Lieberman: Israel braucht einen neuen Verbündeten

Israelischer Verteidigungs-Chef ruft französische Juden zur Ausreise auf

Die wahren Gefühle zeigen sich, während Israel die USA den Wölfen zum Fraß vorwirft, aber immer noch hinter US-Steuerdollars her ist

von Roi Tov (Übersetzung von politaia)

Kurz nach der Rückkkehr auf seinen geliebten Sitz als israelischer Außenminister sagte Avigdor Lieberman: “Die Beziehungen mit den USA sind der Dreh- und Angelpunkt, ohne dem es uns nicht möglich ist, die gegenwärtige Welt zu manipulieren.” Ein bißchen ungehobelt ausgedrückt, aber nicht anders zu erwarten. Schnell musste er lernen, dass sich die Umstände geändert hatten, seitdem er zum letzten Mal auf seinen geliebten Stuhl saß. Am 20. November ließ er seine erste politische Bombe der Saison hochgehen.

Die Liebesaffäre zwischen Israel und den USA kühlt sich ab. Vor einigen Tagen sagte ein führender Politiker, der Netanjahu nahesteht, dass Kerry eine rote Linie überschritten habe; diese Aussage wurde von einem bedeutenden Rechtsanwalt unterstrichen, der äußerte: “Der US-Außenminister ist ein Feind der Juden.”

Liebermans Bombe ging hoch, als der französische Präsident Hollande seinen strategischen Besuch in Israel beendete, der voller nuklearer Andeutungen war (französisch-israelischer Angriff auf den Iran?). Als jemand, der schnell lernt, machte Lieberman aus seiner ersten Anmerkung vollendete Tatsachen. Israel braucht die USA nicht mehr.

Aus Angst vor den Querschlägern seiner eigenen Worte wählte Lieberman das Sapir-College bei Gaza als Verkündigungsort. Als er die Rede bei der Sderot Conference for Society hielt, war er sich bewußt, dass seine Rede schon durch eine neue Krise überholt seine würde, wenn sie die politische Arena in Jerusalem erreicht hätte.

“In Zeiten verschlechternder Beziehungen mit den USA braucht Israel neue Verbündete mit gemeinsamen Interessen…..Die Amerikaner sind mit vielen Herausforderungen konfrontierte, mit Problemen in Nordkorea, in Pakistan, in Afghanistan, im Iran, in Syrien, in Ägypten, in China und sie haben dazu noch ihre eigenen wirtschaftlichen Probleme. Und so frage ich, wo unser Platz auf der internationalen Arena ist?”

Während seine ländliche Zuhörerschaft mit etwas dringenderen Problemen beschäftigt war, fuhr er fort: “Es gibt einen jüdischen Staat und 57 islamische Länder. Wir sind von Anfang an in einer schlechten Position.” Man beachte, dass er davon ausgeht, dass keine Frieden möglich ist und sich  alle muslimischen Länder wie ein Block verhalten. “Alle Länder brauchen Investitionen oder Hilfe von außerhalb, ” bemerkte er dann skurrilerweise.

Unfähig, die Realität in kohärenter Weise zu analysieren, schwenkte er auf persönliche Anekdoten um. Er erzählte über sein Treffen mit einem europäischen Premierminister, als dieser noch in der Opposition war. Er nannte ihn nicht beim Namen, aber es war ziemlich klar, dass er den britischen Premier Cameron meinte. “Damals redete er, als ob er ein Mitglied der Yisrael Beiteinu’s (Liebermans rechtsextremistische Partei) sei. Nun sehe ich, dass er anti-israelische Positionen einnimmt.”

“Ich fragte einen gemeinsamen Freund, “wie konnte das passieren?’. Er antwortete ‘Was erwartest Du von Ihm?’. Er hat Arbeitslose, er hat Probleme und braucht Investitionen und Geldgeber. Die kommen aus den Ländern am Persischen Golf, aus Saudi-Arabien und der Türkei. Also, was können wir von ihm erwarten?’

Wir haben kein solches ökonomisches Gewicht. Die Beziehungen zu den USA kühlen sich ab……..Israel muss sich neue Verbündete mit gemeinsamen Interessen suchen. Wir müssen uns solche Länder aussuchen, welche nicht dem Geld hinterherlaufen und welche die islamische Welt nicht brauchen. Das sind Länder, welche Technologie und landwirtschaftliches Know-how nötig haben. Das können wir bieten.”

Lieberman ist dafür berüchtigt, Erklärungen zur falschen Zeit abzugeben und – offen gesprochen – für seine halluzinierenden Erklärungen. In der Vergangenheit behauptete es, “eine palästinensische Behörde existiert nicht”, obwohl die Regierung, der er angehörte, offiziell mit eben dieser verhandelte.

Für seine explosiven Äußerungen wählte er einen abgelegenen Ort, aber der Zeitpunkt war weniger gut überlegt. In zwei Tagen kommt der US-Außenminister nach Jerusalem. Netanjahu, der dann gerade aus Russland zurückkommt, wohin er nach dem Besuch des französischen Präsidenten reiste,  wird ihn empfangen.

Lieberman, da hast Du eine goldene Gelegenheit, dich mit Deinem amerikanischen Kollegen zu treffen und ihm das zu erzählen, was Du in Sderot gesagt hast. Beweise, dass Du ein ernstzunehmender Mann bist.

“Danke für Eure Hilfe in all den Jahren. Nehmt die goldene Uhr als Dank. Auf Wiedersehen!” Traust Du Dich?

 http://www.veteranstoday.com/2013/11/20/lieberman-israel-needs-new-ally-not-usa/

 

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