Lieferengpässe für Medikamente möglich: Corona-Virus das Problem

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Geht es nach einer Warnung von Hausärzten, dann besteht die Gefahr, dass es wegen des Corona-Virus‘ noch zu Engpässen kommen könne. Dies würde sich „möglicherweise noch verschärfen, wenn die Chinesen jetzt noch mehr Städte und Fabriken abriegeln“, so wird der „Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands“, Ulrich Weigeldt zitiert.

Preisdruck der Pharmaindustrie

Verantwortlich für den Engpass sei der „Preisdruck in der Pharmaindustrie“ und die daraus folgende Konzentration auf nur eine kleine Anzahl an Standorten. Zudem sei die Produktvielfalt nun und dadurch eingeschränkt. Sobald ein Werk – der Pharmaindustrie – ausfallen würde, wäre damit in „Einzelfällen“ der Gesamtmarkt gefährdet, so der Funktionär.

Dies erinnere ihn an den Fall der Knappheit beim Schmerzmittel „Ibuprofen“, wie er sich 2018 darstellte. Damals fiel das Werk von BASF in Texas aus.

Der Funktionär ergreift mit einem weiteren Argument Partei für die Pharmaindustrie: Die Herstellung von Medikamenten würde sich teils nur noch an billigen Standorten wie etwa in Indien oder in Bangladesch lohnen. Denn die Arzneien seien zum Teil „übertrieben“ rabattiert. Schließlich würde in China ein größerer Anteil der dort produzierten Arzneien selbst benötigt. Dort sei die Mittelschicht größer als die Bevölkerung bei uns in Europa.

Deshalb forderte er schließlich, dass die Herstellung der Wirkstoffe nach Deutschland zurückkommen müsse. „Wir waren mal die Apotheke der Welt, das ist vorbei“, lässt er sich zitieren. Misstrauisch jedenfalls zeigte er sich gegenüber der Wirkung der „Vorratshaltung“ von Arzneien in Deutschland, wie sie sich im Gesetzentwurf zum „Fairen Kassenwettbewerb“ von Jens Spahn vor einiger Zeit zeigte.

Die Pläne von Spahn, in Deutschland eine elektronische Patientenaktie und damit im Kern eine frei zugängliche Zentraldatenbank einzuführen, kritisierte der Funktionär „scharf“. Sein Argument: Hier können u.a. die Patienten auf die Inhalte und die Informationen nehmen, die der Arzt erhalte. Unsere Meinung: Die Patientendatei ist ohnehin schon deshalb zu kritisieren, weil die Datensicherheit schon logisch nicht sichergestellt sein kann – die Daten sind (dann zentral) vorhanden. Zumindest ist dem kriminellen Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Wer wenig Daten in den Praxen hinterlässt, ist hier nachhaltig im Vorteil.

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