu einem massiven Austand und zu Zusammenstößen in der ganzen Stadt. Der Aufstand begann in Abu Salim und breitete sich nach allen Seiten aus. Die Menschen waren für den 14. Oktober zu friedlichen Protesten aufgerufen worden. Als die Demonstrationen begannen, bombardierte die NATO die Zivilisten und TNC-Rebellen feuerten in die Menge. Diese Maßnahmen brachten die Demonstranten so in Zorn, dass sie ihre Waffen holten und eine Rebellion in der ganzen Stadt begannen. Ein Helikopter, der in die Menge feuerte und ein zweiter Helikopter, ein Chinook, mit 44 Rebellen an Bord, wurden abgeschossen. In den Kämpfen fielen 200 Rebellen und viele wurden verwundet. Die Gegenden von Abu Salim, Tajura und Hadba sind nun frei von Rebellen und in anderen Stadtteilen weht die grüne Flagge. Zwei Hauptquartiere der NTC-Rebellen wurden niedergebrannt und ein Waffenlager der Rebellen zerstört.

Die Stämme von Wershafana und Werfalla sind in Tripolis angekommen und einige der Wershafana-Stämme kreisen die Stadt vom Süden und Westen her ein. Saif al-Islam Gaddafi hat in einer Radioansprache verkündet, dass er bei den Wershafana-Stämmen sei und dass er persönlich bald nach Tripolis käme.

Es gibt Kämpfe vor den Botschaften und es taucht die Forderung auf, die Botschafter Frankreichs und Großbritanniens nach Bani Walid zu schaffen. Der Regierungssprecher Dr. Moussa Ibrahim kündigte an, dass das Rixos-Hotel und die Militärbase 77 bald in den Händen des Grünen Widerstandes sein werden.

Sirte:

Der Grüne Widerstand griff die Rebellen heute in ihren Außenposten vor Sirte an und tötete 150 Rebellen, viele Rebellen wurden verwundet. Nachdem die Rebellen erfuhren, dass es in ganz Libyen zu massiven Aufständen gekommen sei, zogen sie sich mehrere Kilometer weit zurück. Nach der dreiwöchigen Belagerung verhungern Menschen in Sirte und sie trinken ihren eigenen Urin und machen auch sonst alles mögliche, um zu überleben. Es gab eine große Freude, als es zu regnen begonnen hatte und die Leute an Regenwasser herankamen; so schlimm ist die Lage… Die NATO bombt weiter.

Misrata:

Die Kämpfe um die Waffenverteilung zwischen den Rebellen im Hafengelände gehen weiter. Mittlerweile ist der Grüne Widerstand vom Süden her in die Stadt eingedrungen und die Zuisammenstöße mit den Rebellen dauern an.

Bengasi:

Der Grüne Widerstand in Begasi zerstörte einen Konvoi der Rebellen; 44 Rebellen wurden getötet, viele verwundet und viele Fahrzeuge zerstört.

Zawiyah:

Die Lage in der Stadt Zawiyah war sehr gespannt, als die Proteste (am 14. Oktober) begannen. Die Stämme in Zawiyah fingen sofort an, die Rebellen überall anzugreifen. Viele Rebellen wurden getötete und sehr viele wurden verwundet. Die Krankenhäuser in der Stadt sind bereits mit 1500 verwundeten Rebellen von der Front von Bani Walid überfüllt. Die Krankenhäuser sind mittlerweile gesperrt, weil man die (vielen) Toten und Verwundeten verbergen will.

Mit der zunehmenden Ausbreitung der Kämpfe bringt die  NATO weitere Rebellen nach Zawiyah. Die Brigade von Khamis Gaddafi hat einen Konvoi der Rebellen zerstört, der von Tripolis nach Zawiyah marschierte; im Konvoi befanden sich auch NATO-Spezialtruppen.

Weitere Nachrichten aus Libyen:

Die Städte Ghariyan, Sabha, Ajelat und Surman sind nun befreit und unter Kontrolle des Grünen Widerstands.

Im Osten Libyens gab es Demonstrationen der Rebellen für den NTC von Syrien. Sie sangen “Nieder mit Assad” und verbrannten die sysrische Flagge. Sie forderten eine Intervention der NATO in Syrien.

Tunesien:

Im Süden Tunesiens kam es zu Protesten gegen die Rebellen, welche Waffen auf tunesischem Territorium transportieren und sie gegen die Libyer einsetzen. Die Proteste verliefen friedvoll, bis ein Rebell einen Tunesier tötete und seine Flagge verbrannte. Dies führte zu wütenden Reaktionen innerhalb Tunesiens und zu Tötungen von Rebellen; 40 Fahrzeuge der Rebellen gingen in Flammen auf. Nach dem Vorfall breiteten sich die Kämpfe im ganzen Süden von Tunesien aus.

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